Wissenschaftler kommen zu Wort
Ich kenne viele Ärzte, die 100% zur Sache stehen. Doch viele Ärzte sagen: 'Wir haben unseren guten Ruf, wir haben studiert, macht was ihr wollt, er muss verschwinden.
Ich kenne viele Ärzte, die 100% zur Sache stehen. Doch viele Ärzte sagen: 'Wir haben unseren guten Ruf, wir haben studiert, macht was ihr wollt, er muss verschwinden. Bruno Gröning
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Seine Mission

Seit seiner Kindheit ist sich Bruno Gröning seiner Mission bewusst, Menschen zu helfen. Er lässt sich nicht beirren, diese zu erfüllen, auch wenn das Gericht ihm nun weiteres Heilen ausdrücklich verbietet.

Bruno Gröning weiß, dass seine „Glaubensvorträge“ kein Behandeln im medizinischen Sinne sind. Deshalb vertritt er den Standpunkt, durch seine Glaubensvorträge nur das verfassungsmäßig garantierte Grundrecht auf Meinungs- und Religionsfreiheit wahrzunehmen und nicht gegen das Heilpraktikergesetz zu verstoßen. Nach damaliger und heutiger Rechtslage darf er wie jeder Bürger das Recht des freien Wortes nutzen, auch wenn die dabei auftretenden, geistigen Kräfte Heilungen bewirken.

Er hält in den 1950er Jahren weiterhin Vorträge, bei denen immer wieder Heilungen auftreten, und widersteht allen Verlockungen, die als materielle Angebote auf ihn zukommen.

Aus aller Welt kommen Hilferufe. Er gründet 1953 den „Gröning-Bund“ mit zahlreichen Gemeinschaften, in denen seine Freunde zusammenkommen und sich mit seiner Glaubenslehre befassen. Jeder Mensch soll so die Gelegenheit bekommen, den Weg zu seiner Gesundheit an Körper und Seele zu finden, und die Heilungen geschehen weiter. Gemeinschaften entstehen auch in Österreich. Unermüdlich sucht er nach Wegen, seine Mission zu erfüllen und insbesondere den Kranken zu helfen.

1951 – 1955      Vorträge, Gröning-Bund

Das Anliegen Bruno Grönings war ein grundsätzliches: Er wollte den Menschen vermitteln, wie sie fähig werden, gesund und glücklich zu leben, geschützt vor seelischen und körperlichen Leiden, was für ihn bedeutete, von der Hand Gottes geführt zu werden. Um dies zu erreichen, ohne aufgrund des Heilpraktikergesetzes (HPG) belangt werden zu können, hielt er nun seine Glaubensvorträge in geschlossenen Versammlungen. So 1951 mehrfach im Fremdenheim „Weikersheim“, und es traten dort wiederum Hunderte von Heilungen ein. Anny Ebner v. Eschenbach berichtete über die Erlebnisse im Fremdenheim „Weikersheim“:
„Hier fanden öfter Vorträge von Bruno Gröning statt, und zwar für die weiter auswärts Wohnenden, welche mit Omnibussen kamen, um 14:00 Uhr und der zweite Vortrag um 20:00 Uhr. Die Teilnehmer mussten sich oft Wochen vorher anmelden und dann einen Eintrittsausweis vorlegen. In einem Doppelzimmer wurde die Schiebetüre geöffnet und für ungefähr 100 Personen Stühle aufgestellt. Aus Platzmangel wurde dann noch für die Schweizer, die mit einem Omnibus ankamen, im Parterre ein Raum zur Verfügung gestellt, da sie auch meist noch übernachten mussten.“ [53]

Im Frühjahr 1952 hielt Bruno Gröning viele Vorträge im Fremdenheim „Weikersheim“, im Verlauf des Jahres 1952 bei der Heilpraktikerin Scheuerecker in Grafing (30 km östlich von München) und bei anderen Personen sowie z. B. in Kärnten. [54]

Die Zusammenarbeit Bruno Grönings mit Enderlin dauerte bis April 1953. Bruno Gröning hielt auch in vielen anderen Städten in geschlossenen Versammlungsräumen Vorträge, so in Rosenheim, Hameln und in München u. a. in der Gaststätte „Aindorfer Hof“. [55]

Im Jahre 1953 hielt Bruno Gröning zahlreiche Vorträge, u. a. in Murnau, Hameln und Ostenfeld. Es geschahen wieder Hunderte von großartigen Heilungen.

