Wissenschaftler kommen zu Wort
Das Göttliche kann der Mensch nicht mit dem Verstand, sondern nur mit dem Gefühl aufnehmen.
Das Göttliche kann der Mensch nicht mit dem Verstand, sondern nur mit dem Gefühl aufnehmen. Bruno Gröning
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Die Biologie und mein Leben – Es fiel mir wie Schuppen von den Augen

Bericht von Frau G. S.   -   Dipl.-Biologin Univ. (2012)

Mein Einstieg in die Biologie

Nach der Geburt meiner zweiten Tochter holte ich im Fernstudium die Allgemeine Hochschulreife nach und studierte anschließend Biologie an der Universität.

Das Bild der wissenschaftlichen Biologie

Schon als Kind war ich brennend daran interessiert, warum und wie die Natur funktioniert, und war überglücklich, dieses Studium etwas verspätet noch absolvieren zu dürfen – es war mein Lebenstraum. Nun bekam ich endlich Antworten auf die Fragen, die mich schon lange bewegten.

Mich begeisterte die exakte Wissenschaftlichkeit des Biologiestudiums, die sich vor allem auf die verschiedenen Bereiche der Chemie, die traditionelle Physik und die Darwinsche Lehre bezieht. Besonders der Biochemie, aber auch der Mikrobiologie, galt mein Hauptinteresse. Mich faszinierte die Flut der chemischen und physikalischen Formeln, die beschreiben, wie das Leben funktioniert.

Staunend nahm ich wahr, welche unfassbare Genauigkeit hinter diesem Funktionieren steckt und wie bescheiden dagegen selbst die genialsten Erfindungen der Menschen sind. Ich empfand eine tiefe Ehrfurcht, dies alles verstehen und lernen zu dürfen.

Führungen zur Erkenntnis einer geistigen Realität

Nach einigen Semestern meines Biologiestudiums erkrankte ich plötzlich schwer. Eine unheilbare Blutkrankheit – ein Non-Hodgkin-Lymphom – wurde diagnostiziert. Innerhalb der folgenden zwei Jahre vergrößerte sich meine Milz mehr und mehr und wurde operiert, als sie ein Gewicht von ca. 8 kg erreicht hatte. Es war nach Aussage meines Arztes die größte Milz, die bis zu diesem Zeitpunkt in unserem hiesigen Klinikum entfernt wurde. Als weitere medizinische Vorgehensweise wurde eine Interferon-Therapie vorgeschlagen. Da ich mich jedoch während der Krankheit schon mit Naturheilkunde befasst hatte, entschied ich mich für eine homöopathische Behandlung.

Nach jeder der folgenden, regelmäßigen Kontrolluntersuchungen rief ich meinen Mann an, um ihm das Untersuchungsergebnis mitzuteilen. Ich hatte das Gefühl, ihm irgendwann sagen zu können, dass ich nun wieder gesund bin.

Ca. 8 Monate später war mein Blutbild – zum großen Erstaunen meiner Ärzte – wieder normal. Das war vor mehr als 20 Jahren und hat sich bis heute nicht geändert.

Wie konnte das sein? Rein wissenschaftlich war diese Heilung nicht erklärbar, handelte es sich doch um eine unheilbare Krankheit.

In den folgenden Jahren hatte ich noch mehrere lebensbedrohliche Erlebnisse, die stets gut ausgingen. Immer wenn ich in Gefahr war, spürte ich einen ganz besonderen Schutz.

Ich überlebte einen schweren Autounfall auf der Autobahn. Ein Reifen platzte, als ich mit etwa 140 km/h einen LKW überholte. Mir entglitt die Kontrolle über das Fahrzeug, das sich dann mehrfach überschlug. Als es durch den wiederholten Aufprall im Innern des Autos immer enger wurde, wich meiner Todesangst, verbunden mit dem Gedanken, meine Kinder würden nun ohne Mutter aufwachsen müssen, eine tiefe innere Ruhe mit dem Gefühl: Alles wird gut! Als das Auto auf dem Dach liegen blieb, befand ich mich wie in einer engen Höhle, die genau für mich angepasst war. Sie hätte nicht enger sein dürfen. Völlig unverletzt wurde ich aus dem Blechpaket herausgeholt. Ich fühlte mich vollkommen ruhig, es zeigte sich auch keinerlei Schockwirkung.

