Wissenschaftler kommen zu Wort
Wenn ich nicht mehr auf dieser Erde als Mensch sein werde, d. h., wenn ich meinen Körper abgelegt haben werde, dann ist die Menschheit so weit, dass jeder aus sich die Hilfe und Heilung erleben kann.
Wenn ich nicht mehr auf dieser Erde als Mensch sein werde, d. h., wenn ich meinen Körper abgelegt haben werde, dann ist die Menschheit so weit, dass jeder aus sich die Hilfe und Heilung erleben kann. Bruno Gröning
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Vermächtnis

Solange Bruno Gröning Vorträge halten kann, hilft er damit zahllosen Menschen, Gesundheit und Lebensglück zu erlangen. Einige Zeitschriften bringen Artikelserien über sein segensreiches Wirken. Im Jahr 1958 hält er letzte Vorträge, die auch auf Tonband aufgenommen werden. So stehen sie später den Menschen als sein Vermächtnis weiter zur Verfügung.

Da Bruno Gröning gegen Ende des Jahres 1958 abmagert und starke Schmerzen hat, bringt ihn seine Frau zu einem befreundeten Arzt in Paris. Dieser diagnostiziert Magenkrebs in fortgeschrittenem Stadium. Anfang Dezember 1958 wird Bruno Gröning operiert, doch zu spät, es ist nichts mehr zu retten. Die Ärzte bemerken bei der Operation ein völlig ungewöhnliches Aussehen seiner inneren Organe. Sie wirken wie verbrannt. mit Dr. Bellanger

Bruno Gröning erholt sich zum Erstaunen der Ärzte wieder sehr schnell und fährt nach Deutschland. Dort erlebt er das Weihnachtsfest und spricht für seine Freunde noch einen bedeutenden Vortrag auf Tonband, empfängt einige Helfer und bespricht Wichtiges mit ihnen. Dabei ahnen diese Freunde nicht, wie es um seine Gesundheit steht.

Anfang 1959 verschlimmert sich sein Zustand akut. Wieder wird er in Paris operiert, zu derselben Stunde am 22. Januar 1959 um 9 Uhr, als die Revisionsverhandlung des Prozesses in München beginnt.

Bruno Gröning stirbt am 26. Januar 1959 um 13.46 Uhr.

Die Ärzte in der Pariser Klinik bemerken:
Diese gottbegnadeten Menschen haben auf der Erde einen schweren Weg. Ihre Tragödie ist es, sich selbst nicht helfen zu dürfen, nachdem sie Tausenden geholfen haben. Bruno Gröning war ein Übermensch. Er war auf der Bahn Christi.“ [62]

1958-1959 Neuer Verein, Operation, Heimgang

Am 4. Mai 1958 wurde in Rosenheim der „Verein zur Förderung seelisch-geistiger und natürlicher Lebensgrundlagen e.V.“ gegründet. Die Obleute waren Erich Pelz für Deutschland und Alexander Loy für Österreich. [63] Der Gröning-Bund wurde im September aufgelöst.

Zusammen mit seiner Frau war Bruno Gröning wiederholt in Frankreich unterwegs. In Deutschland und Österreich besprach er sich mit Freunden, hielt Vorträge und machte davon Tonbandaufzeichnungen, in denen er den Freunden viele wertvolle Empfehlungen mit auf den Weg gab.

Im November 1958 fuhr Bruno Gröning mit seiner Frau nach Paris, um sich von dem befreundeten Arzt Dr. Pierre Grobon in dessen Klinik untersuchen zu lassen. Dabei wurde Magenkrebs im fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Der hinzugezogene Spezialist Dr. Henry Bellanger riet zur sofortigen Operation und von jeder Reise ab. Bruno Gröning sagte jedoch, er müsse fort und käme in 8 Tagen wieder. Er sprach zu Hause für alle Freunde seinen Weihnachtsvortrag auf Tonband.

Am 8. Dezember wurde Bruno Gröning, wieder in Paris, in Dr. Bellangers Klinik in der Rue Henner, unweit von Montmartre, operiert – mit dem Ergebnis, dass keine Hoffnung mehr bestehe. Er erholte sich erstaunlich schnell, erlebte das Weihnachtsfest in Deutschland und besprach sich Mitte Januar 1959 noch für drei Tage mit den Obleuten des neuen Vereins.

