Wissenschaftler kommen zu Wort
Was ich haben will, ist und bleibt allein die Krankheit, indem ich Ihnen dafür durch die Worte Gottes die Gesundheit vermittle.
Was ich haben will, ist und bleibt allein die Krankheit, indem ich Ihnen dafür durch die Worte Gottes die Gesundheit vermittle. Bruno Gröning
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Heilungen in Rosenheim

Bruno Gröning zieht sich im August 1949 auf ein Gestüt mit dem Namen „Traberhof“ bei Rosenheim zurück, um in Ruhe die Angebote zur Errichtung von sogenannten „Heilstätten“ zu prüfen, in denen er mit Ärzten zusammenarbeiten will. Doch schon bald haben ihn Journalisten ausfindig gemacht und berichten, wo er ist. Daraufhin strömen Heilungssuchende in Scharen zum Gelände des Traberhofs. In kurzer Zeit sind es Tausende, dann Zehntausende. Wenn Bruno Gröning erscheint und zu ihnen spricht, treten zahllose Heilungen ein. Ergreifende Szenen spielen sich ab, wenn Schwerkranke sich von Tragbahren erheben, Blinde wieder sehen und von Schmerzen befreite Menschen Dankesrufe und Lobeshymnen anstimmen. Zahllose erstaunliche Heilungen werden in den Medien begeistert berichtet.

Traberhof

Am 19. August 1949 kam Bruno Gröning nach Bayern. Er wollte dem Trubel um seine Person entgehen und unter anderem Leo Harwarts Angebot für eine Heilstätte prüfen. SchlagzeilenEr folgte der Einladung Harwarts auf dessen „Traberhof“ in der Nähe von Rosenheim. Doch schon bald berichteten die ersten Zeitungen, und innerhalb kürzester Zeit setzte ein Massenansturm ein, der alles Bisherige in den Schatten stellte. Bis weit über 30.000 Menschen am Tag strömten nach Rosenheim. Presse, Funk und Wochenschau berichteten. [23] Auch ausländische Berichterstatter fanden sich ein.

Wieder geschahen unfassbare Heilungen. So schrieb Geheilter schiebt seinen Rollstuhlder Münchener Journalist Dr. Kurt Trampler in seinem Buch „Die große Umkehr“:
„Kranke richteten sich von den Tragbahren auf, Gelähmte warfen ihre Krücken von sich und konnten gehen, ein blindes Kind wurde sehend. Dankesrufe kündeten von immer neuen Heilungen, von denen ja nur ein Teil äußerlich sichtbar sein kann. Noch zwei Monate später und wohl noch lange Zeit werden immer wieder Heilungen bekannt, die sich an diesen Tagen vollzogen haben oder begannen.“ [24]

Der „Zeitungsblitz“ berichtete in einer Sonderausgabe:
„Inzwischen hatten sich mehr als zehntausend Menschen versammelt, die alle seit Stunden in glühender Hitze auf den großen Moment warteten, da Gröning auf den Balkon trMassen am Traberhofat, zur Menge sprach und seine Heilkraft ausstrahlte. Dicht standen die Menschen zusammengepresst, um in den vollen Genuss seiner ‚Heilstrahlen' zu kommen. Schon begannen die Reaktionen bei den Schwerstkranken in ihren Rollstühlen und Sesseln oder bei den Einzelstehenden an der Peripherie zu wirken. Wieder begannen Halbblinde zu sehen, wieder erhoben sich bisher Gehbehinderte, wieder bewegten Lahme ihre steifen Glieder. Hunderte berichteten von verstärkten Schmerzen an den erkrankten Stellen, von Ziehen, Stechen und Kribbeln, von einem Gefühl eines unbeschreibbaren ‚Leichtseins' oder plötzlich verschwindenden Kopfschmerzen.“

Bruno Gröning sprach unter anderem zu der wartenden Menschenmenge:
„‚Haben Sie Geduld?' – Vielstimmiges ‚Ja'! – ‚Haben Sie Vertrauen zu mir?' – Wieder braust das ‚Ja' auf. – ‚Haben und bewahren Sie den Glauben zu unserem Herrgott?' – Zum dritten Mal antwortet der Chor der Zuhörer Grönings mit ‚Ja'! ... – ‚Und so will ich mich verabschieden von Ihnen, im Namen Gottes!' [...] Dann spricht der HeilspenderGröning spricht zur Menge Gröning weiter:
‚Meine Lieben! Denken Sie nun nicht mehr an Ihre Krankheit, stellen Sie diese zurück und konzentrieren Sie sich ganz auf das, was Sie in Ihrem Körper verspüren! Es geschieht schon das, was für jeden Einzelnen geschehen muss, was er verdient und was er sich wünscht. Es muss Ihr Herz, es muss Ihr Körper, Ihre Seele rein sein. Dann kann Gott da hinein, wo bisher der Satan war, dann vermag ich Ihnen allen zu helfen! Letzten Endes sind Sie alle Kinder Gottes. Der größte Arzt ist und bleibt aber unser Herrgott!'“ [25]


„Grönings Wirken ist freie Liebestätigkeit“

Der „Wunderheiler“ findet in Bayern allgemeines Wohlwollen. Sogar der Ministerpräsident erwünscht ausdrücklich Bruno Grönings Wirken. Zahlreiche Ärzte, Rechtsanwälte, Politiker und Journalisten unterstützen ihn vorbehaltlos. Er bekommt Angebote von Helfern und für die Errichtung von Heilstätten.