Erstaunlicherweise lag das Auto nach dem Unfall auf dem rechten Grünstreifen. Es ist also trotz des starken Verkehrs, ohne mit anderen Fahrzeugen zu kollidieren, auf die sichere rechte Seite geschleudert worden.

Im Rettungswagen erzählte ich dem Notarzt meine Gefühle während des Unfalls, vor allem, dass ich eine starke Kraft der Sicherheit spürte und fest glaube, dass mich eine höhere Macht vor Schaden bewahrt hat – wahrscheinlich meine Schutzengel, … oder Gott selbst? Der Notarzt meinte spontan: „Ja, das glaube ich auch.“

Die gleiche starke Kraft spürte ich, als kurze Zeit später mein Mann und ich ebenfalls auf der Autobahn aus heiterem Himmel plötzlich in eine Nebelwand fuhren und wir einen schweren Auffahrunfall, an dem mehrere Autos beteiligt waren, vor uns hatten. Menschen und Fahrzeuge standen in Gruppen auf der gesamten Fahrbahn. Mein Mann bremste sofort, aber das Auto noch rechtzeitig zum Stehen zu bringen, war aussichtslos. In Bruchteilen von Sekunden spürte ich wieder, wir würden sicher aus dieser Situation herauskommen. Mein Mann konnte unser Auto millimetergenau an den Menschen und Fahrzeugen vorbeilenken – es war wie ein Wunder.

Obwohl mir in meiner Kindheit viele Ängste, viel Unsicherheit und Misstrauen vermittelt wurden, lebte und lebe ich mit einer tiefen inneren Sicherheit und einem grenzenlosen Vertrauen in den Lauf des Lebens.

Mein Weg zum Bruno-Gröning-Freundeskreis

Im Sommer 2005 erzählte mir Wolfgang, mein früherer Studienfreund und jetziger Kollege, von einem Film über das Leben Bruno Grönings, der ihn sehr beeindruckt und tief berührt hatte. Er erzählte von dem Heilstrom, den Bruno Gröning auf Menschen und Tiere übertragen konnte und den man, wenn man sich darauf einstellt, auch heute noch empfangen und spüren kann. Deshalb würden auch heute noch Heilungen auf diesem Weg geschehen.

Mit großem Interesse schaute ich mir den Film an und spürte während der Vorführung immer wieder ein heftiges Kribbeln, besonders an Füßen und Händen. Der Film zeigte u. a., wie im September 1949 in der nahe dem Chiemsee gelegenen Stadt Rosenheim ca. 30 000 Menschen, darunter viele hilfesuchende Kranke, zusammenkamen, um Bruno Gröning zu sehen. Eine große Zahl von ihnen erlebte die Heilung von oft langjährigen Leiden, wie Lähmungen, Blindheit, aber auch von schweren psychischen Krankheiten. Als ich dies sah, spürte ich, dass es auch etwas mit meinem eigenen Leben zu tun hatte. Im September 1949, genau zur Zeit der großen Heilungen in Rosenheim, wurde ich vier Jahre alt und weilte mit meiner Großmutter nur ca. 5 km vom Ort des Geschehens entfernt.

Ich kann nicht sagen warum, aber ich bekam eine innere Gewissheit, dass ich diesen Heilstrom damals unbewusst aufgenommen habe. Als ich den Film sah, war mir das sofort klar. Obwohl mein Leben nicht einfach war, fand ich für mich stets den richtigen Weg. Ich durfte unzählige glückliche Fügungen erleben.

Bruno Gröning sagte:
- „Ich muss nicht anwesend sein, damit Sie die Heilwelle aufnehmen können. Am Körper liegt es nicht.“ 
und
„Der Geist beherrscht die Materie.“ 

Einen wissenschaftlichen Erklärungsansatz dafür, dass der Geist die Materie beeinflussen kann, legte der Nobelpreisträger (Medizin 1963) Prof. Sir John Eccles, der namhafteste Gehirnforscher des 20. Jahrhunderts dar [7].