Im „Vegetarischen Universum“ schrieb der Journalist Gregor Harloff einen Artikel, beginnend mit dem Titel „Kehrt Bruno Gröning zurück? - Kommt Gröning wieder? Was macht Gröning heute?“ Auf der Suche nach Bruno Gröning befragte er Menschen in Herford, die ein sehr positives Zeugnis über Bruno Grönings Wirken in Herford 1949 ausstellten, darunter auch einen Gemüsehändler aus Herford, dessen Heilung von einer Magenkrankheit angehalten hatte. [56]

Das Schöffengericht München-Land lehnte am 17. März 1953 die Eröffnung der Hauptverhandlung über eine Anklage gegen Bruno Gröning ab, die ihm vorwarf, durch seine insgesamt drei Vorträge in den Räumen der Heilpraktikerin Scheuerecker in Grafing 1951 und 1952 vor 15-30 Personen gegen das HPG verstoßen zu haben. Er erhielt für die drei Vorträge insgesamt 200 DM zur Erstattung seiner Auslagen. Das Schöffengericht urteilte, Bruno Gröning habe nicht berufs- und gewerbsmäßig gehandelt. [57]

In der Folgezeit suchte Bruno Gröning weiter nach Wegen, um in geordneten Bahnen und ohne Konflikte mit dem HPG wirken zu können. Er suchte die Zusammenarbeit mit Heilpraktikern, stellte sich einem biologisch-dynamischen Labor zur Verfügung und bemühte sich selbst um die Zulassung als Heilpraktiker.

Vom Landesverband Deutsche Heilpraktikerschaft Württemberg-Baden e. V. wurde er geprüft, und ihm wurde bescheinigt, dass er über ausreichende Kenntnisse zur Erlangung der amtlichen Zulassung als Heilpraktiker verfüge. Trotzdem lehnte das Ordnungsamt Stuttgart seinen Antrag auf Zulassung als Heilpraktiker ab.

Schließlich entschloss sich Gröning, einen Verein zu etablieren – den am 22.11.1953 in Murnau/Seehausen gegründeten „Gröning-Bund“ [58] – und in dessen Rahmen lediglich als Redner aufzutreten und in den zugehörigen Ortsgemeinschaften Glaubensvorträge zu halten. Diese Tätigkeit sah er zu Recht als durch die im Grundgesetz verankerten Grundrechte der freien Entfaltung der Persönlichkeit, der Glaubensfreiheit, der Meinungsfreiheit, der Freiheit der Lehre und der Versammlungsfreiheit gedeckt. Er hoffte, auf diese Art und Weise einer erneuten Konfrontation mit dem HPG aus dem Wege gehen zu können

Das Jahr 1954 war geprägt vom Aufbau des Gröning-Bundes und von vielen Vorträgen, die Bruno Gröning hielt,  u. a. in Aschhausen bei Graf von Zeppelin, in Rosenheim, Grafrath, Klagenfurt, Graz, Villach, Starnberg, Heidelberg, Westerndorf und in St. Peter.

Weiterhin Für und Wider

Am 5. Oktober besuchte Bruno Gröning zusammen mit Grete Häusler Fritz Schiller,Häusler, Ehepaar Schiller, Gröning den Herausgeber der Zeitschrift „Mensch und Schicksal“, um zu erreichen, dass er in seiner Zeitschrift einen Artikel über sein Tun veröffentlichen würde, der den Tatsachen entsprach. Fritz Schiller war von dem Gespräch beeindruckt, und in der Zeitschrift erschienen ab 15. Oktober in fünf 14-tägigen Folgen bis zum 15. Dezember lange entsprechende Artikel des Journalisten Reinhold Fellner. Er berichtete u. a. von dem Bruder der Witwe eines hohen Offiziers, der durch Bruno Grönings Besuche von schweren Gelenkentzündungen geheilt worden sei. Er berichtete in der zweiten Folge u. a. über die Heilung einer Dame mit schwerer Rückenmarkserkrankung, die geheilt gewesen sei, als sie in einem Lehnsessel gesessen habe, in dem Bruno Gröning einige Stunden vorher gesessen habe. [59] — Wieder geschahen in diesem Jahr Hunderte von Heilungen.