Öffentliches Wohlwollen

Innerhalb der bayerischen Behörden war der Fall Gröning unklar. Der Sozialminister des Landes Nordrhein-Westfalen hatte ihm Ende Juni 1949 sein Wirken dort verboten und bei Zuwiderhandeln Strafverfolgung angedroht. Dieses Vorgehen hatte er u. a. auch den bayerischen Behörden empfohlen. [26] Bereits im Juli 1949 hatte allerdings ein bayerischer Ministerialrat Zweifel angemeldet, ob eine Untersagung Gröning'scher Tätigkeit rechtlich zulässig, notwendig und zweckmäßig sei.

Anfang September kam aus der Bayerischen Staatskanzlei die Empfehlung taktischer Zurückhaltung, da das Thema politische Bedeutung gewinnen könne. Ministerpräsident Dr. Hans Ehard erklärte auf einer Pressekonferenz am 5. September, man dürfe eine so außergewöhnliche Erscheinung wie Gröning nicht an Paragraphen scheitern lassen. Nach seiner Auffassung ständen der Zulassung Grönings in Bayern keine großen Schwierigkeiten entgegen.Münchner Merkur 07.09.1949 S.1Am Folgetag gab das Bayerische Innenministerium durch den Staatssekretär Dr. Schwalber an Presse und Rundfunk bekannt: „Die vorläufige Überprüfung der Heiltätigkeit des Herrn Gröning hat ergeben, dass sein bisheriges Wirken in Bayern als freie Liebestätigkeit betrachtet werden kann und in diesem Rahmen keiner Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz bedarf …“ [27]

Bruno Gröning wurde durch zahlreiche hochgestellte Persönlichkeiten in Politik und Verwaltung unterstützt, u.a. durch Ärzte, Rechtsanwälte, Journalisten und einen großen Teil der Presse. Er war der Liebling des bayerischen Volkes. Nach der Umfrage des „Münchner Merkur“ in München waren 90% der Menschen ausschließlich sehr positiv gegenüber Bruno Gröning eingestellt. [28] In der „Münchner Allgemeinen“ war zu lesen:
„Wir hören jetzt vom Balkon her eine Stimme, die nicht die Grönings ist, und eilen ans Fenster. Der Münchner Polizeipräsident Pitzer spricht zu den Versammelten. Er berichtet, dass sich ein Ischiasleiden, das ihn seit Jahren geplagt habe, in Grönings Gegenwart gemildert habe. Pitzer ist bestimmt kein Mann, der zu hypersensiblen Vorstellungen neigt, aber was er an sich selbst beobachtet hat, kann er bezeugen. Jetzt bekennt er sich öffentlich zu Gröning, und der CSU-Abgeordnete Hagen folgt ihm mit einer gleichen Erklärung.“ [29]


Widerstände gegen das Heilungsgeschehen auch in Bayern

Bruno Grönings Wirken ist aber Einzelnen ein Dorn im Auge: In Bayern sind es wiederum Vertreter der Ärzteschaft und auch der beiden großen Kirchen. Insbesondere die Ärztevertretung spricht ihm seine Fähigkeiten ab, leugnet die massenhaften Heilungen und verbreitet falsche Aussagen über ihn. Sie wird später ein Heilverbot auch in Bayern durchsetzen.

Die Kirchen bestreiten seinen göttlichen Auftrag, obwohl auch Vertreter der Geistlichkeit zu Bruno Gröning stehen.

Ärztevertreter

Bereits am 24. August hatte das Bayerische Innenministerium die Regierung von Oberbayern angewiesen, Bruno Gröning, der selbst nicht Heilpraktiker war, vorsorglich darauf aufmerksam zu machen, „dass eine Ausübung der Heilkunde für ihn im Sinne des Heilpraktikergesetzes untersagt und strafbar ist“. Das Gesundheitsamt Rosenheim setzte diese Weisung per Einschreiben an ihn am 30. August um. [30]             

In der Folge begann das, was die Frankfurter „Abendpost“ vom 17. September 1949 neue Schlagzeilenals „Generalangriff gegen Gröning“ bezeichnete. [31]
Der Präsident der bayerischen Ärztekammer Senator Dr. Karl Weiler ließ ein Flugblatt verbreiten mit dem Titel „Grönings Größenwahn“. Er musste zwar eingestehen, nie einer Heilung durch Gröning beigewohnt zu haben, erklärte aber, dass es sich bei den scheinbaren Wunderheilungen nur um Heilungen seelisch bedingter Leiden handeln könne, wie er selbst sie im Ersten Weltkrieg hundertfältig vorgenommen hätte und wie sie auch von anderen Ärzten in zahllosen Fällen erreicht würden. [32]

Es wurde auch behauptet, Heilungen fänden nur vereinzelt statt und diese auch nur an seelisch-bedingt organisch Kranken, keinesfalls aber an nicht seelisch-bedingt organisch Kranken. Diese Behauptungen waren jedoch nicht haltbar, da Tausende von Heilungen auch von nicht seelisch-bedingten organischen Krankheiten beobachtet wurden. [33]