John Eccles schreibt in seinem 1994 erschienenen Buch „Wie das Selbst sein Gehirn steuert“: „Die wichtigste Aussage des dualistischen Interaktionismus lautet, dass Geist und Gehirn eigenständige Entitäten sind – das Gehirn befindet sich in Welt 1“ (physikalische Objekte und Zustände) „und der Geist in Welt 2“ (Zustände des Bewusstseins) „- und dass sie über die Quantenphysik eine Wechselbeziehung aufnehmen. --- Es gibt eine Grenze, und über diese Grenze findet ein wechselseitiger Austausch statt, den man sich als einen Fluss von Informationen – nicht von Energie – vorstellen kann. Somit haben wir die unerwartete Doktrin, dass die Welt der Materie-Energie (Welt 1) nicht vollständig abgeschlossen ist – in der klassischen Physik ein grundlegendes Dogma -, sondern dass es in der ansonsten vollständig abgeschlossenen Welt 1 subtile Kommunikationen gibt.“

Der Verlag schreibt dazu: „Der große alte Mann der Hirnforschung und Nobelpreisträger John C. Eccles setzt den Weg, den er in seinem Buch ‚Die Evolution des Gehirns – die Erschaffung des Selbst’ eingeschlagen hat, konsequent fort und wagt sich weit hinaus auf ein Gebiet, das für die Neurowissenschaften bisher tabu war. Er unternimmt den Versuch, die Herrschaft des Geistes über die Materie, des Selbst über das Gehirn nachzuweisen. In einer Rückschau rechnet er endgültig mit der materialistischen Sichtweise der Neurowissenschaften ab und untersucht die Mechanismen einer möglichen Wechselwirkung zwischen Geist und Gehirn. Eccles weist nach, dass in dieser Wechselwirkung eindeutig der Geist dominiert – das Selbst kontrolliert sein Gehirn.“

Seit 2005 besuche ich regelmäßig die Gemeinschaftsstunden des Bruno-Gröning-Freundeskreises. Besonders intensiv spüre ich den Heilstrom, wenn sich mehrere Menschen gemeinsam darauf einstellen. Die Gemeinschaftsstunden sind daher für mich eine besondere Gelegenheit, die heilende Energie verstärkt aufzunehmen.

Mein Vertrauen in die göttliche Kraft wird immer wieder durch kleinere und größere Erlebnisse bestätigt, auch durch Beobachtung der Heilungen hier im Freundeskreis. Mittlerweile könnte ich fast ein Buch darüber schreiben. Dabei denke ich vor allem an den schweren Motorradunfall meiner Tochter vor zwei Jahren. Trotz Totalschaden des Motorrads blieb sie nahezu unverletzt.

Es gibt aber auch zahlreiche, weniger spektakuläre Ereignisse, oft nur Hinweise auf wichtige alltägliche Dinge, die ich sonst versäumt hätte. Mein Empfinden, dies wahr zu nehmen, wird immer sensibler.
Bruno Gröning sagte:
„Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft,“ 

Erkenntnisse jenseits der etablierten Wissenschaft

Schon als Kind empfand ich die unermessliche Vielfalt der Natur mit ihren zahllosen Pflanzen und Tieren, mit allem, was uns umgibt, als einziges Wunder, was mit menschlichem Vorstellungsvermögen nicht ergründbar sein kann. Das führte mich zu dem Schluss, dass über all dem eine weise Führung stehen muss. Immer wieder wurde mein Glaube, dass eine höhere Macht wirklich existiert und mir hilft, durch gute Lebenserfahrungen bestärkt.

Durch mein Biologiestudium und das dadurch gewonnene Wissen über die unglaublich komplexen Vorgänge des Lebens wurde dieser Glaube noch unterstützt.

Erst als ich im Jahr 2005, nachdem ich den Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning – Auf den Spuren des Wunderheilers“ gesehen hatte, mich näher mit dem Phänomen von Hilfen und Heilungen auf geistigem Weg beschäftigte, bemerkte ich gravierende Lücken in meinem universitären Wissen.

Deshalb begab ich mich auf die Suche

So begann ich mich näher mit neueren wissenschaftlichen Forschungen zu solchen Themen zu befassen. Diese führen oftmals noch ein Außenseiterdasein, weil sie von der etablierten Wissenschaft ignoriert oder sogar bekämpft werden. Mit Erstaunen entdeckte ich, wie viele Wissenschaftler es bereits gibt, die aufgrund ihrer Forschungen mit neuen Ansätzen sehr interessante Ergebnisse vorweisen können.