Im Jahr 1955 hielt Bruno Gröning viele Vorträge, u. a. in Pirmasens, München und Graz. Am 4. Februar hatte der Gröning-Bund 1300 Mitglieder in 34 Gemeinschaften. [60]

Die Gegner ließen nicht locker, sie wollten erreichen, dass ihm sein Wirken endgültig und umfassend verboten wird. Auf Betreiben der Gesundheitsabteilung des Bayerischen Innenministeriums wurde Bruno Gröning 1955 abermals angeklagt, unter anderem erneut wegen Verstoßes gegen das HPG. Der Prozess ging über mehrere Instanzen, wurde aber 1959 ohne Urteilsspruch für beendet erklärt. Mehr...


Hochzeit und Ehrenprofessur

1955 heiratet Bruno Gröning Hochzeit 25.06.1955die Französin Josette, die ihn schon länger unterstützt und ihm hilft. Sie werden in der katholischen Pfarrkirche in Plochingen getraut.

Von einer Akademie in Triest erhält Bruno Gröning 1955 den Titel eines Ehrenprofessors.

Am 25. Juni 1955 fand die Hochzeit von Bruno Gröning und Josette Dufossé in der katholischen Pfarrkirche in Plochingen statt, ein großes Ereignis für sie selbst und alle Freunde.

Im August 1955 fuhr Bruno Gröning mit seiner Frau Josette – wie jedes Jahr seit 1953 – wieder nach Mimizan und Lourdes in Frankreich.Ehrenprofessur Auf der Reise besuchten sie auch Freunde an der französischen Mittelmeerküste.

Eine Akademie in Triest verlieh ihm im Oktober 1955 den Ehrenprofessor-Titel für Psychotherapie.

Wiederum geschahen 1955 Hunderte von Heilungen.


Unermüdliches Wirken

Auch in den folgenden Jahren ist Bruno Gröning ständig unterwegs und spricht zu den Menschen, hauptsächlich in Deutschland und Österreich. Er möchte erreichen, dass jeder lernt, aus sich selbst Hilfe und Heilung zu erlangen. „Das Neue Blatt“ berichtet in großer Artikelserie über sein Wirken.

1956 - 1957 Viele Vorträge und Heilungen

 Trotz der starken Inanspruchnahme Bruno Grönings durch den großen Prozess  im Jahre 1956 und daneben mit gerichtlichen Auseinandersetzungen mit E. A. Schmidt  hatte dies alles sein Wirken in keiner Weise beeinträchtigt. Im Jahr 1956 hielt er allein 63 Vorträge in 28 Städten in Süddeutschland, Westfalen, Norddeutschland und Österreich. Es schien, als ob der große Prozess Bruno Gröning nichts anhaben konnte und seine Kraft ungebrochen war. Es geschahen wiederum Hunderte von Heilungen. Bei einer Vernehmung erklärte Bruno Gröning unter anderem zum Sinn seiner Vorträge: 

„Die geistigen Kräfte soll der Mensch, auch der ‚aufgeklärte', wieder kennenlernen. Er soll wieder lernen, sie mit Nutzen für sich zu verwenden, für die Wiedererlangung und Erhaltung der göttlichen Ordnung. Bruno GröningDurch die fortschreitende Zivilisation verlernt ja der Mensch die Fähigkeit, sich natürlich zu verhalten und die in ihm innewohnenden Kräfte auszunützen und zu mobilisieren. Ich will bei meinen Vorträgen nichts anderes erreichen als das, dass meine Mitmenschen erkennen, dass es zu allererst an ihnen selbst liegt, in ihr Inneres Ordnung zu bringen. Fast alle Menschen müssen einsehen lernen, dass sie den göttlichen Kräften gegenüber blind geworden sind. Daher mache ich alle meine Zuhörer auf die in uns wohnenden natürlichen Kräfte aufmerksam.

Bei in Freiheit lebenden Tieren, bei wildwachsenden Pflanzen und auch bei Naturvölkern ist die Naturverbundenheit noch vorhanden. Die Naturvölker z. B. kennen die bei uns vorkommenden Krankheiten größtenteils gar nicht, weil sie in der Lage sind, ihre natürlichen Fähigkeiten zu ihrem Wohl, ihrem Instinkt nach zu nützen.