Gegen die falsche These Weilers sprach bereits eine große Anzahl an Heilungsberichten von nicht seelisch bedingten Leiden, wie z. B. diejenige über die Heilung eines jungen Mannes von Tbc und Knochenkrebs, des Herrn Strobel, der Frau L. und des Dr. Berentzen von Bechterew'scher Krankheit, des Herrn Groth von Magenkrebs, der Frau Gimmler von Brustkrebs, des Herrn Kläs von steifem Ellbogen nach Durchschuss im Zweiten Weltkrieg. [34]Bruno Gröning spricht am Traberhof

Auch der Münchener Journalist Dr. Kurt Trampler, der nach einer Kriegsverletzung an sehr schmerzhaften Bewegungseinschränkungen litt und mit dem Hinweis „erheblich geh- und stehbehindert“ in die Versehrtenstufe II (50 % Erwerbsminderung) eingestuft worden war, konnte sich innerhalb kürzester Zeit schmerzfrei bewegen. Die Nachuntersuchung beim gleichen Arzt, der ihn schon nach seiner Verwundung behandelt hatte, bestätigte die Heilung. [35]

Die genannten von den Ärztevertretern verbreiteten unhaltbaren Behauptungen wurden jedoch von Journalisten für neue Sensationsmeldungen verwendet. Sie waren geeignet, Bruno Grönings guten Ruf, der darin bestand, dass durch sein Wirken unzählige auch bisher unheilbar Kranke kostenlos gesund werden, zu beschädigen. Bruno Gröning ließ sich aber von den Anfeindungen, denen er ausgesetzt war, nicht beirren.

Sonderausgabe Sept. 49

Geistliche und Kirchen

Am Traberhof wandte sich ein katholischer Geistlicher an die Menge, nachdem er Heilungen miterlebt hatte. Er zeigte sich tief beeindruckt vom Geschehen und hielt es für seine Pflicht und Verantwortung mitzuhelfen, Bruno Gröning zum Wohle der leidenden Menschen den Weg zu ebnen. Dazu wollte er sich an höchste kirchliche Stellen wenden. Die von ihm zum Dank an Bruno Gröning und den Schöpfer aufgerufene Menge stimmte dann u. a. den Lob- und Dankchoral „Großer Gott, wir loben Dich“ an. [36]

Nicht nur viele Jesuiten vom Jesuitenkolleg unterhielten sich immer wieder interessiert mit Bruno Gröning über religiöse Fragen, auch ein Franziskanermönch aus Assisi hielt begeistert von Gröning eine Ansprache und bat sogar Bruno Gröning um seinen Segen:

„Ich bin tief ergriffen durch die Worte des Herrn Gröning, und ich muss Ihnen gestehen, dass ich erinnert werde an das Wort der Heiligen Schrift: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Der göttliche Heiland sagt das in Bezug auf jeden Menschen. Und die Frucht ist eine gute. Die Bosheit der Menschen ist sehr groß. Sie haben Christus nachgestellt und sie haben seinen Jüngern nachgestellt, und sie stellen jedem Menschen nach, sie haben auch fromme Priester verfolgt, die im Namen Gottes Kranke geheilt haben. Darum haben Sie Mut und Vertrauen und folgen Sie dem, was Herr Gröning Ihnen sagt. Und wenn Ärzte und Gelehrte, die ihm feindlich gesinnt sind, antworten, er hat keine Studien hinter sich wie sie, so ist das lachhaft, denn Gott lässt sich nicht vorschreiben, was Er tut.” [37]

Die Kirchenleitungen zeigten sich jedoch ablehnend. Von den beiden großen Kirchen in Deutschland, der evangelischen und katholischen Kirche, nahm insbesondere die katholische Kirche eine feindliche Haltung zu Bruno Gröning und seinen Heilungen ein. Trotz Anerkenntnis seiner heilenden Befähigung und Bittgesuchen aus der Bevölkerung an die Kirchenleitungen distanzierte sie sich und nahm negative Presseberichte zum Anlass für Warnungen. Der Zustrom zu Bruno Gröning wurde als Massenwahn bezeichnet, das Anhalten der Heilungen bestritten, ohnehin würden „nur Neurosen geheilt“, und die Erwartungshaltung durch die Massenpsychose sei gefährlich. Jede göttliche Sendung in ihm wurde abgelehnt, die Heilwirkung mit Suggestion und Hypnose erklärt. [38]Jüdisches Gemeindeblatt

Das Jüdische Gemeindeblatt hingegen würdigte Bruno Gröning als tief religiösen Mann, der keine Unterschiede zwischen Rassen und Religionen kenne und verkünde, dass nur der Glaube an die ewige Allmacht zur Heilung führen kann. [39]

Bruno Gröning selbst empfahl wiederholt in seinen Vorträgen, die Kirchen zu besuchen und durch Beten und Danken zu beweisen, dass man ein gottgläubiger Mensch ist. Dadurch erlangte Heilungen würden allerdings nur anhalten, wenn man weiter vertraue und glaube.

Siehe Kapitel Zeitzeugen

 

Bruno Gröning im Film

Ab Mitte August 1949 wird von Rolf Engler, München, ein Dokumentarfilm über Bruno Gröning gedreht. Kino in MünchenDer Film zeigt authentische Aufnahmen aus Grönings Leben und von seinen Heilungen insbesondere am Traberhof und kommt am 21. Oktober in die Kinos. Er stellt sachlich-informativ die Geschehnisse dar. Obwohl sie den Film nicht gesehen haben, laufen u. a. der Präsident der Bayerischen Ärztekammer Dr. Weiler und Domkapitular Thalhammer zwei Tage vor der Aufführung in einem gemeinsamen Schreiben an den amerikanischen Hochkommissar McCloy Sturm gegen die Aufführung des Films. Als Begründung ihres Einspruchs führen sie an, „dass von einem jeden Gröning-Film schwere gesundheitliche Schädigungen und Störungen der öffentlichen Ordnung zu befürchten”  seien. McCloy lehnt jedoch die Intervention mit Hinweis darauf ab, dass er keine Gefahr durch die Filmaufführung sehe und die Bundesrepublik eine Demokratie sei, in der die Menschen selbst entscheiden könnten, ob sie den Film sehen wollen oder nicht.