Die Technik bietet dafür heute geniale Möglichkeiten, immer tiefer in die Wunderwelt der Natur einzutauchen und zu erforschen, welche großartigen Werke das Leben hervorbringt. Daran besteht sicher kein Zweifel. Gerade die neueren, oft revolutionären Erkenntnisse, die uns dadurch eröffnet wurden, geben uns eine ganz andere Sicht für unsere Realität. Prof. E. A. Popp, der durch seine Forschungen die Existenz der Biophotonen in den Zellen nachgewiesen hat, beschreibt interessante Erkenntnisse zur wissenschaftlichen Erforschung des Lebens:

Prof. Fritz-Albert Popp (Physiker) schreibt in seinem Buch „Biophotonen – Neue Horizonte in der Medizin S. 17/18 [11]: „Ein weiteres Dogma der auf „Wissenschaftlichkeit“ pochenden Biologen besteht darin, zu fordern, dass Lebewesen reproduzierbare Reaktionen auf definierte Reize zu liefern hätten. … Der Ruf nach Reproduzierbarkeit enthält implizit die Aufforderung, vor allem jene Ereignisse ernst zu nehmen, die biologisch irrelevant sind. … Andererseits ist es ein fataler Irrtum, zu glauben, durch nicht reproduzierbare Reaktivität entzögen sich Lebewesen seriöser wissenschaftlicher Analyse.“

Zu diesem Thema zitiert Prof. Popp den Nobelpreisträger Werner Karl Heisenberg (Physik) [8]: „Daraus erkennt man, dass man niemals von vornherein die Grenzen wissen kann, die der Anwendbarkeit bestimmter Begriffe bei der Ausdehnung unseres Wissens gesetzt sind. … Daher sind wir in diesem Prozess des Eindringens gelegentlich gezwungen, unsere Begriffe in einer Weise zu verwenden, die logisch nicht gerechtfertigt werden kann und die gewissermaßen als sinnlos bezeichnet werden muss. Das Beharren auf der Forderung nach völliger logischer Klarheit würde wahrscheinlich die Wissenschaft unmöglich machen.“

Prof. Popp verweist im gleichen Buch S. 48 auf Erwin Schrödinger (1933 Nobelpreisträger in Physik) ... ein Biologe hätte die Biologie nur dann verstanden, wenn er folgende Frage über die Mitose (Teilung des Zellkernes) beantworten kann: „Weshalb entsteht bei dieser eigenartigen, bis heute unverstandenen exakten Verdopplung der Zelle in zwei identische Tochterzellen kein einziger Fehler? Bei etwa 10 Milliarden Molekülen, die sich hier mit höchster Präzision auf zwei gleiche Hälften verteilen, müssten – rein statistisch gesehen – zirka 100 000 Moleküle in die falsche Richtung marschieren … Woher wissen die Moleküle einer lebenden Zelle, wo und wann ihnen welche Aktivitäten zugedacht sind, wann sie sich aufteilen oder zusammenschließen müssen, in welche Richtung sie laufen sollen, wo sie sich anzusiedeln, welche molekularen Partner sie wann abzustoßen, zu verdichten oder unsichtbar zu machen haben, um dieses an Wunder grenzende einzigartige, fundamentale Überlebensprogramm aller Organismen zu gestalten?“

Prof. Popp:
„Schrödinger selbst gab keine Antwort auf die Frage, und bei allen Vorträgen, die ich über dieses Ereignis hielt, hatte keiner der Zuhörer auf Anfrage jemals eine Antwort parat… Ich schließe mich … der Auffassung Schrödingers an, dass die Antwort auf diese Frage der Dreh- und Angelpunkt zum Verständnis nicht nur der Biologie, sondern auch der Medizin und des Lebens überhaupt ist. Und ich glaube nicht, dass es sich um das Produkt zufälliger molekularer Anordnungen handelt.“ … „Es sind Biophotonen, die dieses Geschehen organisieren. Stehende elektromagnetische Wellen in der Zelle …“.