Erst am 21. Januar flog er wieder nach Paris. Am nächsten Tag erfolgte wegen akuter Beschwerden eine weitere Operation. Zur gleichen Zeit, um 9:00 Uhr, begann in München die Revisionsverhandlung im Prozess gegen ihn. Während Bruno Gröning in der Narkose lag, verdüsterte ein urplötzlich über Paris hereinbrechendes Gewitter mit Blitzen und Donnerschlägen den heiteren Tag. Die Krankenschwester musste Licht anzünden und war erstaunt über ein so ungewöhnlich heftiges Gewitter, das man zu dieser Jahreszeit nicht kannte.

Dr. Bellanger, der die Operation ausführte, sagte zu seiner Frau: „Die Zerstörung in seinem Körper ist furchtbar. Es ist eine innere totale Verbrennung. Wie er so lange und ohne die entsetzlichen Schmerzen zu erleiden, leben konnte, ist mir ein Rätsel. Das Ende ist aber nahe.“ [62] Bereits Jahre vorher hatte Bruno Gröning gesagt: „Wenn man mir das Wirken verbieten wird, verbrenne ich innerlich.“ [64]

Er hatte auch sein Todesjahr vorausgesehen. [65]

Das immer wieder ihn verfolgende Heilverbot, der nicht enden wollende Prozess, die andauernde Boshaftigkeit einiger ehemaliger Mitarbeiter und die Engstirnigkeit der eigenen Freunde – all das hat dazu beigetragen, dass der Mann, der unzählige Menschen von ihren Schmerzen und Leiden erlöst, der Abertausenden Hilfesuchenden das Heil gebracht hatte, so bitter in Paris sterben musste. Dr. Grobon schrieb: „Trotz seiner schrecklichen Krankheit hat er nicht gelitten!! Eben dies müssen seine Freunde wissen, und hierin liegt ein großer tröstlicher Umstand.“ [62]

In den auf die Operation folgenden Tagen waren seine Temperatur, sein Blutdruck und sein Puls völlig normal. Er stand sogar noch zweimal auf und setzte sich in einen Sessel. Erst in der Nacht vom Sonntag auf Montag wurden Vorzeichen sichtbar, und er starb friedvoll am Montag, dem 26. Januar 1959 um 13.46 Uhr.

Laut offizieller Angabe Dr. Bellangers starb er „eines natürlichen Todes, und zwar infolge einer generalisierten Peritoneal-Karzinose (Krebsbefall des Bauchfells).“

In einem Krematorium in Paris erfolgte die Einäscherung, und die Urne wurde Anfang Februar 1959 im engsten Familienkreis auf dem Waldfriedhof von Dillenburg beigesetzt.
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Bruno Gröning selbst hatte in Bezug auf sein Sterben einmal gesagt:
Die glücklichste Stunde meines Lebens wird sein, wenn ich heimgehen darf,
heimgehen zu meinem Vater in die Herrlichkeit Gottes
.“
[66]

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Bruno Gröning sagte:
„Alle Menschen müssen sterben, ich auch. Den Körper wird man in die Erde legen, aber ich werde nicht tot sein. Wer mich rufen wird, für den werde ich da sein, und ich helfe weiter. Dann wird jeder aus sich die Hilfe und Heilung erleben.“ [67]


Erläuterungen und Quellen

Abkürzungen: a.a.O. (am angegebenen Ort) = die oben schon angeführte Fundstelle; ebd. (ebenda) = selbe Fundstelle wie direkt zuvor

[62] Aufsatz von Josette Gröning: „Die Wahrheit über Bruno Grönings Erkrankung und Tod“

[63] Auch der 1958 gegründete „Verein zur Förderung seelisch-geistiger und natürlicher Grundlagen“ sollte nicht das leisten, was Bruno Gröning sich von ihm erhofft hatte.

[64] Mehrere Zeitzeugen berichteten dieses, z. B. Christa und Werner Hasse in: Kamp, Matthias, Bruno Gröning – Revolution in der Medizin, Mönchengladbach: Grete Häusler GmbH - Verlag

[65] Emrich, Louis, Der sechste Sinn. Baden Baden/ Regensburg: Neues Europa, 1963, S. 220

[66] Zeitzeugin Grete Häusler in: Kamp, Matthias, Bruno Gröning – Revolution in der Medizin, Mönchengladbach: Grete Häusler GmbH - Verlag, 2. Aufl. 1994, S. 457

[67] ebd. S. 455 sowie im Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“, 2003 (Mönchengladbach: Grete Häusler GmbH - Verlag), Teil 3