Geschäftemacher

Geschäftemacher, Trittbrettfahrer und Sensationsreporter bleiben bei dem Massenansturm nicht aus. Viele wollen sich an dem Geschehen zum eigenen Nutzen beteiligen. Die negativen Begleiterscheinungen der Massenansammlungen nehmen zu. Die Zeitungen bringen Sonderausgaben und berichten immer reißerischer. Manche sind sogar dazu bereit, erfundene Geschichten über Bruno Gröning zu verbreiten und ihn zu diffamieren. Er zieht sich vom Traberhof zurück.

Herbst am Traberhof

Unterdessen wurden die Zustände am Traberhof immer schwieriger. Trotz mehrerer Aufrufe Bruno Grönings, keine großen Menschenansammlungen mehr zu bilden, ließ der Massenandrang nicht nach. Die Folge war, dass Zehntausende bei Wind und Wetter im Freien campierten unter unerträglichen hygienischen Verhältnissen. Dazu kamen Geschäftemacher und Betrüger, die horrende Honorare verlangten, um Kranke zu Bruno Gröning vorzulassen; andere verkauften Gröning-Fotos an die Kranken oder Sitzgelegenheiten an die Übermüdeten. Auf fast jede erdenkliche Art und Weise wurde versucht, Geld zu verdienen. Selbst im Ausland wurden die geschäftstüchtigen Aktivitäten um Gröning bekannt; so schrieb die finnische Zeitung „Satakunnan Kansa“ am 22. Oktober 1949:
„Viele Menschen leben auf seine Kosten. Die Reisebüros machen Werbung für Gruppenreisen, um ‚Grönings Reden zu hören‘. Die Fremdenführer verlangen eine ordentliche Summe Geld, um den Weg zu ihm zu zeigen. Deutsche, Italiener, Franzosen, Engländer, Amerikaner – Kranke und Leidende strömen von überall her zu ihm.“ [40]


Diese Zustände, aber auch das im Herbst eintretende schlechte Wetter mit Regen und Kälte veranlassten Bruno Gröning, am 17. Oktober 1949 Rosenheim zu verlassen. „Der Traberhof-Rummel“, so schrieb er später, „nahm nicht mehr tragbare Formen an“. Er zog sich in die bayerischen Berge zurück und ging weiteren Angeboten zum Aufbau von Heilstätten nach. Sein Ziel war es, Einrichtungen zu schaffen, in denen Hilfesuchende in geordneten Bahnen Heilung erlangen könnten. Ärzte sollten Vor- und Nachuntersuchungen nach dem Heidelberger Vorbild durchführen und die eintretenden Heilungen dokumentieren.

Die Heilstättenpläne scheiterten letztlich an den Eigeninteressen einiger seiner Manager und Mitarbeiter und an den fast ausschließlich finanziellen Interessen der Anbieter von Heilstätten.

 

„Freunde und Förderer“

Bruno Gröning hat Freunde und Förderer, welche die Heilung bekommen haben und dankbar mithelfen, dass er weiterhin wirken kann. Manche Helfer allerdings bieten sich an und arbeiten mit ihm, bis sich herausstellt, dass sie an ihm nur Geld verdienen wollen. Werden sie dann von ihm deshalb zur Rede gestellt, machen sie ihn in der Öffentlichkeit schlecht.

Ende Oktober 1949 lernt er den Manager Meckelburg kennen. Dieser kann Bruno Gröning vertraglich an sich binden, nutzt ihn aber nur als Geldquelle aus. Er kassiert hohe Eintrittsgelder von Heilungssuchenden zu den Vorträgen Grönings, die er größtenteils für sich privat abzweigt. Die Gelder sollten aber als Spenden der Errichtung von Heilstätten dienen. Als es Gröning 1950 gelingt, sich von ihm zu trennen, schwört ihm Meckelburg Rache. Das bekommt Bruno Gröning später zu spüren. Auch der Münchener Heilpraktiker Enderlin, bei dem er von August bis Oktober 1950 Vorträge hält, verdient daran in dieser Zeit enorme Summen, wovon Bruno Gröning keinen Cent erhält.

Hilfe unentgeltlich

Seit Beginn seines öffentlichen Wirkens war Bruno Gröning auf die Hilfe von Mitarbeitern angewiesen. Wenn schon in Herford täglich Hunderte, an manchen Tagen Tausende, in Rosenheim sogar Zehntausende Menschen zu ihm drängten, so ist klar, dass ein Einzelner diesem Andrang samt allen organisatorischen Herausforderungen nicht gerecht werden konnte.

Hinzu kam, dass er keine Honorare nahm und somit auch keine Löhne zahlen konnte. Die Hilfe musste also unentgeltlich geschehen. Deshalb waren es zunächst überwiegend Geheilte, die ihn aus Dankbarkeit unterstützten. Wie er selbst wollten auch sie kein Geld und halfen ehrenamtlich.