Weiter schreibt Prof. Popp auf S. 54: „… Kein technisches Messinstrument könnte in eine Zelle passen … Die Natur ist der Technik milliardenfach überlegen. Die Zelle selbst und ihre Bestandteile werden so zum perfekten Detektor, der gleichzeitig sendet und empfängt, dessen Sprache und dessen Handeln im Resonanz-Dialog mit allen aktiv anregbaren Strukturen weit über die Grenzen der eigenen Hüllen hinaus besteht.“

Prof. Popp schreibt weiter: „Lebewesen können wir nicht verstehen, wenn wir uns nur auf die Biochemie stützen. Zwar sind die am Gleichgewicht orientierten Kenntnisse hilfreich, ja sogar notwendig. Von der geschichtlichen Entwicklung der Wissenschaft her lässt sich auch begreifen, dass zunächst vorwiegend die Biochemie Grundlage der Biologie und Medizin wurde. Von der Sache her bleibt dies unvollständig.“

Aber trotz der hoch entwickelten Technologien ist es nicht möglich, alle Erscheinungen der Natur und des Lebens nach exakten wissenschaftlichen Gesichtspunkten zu beweisen und zu erklären.

Bruno Gröning brachte dies zum Ausdruck, indem er sagte:
„Unseren Körper, wer hat ihn erkannt? Wissenschaftler – seit Jahrhunderten forschen sie und haben den Körper noch nicht erkannt.“ 

Das Wort Biologie ist griechischen Ursprungs und bedeutet etwa „Lebens-Lehre“ (bios = Leben, logos = Denken, Vernunft, ...). Die konventionelle Biologie beschränkte sich in ihren Forschungen auf die materiellen Objekte, die vom „Leben“ geschaffen werden. Erst die neueren Forschungen betrachten mehr auch die energetischen und feinstofflichen Elemente der Lebewesen.

Es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Viele meiner scheinbar unerklärlichen Lebenserfahrungen wurden mir nun durch die neueren Forschungsergebnisse auch aus wissenschaftlicher Sichtweise plausibler. Besonders aus der stets wachsenden Zahl von Forschungsarbeiten zur Epigenetik (neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Erbanlagen). Einige Zitate des Zellbiologen Prof. Bruce Lipton sollen dies deutlich machen:

Bruce H. Lipton (*1944), Zellbiologe; arbeitete als vortragender Professor der medizinischen Fakultäten der Universitäten Wisconsin und Stanford (USA):
Sein Buch [9]:

„Intelligente Zellen – Wie Erfahrungen unsere Gene steuern“

Seite 13/14:
„Plötzlich erkannte ich, dass das Leben einer Zelle durch ihre physische und energetische Umgebung bestimmt wird, und nicht etwa durch ihre Gene. Gene sind nichts weiter als die molekulare „Blaupause“, der Entwurf, der dem Aufbau von Zellen, Gewebe und Organen zugrunde liegt. Die Umgebung ist sozusagen der „Bauleiter“, der diesen genetischen Entwurf liest, sich damit auseinandersetzt und letztendlich für die Art und Weise des Lebens dieser Zelle verantwortlich ist.

… meine Forschungsergebnisse boten unwiderlegbare Beweise dafür, dass der oberste Grundsatz der Biologen, der genetische Determinismus (alleinige Bestimmung der Lebensvorgänge durch die Gene), grundsätzlich nicht stimmig ist.“

Epigenetik

Seite 67:
Die Theorien des genetischen Determinismus haben zwar das bereits hundert Jahre alte Wissen um die enukleierten Zellen (d. h., der Zellkern bzw. die Gene wurden aus den Zellen entfernt) ignoriert, aber die neuesten Forschungsergebnisse können es nicht mehr leugnen. Während das Human-Genom-Projekt die Schlagzeilen füllte, hob eine Gruppe von Wissenschaftlern einen neuen, revolutionären Forschungsbereich der Biologie aus der Taufe, die Epigenetik. Die Wissenschaft der Epigenetik (das bedeutet: jenseits der Genetik) verändert unser Verständnis davon, wie das Leben gesteuert wird, von Grund auf. (Pray 2004; Silverman 2004). In den letzten zehn Jahren hat die Epigenetik festgestellt, dass die DNS in unseren Genen zum Zeitpunkt der Geburt noch nicht vollständig festgelegt ist. Gene bestimmen also nicht unser Schicksal! Umwelteinflüsse, darunter auch Ernährung, Stress und Gefühle, können unsere Gene verändern, ohne die grundlegende Zusammensetzung in Frage zu stellen. Zudem haben die Epigenetiker festgestellt, dass diese Modifizierungen ebenso an die Nachkommen weitergegeben werden können, wie es bei der DNS über die Doppelhelix der Fall ist (Reik und Walter 2001; Surani 2001).