Wenn oft davon die Rede ist, dass ich ‚Wunderheilungen' vollbracht haben soll, so muss ich hierzu erklären, dass die Menschen für solche Vorgänge heute keinen anderen Ausdruck mehr haben als das Wort Wunder, während es doch in Wirklichkeit die natürlichste Sache der Welt ist, wenn ein Mensch zum Natürlichen zurückfindet.“ [61]


Das Jahr 1957 war das Jahr des großen Kampfes Bruno Grönings für seine Lehre und für die Menschheit. Der Prozess beanspruchte seine Kraft. Er hielt trotzdem die beeindruckende Zahl von 43 Vorträgen in Deutschland und Österreich, es traten Hunderte von Heilungen ein. Freunde sprachen von unvergesslichen Tagen.

Die Wochenillustrierte „Das Neue Blatt“ berichtete in einer 12-teiligen Artikelserie wahrheitsgetreu und positiv über sein Wirken: „DAS NEUE BLATT“ schlägt damit ein erregendes Kapitel unserer unmittelbaren Gegenwart auf. Denn das sind Tatsachen: Seit mehr als 10 Jahren erzielte Bruno Gröning nachweisbar Heilungen. Ihre Zahl lässt sich nur schätzen. Sie geht in die Tausende …“


Erläuterungen und Quellen

Abkürzungen: a.a.O. (am angegebenen Ort) = die oben schon angeführte Fundstelle; ebd. (ebenda) = selbe Fundstelle wie direkt zuvor

[53] Dazu auch a) Bruno Gröning in  der polizeilichen Vernehmung in Stuttgart v. 11.06.1956, Protokoll S. 5 (AZ. 7 Js 796/55), abgedruckt in: Häusler, Grete: Hier ist die Wahrheit an und um Bruno Gröning, Mönchengladbach: Grete Häusler GmbH - Verlag, 2. Aufl. 1986, S. 102 ff;
b) Schreiben der Landpolizei von Bayern an das Bayerische Innenministerium, Gesundheitsabteilung, v. 21.11.1950 über den Besuch eines Vortrages im Fremdenheim Weikersheim am 17.11.1950, Bay HStA, MInn, vorl. Nr. 1597/ 02;
c) Ebner-Eschenbach in Eich, Thomas: Bruno Gröning: Ich will nur helfen und heilen, 2006, Mönchengladbach: Grete-Häusler-Verlag, 2006, S. 73

[54] Die Neue Zeit, 28.05.1952

[55] Oberbayerisches Volksblatt, 27.09.1952 u. a.

[56] Vegetarisches Universum, Juni bis Oktober 1953

[57] Beschluss des Schöffengerichts München-Land 17.03.1953, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Ministerium des Inneren,  vorl. Nr. M 1597/02

[58] Die Gründung des Gröning-Bundes war ein historisches Ereignis. Es sollten 100.000 Mitglieder gewonnen werden, und Schirmherr sollte Bundespräsident Heuss werden. Der Gröning-Bund sollte das entscheidende organisatorische Instrumentarium für Bruno Grönings Wirken für die Zukunft werden. Dass der Gröning-Bund nur von Nov. 1953-1957 existierte, war nicht Bruno Grönings Schuld, sondern im wesentlichen die von Dir. Weisser, der Bruno Gröning bei weitem nicht die erforderliche finanzielle Unterstützung für Prozesskosten, Autoreparatur usw. zukommen ließ.
Dem Vorstand des Gröning-Bundes gehörten u. a. an: Graf Zeppelin, Graf Matuschka, Anny Freiin Ebner von Eschenbach, Oberbaurat Hermann Riedinger, Direktor Konstantin Weisser, anfangs auch als Mitbegründer Rudolf Bachmann, von dem sich der Bund allerdings sehr bald trennte. Präsident auf Lebenszeit wurde Bruno Gröning. Schriftführer des Bundes wurde der Heidelberger Journalist und Lektor Egon Arthur Schmidt, der schon in Herford Bruno Gröning begleitete und den Verein „Ring der Freunde Bruno Grönings“ gegründet hatte. Dieser Verein fungierte jedoch nicht im Sinne Bruno Grönings und wurde schon nach kurzer Zeit aufgelöst. Auch der Gröning-Bund entwickelte sich nicht im Sinne Bruno Grönings. Gröning trennte sich schließlich 1957 von ihm.

[59] Mensch und Schicksal, Oktober bis Dezember 1954

[60] Schreiben des Vorstandsmitglieds K. Weisser an Gutachter Dr. Gemassmer 

 [61] Vernehmung beim Oberstaatsanwalt München 2 wegen möglichen Vergehens gegen das Heilpraktikergesetz, vom 11.06.1956 (Az. 7 Js 796/55).