Flensburger Tageblatt 25.06.1949Doch die Verlockung, aus dem Geschehen um Bruno Gröning finanziellen Vorteil zu ziehen, war immens. Tausende Menschen drängten zu ihm, von denen fast jeder bereit gewesen wäre, für die Heilung zu zahlen. Zehntausende Bittbriefe kamen, nicht selten mit beiliegenden Geldspenden. Reiche und Superreiche reisten teilweise aus Übersee an und boten horrende Summen, um geheilt zu werden. Autoschlüssel wurden den Mitarbeitern in die Hand gedrückt, [41] ganze Häuser in Aussicht gestellt, [42] in Ausnahmefällen sogar Millionen geboten. [43]

Die zahllosen Geheilten durch Bruno Grönings Wirken waren natürlich voll des Lobes und der Dankbarkeit zu Bruno Gröning. Massenweise wollten Kranke, die davon hörten, auch gesund werden und strebten danach, zu Bruno Gröning zu kommen. Dazwischen drängten sich die Geschäftemacher und potentiellen Manager, um gegen entsprechende Honorare behilflich zu erscheinen, Hilfesuchenden einen Weg zu Bruno Gröning zu ermöglichen. Ein späterer Manager Grönings, der Wangerooger Geschäftsmann Otto Meckelburg, soll hierzu einmal gesagt haben: „Anderthalb Millionen habe ich mal besessen, das Dreifache werde ich jetzt wiederbekommen.“ [44]

Doch in Bezug auf diese Pläne gab es ein Problem: Bruno Gröning selbst. Er weigerte sich entschieden, Geld für die Heilungen zu verlangen. Schlimmer noch, er wies Heilungssuchende sogar brüsk zurück, wenn sie ihm Geld boten, selbst wenn sie mit gezücktem Scheckheft vor ihm standen und bereit waren, jeden Betrag einzutragen, den er verlangte. [45]

Bruno Gröning machte jedem Helfer und Mitarbeiter seine Position klar. Für ihn war es ein geistiges Gesetz, dass man die Gesundheit nicht kaufen und somit auch nicht verkaufen könne. Er sah nicht sich selbst als den Heiler, sondern Gott als den größten Arzt, und jede Heilung empfand er als ein Geschenk Gottes. Dieses Geschenk konnte der Heilungssuchende nicht kaufen und er, Bruno Gröning, nicht verkaufen. [46]


Gröning-Nutznießer

So standen die Mitarbeiter Bruno Grönings in einem Dilemma: Auf der einen Seite das verlockende Geschäft, auf der anderen Seite seine strikte Weigerung, Heilungen zu verkaufen. Zwischen diesen beiden Polen gab es im Laufe der Jahre alle Facetten von Mitarbeitern. Es gab die, die sich seine Position zu eigen machten und ebenfalls uneigennützig halfen; es gab die, die ab und zu nicht widerstehen konnten und kassierten, und es gab die, die sich überhaupt nicht um Bruno Grönings Absichten und Ziele kümmerten, sondern ohne Skrupel ihre Pläne umsetzten und ihre Geschäfte abwickelten. Solche Mitarbeiter ließ er stets eine Weile gewähren, machte sie auf ihr Fehlverhalten aufmerksam und ersuchte sie, anders zu handeln. Meckelburgs DrohungWenn sie ihr Verhalten nicht umstellten, trennte er sich von ihnen. Einige dieser ehemaligen und dann entlarvten Mitarbeiter setzten nach der Trennung alles daran, sich an ihm zu rächen oder durch vermeintliche Enthüllungsgeschichten erneut zu kassieren.

Selbst eines seiner eigenen Geschwister konnte den Verlockungen des Geldes nicht widerstehen. Bruno Grönings älterer Bruder Karl befand sich in einer wirtschaftlichen Notlage, als der Journalist Graf Soltikow ihm 50.000 DM (im Jahre 2012 deutlich über 100.000 € wert) bot, wenn er unter der Schlagzeile „Bruder gegen Bruder“ gegen Bruno Gröning schreiben würde. Der Journalist riet ihm, „vor keiner Unwahrheit zurückzuschrecken, um der Presse möglichst sensationellen Stoff zu liefern“. Karl Gröning schrieb, lieferte und kassierte.

Später widerrief er in einer eidesstattlichen Erklärung:

„Ich bedaure es heute außerordentlich, dass dies geschehen konnte, wie ich es auch bedaure, dass durch meine früheren herabsetzenden unwahren Behauptungen meinem Bruder Bruno schwerer Schaden in Bezug auf seinen Ruf erwachsen ist. Ich nehme hiermit alle unwahren Anschuldigungen gegen meinen Bruder Bruno zurück.“

In der Öffentlichkeit wurde allerdings nur die negative Behauptung Karl Grönings wahrgenommen, die auch in entscheidende gerichtliche Sachverständigengutachten einfloss und Bruno Grönings Ruf gewaltig schädigte. Der Widerruf Karl Grönings ging unter.

Otto Meckelburg erkannte seine Chance. Er unterbreitete Bruno Gröning Ende 1949 einen Plan, wie die von Bruno Gröning erstrebten Heilstätten finanziert werden könnten, nämlich durch Spenden der Heilungssuchenden, die zu seinen Vorträgen in Hotels und Sälen in verschiedenen Städten kommen würden. Dazu gründete Meckelburg am 8. Januar in Wangerooge den „Verein zur Erforschung und Unterstützung Gröning'scher Heilmethoden e.V.“, mit dem die Spenden für die Heilstätten eingenommen werden sollten. Bruno Gröning war einverstanden. Er hielt von Januar bis Juni 1950 auf Wangerooge und in den Städten Oldenburg, Werlte und Mittenwald Vorträge in großen Hotels und Sälen, wofür Meckelburg von den Hilfesuchenden als Spenden deklarierte Eintrittsgelder einnahm. Später stellte sich heraus, dass Meckelburg die einkassierten Gelder nur für sich selbst verwendet hatte. Bruno Gröning war einem raffinierten Betrüger aufgesessen; er trennte sich deshalb am 10. Juni 1950 von ihm. [47]

Man fragt sich: Wieso hat Bruno Gröning sich auf solche Menschen eingelassen, obwohl er alles wusste? Bruno Gröning hat solche Menschen gebraucht, um den Weg zu Gott wieder frei zu machen. Er wollte und musste diese Art von skupellosen Blutsaugern aufdecken, musste sie bloßstellen, damit die Menschen ihr bösartiges Treiben erkennen können. Er musste diesen herzlosen Schurken ein für alle Mal die Maske vom Gesicht reißen. [48]

 

Weiterhin geschehen unzählige Heilungen

Bruno Gröning hält in den folgenden Jahren Vorträge in Veranstaltungsräumen. Dabei geschehen weiterhin unzählige Heilungen. Überall wo er auftaucht, strömen die Menschen zu ihm. Seine Gegner wollen aber auch dies unterbinden.

Die Machenschaften Meckelburgs führen zu Ermittlungen und zur Anklage auch gegen Bruno Gröning. Er wird beschuldigt, gegen das Heilpraktikergesetz verstoßen zu haben (d. h. Kranke zu behandeln, ohne mindestens Heilpraktiker zu sein), wird aber 1952 in der 1. und auch 2. Prozessinstanz freigesprochen.

1950 Meckelburg-Affäre, Enderlin, große Säle

Die Machenschaften Otto Meckelburgs hatten Folgen: Bereits im März 1950 wurden polizeiliche Ermittlungen gegen Otto Meckelburg, Bruno Gröning und vier weitere Personen aus dem Meckelburg-Stab eingeleitet. Wieder andere SchlagzeilenU. a. wurde Meckelburg der Untreue, Unterschlagung und Kuppelei beschuldigt. Meckelburg saß vom 20. bis 30. Juni 1950 in Untersuchungshaft. Die Zeitungen waren voll von Berichten über die polizeilichen Ermittlungen und schädigten Bruno Grönings Ruf sehr, da er z. B. mit der Presseüberschrift „Grönings Sekretär verhaftet“ in Zusammenhang mit Meckelburgs Machenschaften gebracht wurde. [49]

Nach der Trennung von Meckelburg lernte Bruno Gröning den Heilpraktiker Enderlin kennen, der in München, Nikolaiplatz 6, seine Praxis hatte. Von Anfang August bis Ende Oktober 1950 hielt Bruno Gröning dort täglich Vorträge. Es kamen täglich 200 Hilfesuchende, die an Enderlin eine Untersuchungsgebühr zahlen mussten, Bruno Gröning erhielt davon keinen Pfennig.

Er trennte sich Ende Oktober 1950 von Enderlin wegen des Geldes und weil dieser sein Versprechen nicht eingehalten hatte, ihm ein amtliches Dokument auszustellen, dass er, Bruno Gröning, keine Heilpraktikertätigkeit ausübe. Auch händigte Enderlin ihm die wichtigsten Dokumente über erfolgte Heilungen, wie zugesagt, nicht aus. [50]

Nach der Trennung ging Bruno Gröning nur mit einem Koffer voll Kleidung zu seinem Mitarbeiter Dr. Kurt Trampler, der in Gräfelfing (9 km westlich von München) wohnte. Dort hielt er im Fremdenheim Weikersheim zweimal wöchentlich Vorträge.

Es traten Hunderte von Heilungen ein, u. a. wurde Grete Häusler bei einem Vortrag Grönings bei Enderlin von drei "unheilbaren" Krankheiten geheilt (chronischer Stirnhöhlenkatarrh, irreparabler Leberschaden, chronische Unterzuckerung). Die Berufstänzerin Erika Bonnet, Frankfurt/Main, die 1948 an Gelenkrheumatismus erkrankte, am ganzen Körper steif und arbeitsunfähig war, ging aus einem Vortrag von Bruno Gröning in Enderlins Praxis im Jahre 1950 schmerzfrei und geheilt heraus. Der 12-jährige Sohn von Frau M. M., der seit dem 9. Lebensjahr Typhus und in der Folge schwere Herzanfälle hatte, war nach einem Besuch bei Bruno Gröning in Gräfelfing 1950 geheilt. Frau W. R., die seit 1943 auf dem rechten Auge vollkommen blind war und bei der die Erblindung des linken Auges drohte, saß 1950 in Schwärzenbach auf einem Stuhl, auf dem Bruno Gröning gesessen hatte, und war danach vollkommen geheilt. [51]

1951-1952   Anklage und Freispruch

Die in Herford begonnenen unrechtmäßigen Beschuldigungen, Bruno Gröning habe gegen das Heilpraktikergesetz (HPG) verstoßen, setzten sich bis an sein Lebensende fort. Zeigten sich die bayerischen Behörden 1949 zunächst wohlwollend und definierten sein Tun als „freie Liebestätigkeit“ (für die keine Zulassung als Heilpraktiker benötigt wird), so schwenkten sie aufgrund des Drucks von Ärztevertretern im Laufe des Jahres 1950 um. Im September 1950 erhielt Gröning auch in Bayern Heilverbot.

In der Folge kam es 1951/52 aufgrund der Strafanzeige des Gesundheitsamtes München zum Prozess mit dem unrechtmäßigen Vorwurf, Bruno Gröning habe in den Jahren 1949-1950 in Hotels und Sälen Massenheilungen und andere Heilungen durchgeführt. Er hatte dort Vorträge gehalten. Er wurde in erster und zweiter Instanz freigesprochen, allerdings mit dem Argument des Schuld ausschließenden Irrtums. [52] Gröning wurde ausdrücklich aufgefordert, sich künftig ohne staatliche Genehmigung jeglicher Heiltätigkeit zu enthalten. Für ihn kam das Urteil trotz des Freispruchs einem erneuten Heilverbot gleich.

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Erläuterungen und Quellen

Abkürzungen: a.a.O. (am angegebenen Ort) = die oben schon angeführte Fundstelle; ebd. (ebenda) = selbe Fundstelle wie direkt zuvor

[23] a) Gröning, Bruno: Lebenslauf vom 18.06.1949; Lebenslauf vom 27.12.1949 (auszugsweise abgedruckt in Eich, Thomas: Mein Leben heißt helfen. Mönchengladbach: Grete Häusler Verlag, 2015, S.67 ff.);
b) Bentzinger, Hans: …ich heile weiter, sagt Gröning. Rosenheim: Zeitungs-Blitz, 1949, S.20-29. Mehr davon im Kapitel „Massenhafte Heilungen";
c) Neue Zeitung, 09.09.1949;
d) Klerus-Blatt, vormals katholische Kirchenzeitung, Salzburg, 15.10.1949 S.1;
und viele andere

[24] Trampler, Dr. rer. pol. Kurt, Die große  Umkehr, Seebruck: Heering-Verlag, 1950, S. 92. Mehr davon im Kapitel „Massenhafte Heilungen"

[25] Zweite Sonderausgabe über Grönings Erfolge, „Zeitungsblitz“ Hans Bentzinger, Rosenheim, 2. Septemberwoche 1949.Hausmann, Der große Prozess 

[26] Hausmann, Dr. jur. Wolfgang: Der große Prozess gegen Bruno Gröning 1955-1959, 1. Auflage 2009, Thalmassing: Kreis für geistige Lebenshilfe e. V., S. 20. – Diverse Zeitungen vom 30.06.49 berichten darüber.

[27] Die Abendzeitung (München), 06. und 07.09.1949 und Münchner Merkur, 07.09.1949, S. 1 u. 2

[28] Zeitungsumfrage in München, Münchner Merkur, 07.09.1949, S. 6 oben

[29] Münchner Allgemeine, 04. 09. 1949, S. 3

[30] BayHStA, MInn vorl. Nr. 111 597/01, Blatt 15 sowie Blatt 34

[31] Siehe auch: „Die Abendzeitung“, München, 16.09.49: „Kampf gegen Gröning beginnt“

[32] Flugblatt von W. Schoknecht mit Leitartikel des Präsidenten der Bayerischen Landes-Ärztekammer, verteilt am 16.09.1949

[33] Hausmann, Dr. jur. Wolfgang: Histor. Jahrbuch Herford 2012Entgegnung zu Florian Mildenberger, „Heilstrom, Wunderheilung, Hysterie? – Das Phänomen Bruno Gröning in Herford 1949 und Deutschland (bis 1959)“, Historisches Jahrbuch für den Kreis Herford, Band 19, Herford 2012, S.254-268, hier S.258, mit weiteren Nachweisen dort in Fn 10

[34] z. B. a) Kaul, Dr. phil.: Das Wunder von Herford, Laudenbach/Bergstraße: Lauda-Verlag, 1949,  S. 11 (Heilung eines jungen Mannes von Tbc und Knochentuberkulose im Beisein des Arztes);
b) Revue, 14.08.1949, S.11 (Heilung des Herrn Strobel von Bechterew während der Heidelberger Untersuchungen durch Prof. Fischer);
c) Trampler, Dr. Kurt: Die Große Umkehr, Seebruck: Heering-Verlag, 1950, S.71-75 (Heilung der Frau Elisabeth L. aus Köln von Bechterew);
d) Schmidt, E. A.: Die Wunderheilungen des Bruno Gröning, Berlin 1949, Nachdruck 2007 Wegberg: Grete-Häusler-Verlag, S.81-82 (Heilung des Dr. Hans Berentzen von Bechterew);
e) Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning – Auf den Spuren des Wunderheilers“, 2003, Mönchengladbach: Grete Häusler GmbH - Verlag; Teil 2 (Heilung des Adolph Groth von Magenkrebs);
f) Bergfeldt, Dr. Jens: Herfords Wunderdoktor - Der Fall Gröning, Wiedensahl und Minden: Heinz-Schilling-Verlag 1949, Seite 9-10 (Spontanheilung von Gebärmutterkrebs im Beisein des Vaters);
g) Häusler, Grete: Hier ist die Wahrheit an und um Bruno Gröning,  Mönchengladbach: Grete Häusler GmbH - Verlag, 2. Aufl. 1986, S. 236 (Heilung der Frau Antonia Gimmler von Brustkrebs);
h) Eich, Thomas: Die Wahrheit hat allein Bestand, Mönchengladbach: Grete Häusler GmbH - Verlag, 2007, Seite 88-89 und Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning", a.a.O., Teil 1  (1949 Heilung des U-Boot-Soldaten Ernst Kläs von Versteifung des linken Ellbogengelenks nach Durchschuss im 2. Weltkrieg)

[35] Bruch des Fußwurzelknochens und des Wadenbeins rechts und Arthrosis deformans; die Brüche waren unter erheblicher Deformierung verheilt: Trampler (a.a.O.), S.12-14

[36] „2. Sonderausgabe über Grönings Erfolge" des „Zeitungs-Blitz“, Hans Bentzinger, Rosenheim, 2. Septemberwoche 1949

[37] Zeitzeuge E. Kuhlmann und mitstenografierter Text, im Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“, (a.a.O.), Teil 2

[38] Christ und Welt, 15.09.1949, S.1; Münchner Kirchenzeitung, 30.10.1949, S.462, 471; Klerus-Blatt (Salzburg), 15.10.1949, S.161-163

[39] Allgemeine Wochenzeitung der Juden in Deutschland, Jüdisches Gemeindeblatt, 16.09.1949, S.8

[40] Satakunnan Kansa, 22.10.1949

[41] Zeitzeuge E. Kuhlmann im Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“ (a.a.O.), Teil 2

[42] Flensburger Tageblatt, Teil Schleswig, 25.06.1949

[43] Über das Angebot einer US-amerikanischen Weltagentur und einer führenden dtsch. Filmgesellschaft, Bruno Gröning in den USA, z. B. im Madison Square Garden in New York mit 20.000 Plätzen, zu Eintrittspreisen von 5 - 30 Dollar begüterte Patienten heilen zu lassen: Wochenpost v. 04.05.1950 mit der Überschrift "Gröning in neuem Licht! - Dollar lockten...Gröning ging nicht!". –
Das Milliardendollarangebot einer Französin, deren Mutter in Amerika durch Fernheilung durch Bruno Gröning geheilt wurde und die ihm ihre gesamten Besitztümer angeboten hat, hat er ausgeschlagen, da die Französin ihn ausschließlich für sich haben wollte, er aber das Geld für die Kranken hergeben wollte: Häusler, Grete, Bruno Gröning: Ich lebe, damit die Menschheit wird weiterleben können, Mönchengladbach: Grete Häusler GmbH - Verlag, 7. Aufl. 2005, S.82-83

[44] Zeitzeuge Erich Kuhlmann, 1949 Mitarbeiter Bruno Grönings, in: Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“ (a.a.O.), Teil 2

[45] a) Zeitzeugen im Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“, (a.a.O.), Teil 2 und 3
b) Trampler (a.a.O.), S.77
c) „Wer da glaubt, durch Bestechungen geldlicher oder anderer Art den Weg zu mir zu finden, ist es nicht würdig, die Heilung zu empfangen.“ Zitat Bruno Gröning in: Schmidt, E. A.: Die Wunderheilungen des Bruno Gröning, Berlin: Falken-Verlag Erich Sicker, 1949, S.30

[46] Bruno Gröning: "Mit Geld habe ich nichts zu tun, ich nehme es auch nicht an; denn sonst würde mir der Herrgott die Kraft nehmen." (Zeitzeugin Magda Zelter, in Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“, (a.a.O.), Teil 1)

[47] Hausmann, Der große Prozess (a.a.O.), S.98, 107

[48] a) Er wusste alles: siehe Kapitel „Fähigkeiten“ b) Bruno Gröning zu solchen Geschäftemachern: „Auch diese Menschen musste es geben, und zwar deshalb, um herauszustellen, wer der Mensch ist, dass der Mensch über Leichen geht und nicht danach fragt, ob dem Kranken geholfen wird oder nicht.“ (Vortrag am 31.08.1950, München), alles in: Eich, Thomas: Bruno Gröning: Ich will nur helfen und heilen. Mönchengladbach, Grete-Häusler-GmbH-Verlag, 2006, S.69-72

[49] z. B. Neue Zeitung, 13.02.1950; Fränkische Presse, Bayreuth, 21.03.1950; Sonderinformation der Regensburger Woche, 07.- 13.04.1950; Hochland-Merkur, Garmisch-Partenkirchner Tageblatt, 14.06. und 19.06.1950; Die Abendzeitung,  München, 23.06.1950; Münchner Merkur 25.06.1950

[50] Hausmann: Der große Prozess (a.a.O.), S. 117- 118; mit weiteren Nachweisen

[51] Zu G. Häusler: Zeitschrift „Bruno Gröning“ 1999/ Sommer S. 17, Herbst S. 17, Winter S. 17; 2007/ Herbst S. 3; Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“, a.a.O., Teil 2
Zu E. Bonnet: Häusler: Wahrheit (a.a.O.), S. 22-24; Zeitschrift „Bruno Gröning“ 2005/ Winter, S.19

[52] Hausmann: Der große Prozess (a.a.O.), S. 24 und Hausmann: Entgegnung (a.a.O.), S.259-260  mit weiteren Nachweisen