Seite 70:
„Die Epigenetik hat deutlich gemacht, dass die Erbinformation über zwei Mechanismen weitergegeben wird. Diese beiden Mechanismen erlauben es den Wissenschaftlern, sowohl den Beitrag des Ererbten (d. h. den Einfluss der Gene) als auch den Beitrag des Erworbenen (d. h. der epigenetischen Mechanismen) zu untersuchen. Wenn man sich nur auf die Blaupausen konzentriert, wie es die Wissenschaftler jahrzehntelang getan haben, kann man den Einfluss der Umgebung nicht richtig einschätzen (Dennis 2003; Chakravarti und Little 2003)“

Seite 73:
„In meiner eigenen Laborarbeit sah ich immer wieder, welchen Einfluss eine Veränderung der Umgebung auf die Zellen hat. … Ich sah, wie die Endothelzellen (Zellen in den Herzräumen, den Wänden der Lymph- und Blutgefäße), die ich erforschte, ihre Struktur und Funktion je nach ihrer Umgebung änderten.“

Seite 75:
„Das wahre Geheimnis des Lebens liegt nicht in der berühmten Doppelhelix. Es liegt in den genial einfachen biologischen Mechanismen der magischen Membran – jenes Mechanismus, durch den Ihr Körper Umweltsignale in Verhalten umsetzt.“

Seite 89:
„… Die erste große Erkenntnis dabei ist, dass Computer und Zellen programmierbar sind. Die zweite Erkenntnis, die damit einhergeht, ist, dass der Programmierer außerhalb des Computers beziehungsweise der Zelle sitzt. Biologisches Verhalten und Gen-Aktivität stehen in dynamischer Beziehung zu den Informationen aus der Umgebung, die in die Zelle herunter geladen werden.“

Seite 133:
„Die Wahrnehmung steuert die Biologie, … Unsere Überzeugungen steuern unsere Biologie!“ siehe Seite 135: „Placebos: Die Wirkung von Überzeugungen.“

Seiten 183/184/185:
„…weil meine neue Sicht auf die Funktionen der Zellmembran, die mir in den frühen Morgenstunden zuteil geworden war, mich davon überzeugt hatte, dass wir unsterbliche, spirituelle Wesen sind, die unabhängig von den Körpern existieren.

… dass die ‚Protein-Schalter’, die das Leben steuern, im Wesentlichen durch Signale aus der Umgebung – dem Universum – an- und ausgeschaltet werden.

… Es ist durchaus stimmig, dass mich die Wissenschaft zu dieser Erkenntnis gebracht hat, denn die neuesten Entdeckungen der Physik und der Zellforschung schmieden neue Verbindungen zwischen der Welt des Geistes und der Welt der Wissenschaft. Zu Descartes’ Zeiten wurden diese Welten getrennt – ich glaube jedoch, dass wir erst durch die Verbindung von Geist und Wissenschaft die Mittel finden werden, eine bessere Welt zu erschaffen.

…alles ist von dem gleichen unsichtbaren Geist (= Energie) durchdrungen. … Dies ist die Welt der Quantenphysik, in der Materie und Energie untrennbar miteinander verwoben sind.“


Charles Darwin und seine Theorie über das Leben

Eingehender als in meinem Studium an der Universität befasste ich mich bei meinen Recherchen zu diesem Bericht auch mit Darwin, d. h. mit seiner Theorie über das Leben, in der er die Entwicklung zur Artenvielfalt bis hin zum Menschen allein durch blinden Zufall und Überleben des Stärkeren erklärte, was ein göttliches Wirken sowie geistige Phänomene erübrigen würde. Seine Arbeit war sicher ein bedeutendes Werk für seine Zeit und erbrachte zahlreiche, wertvolle Erkenntnisse für die Biologie, die auch heute noch ihre Gültigkeit haben. Aber entscheidende Teile seiner Theorie blieben seit 150 Jahren wissenschaftlich unbewiesen. Dabei wurde ich auch gewahr, dass Darwin selbst bereits begründete Zweifel an seiner eigenen Theorie äußerte und in seinem Werk „Die Entstehung der Arten“ [4] Gott mehrfach als den Schöpfer zumindest für die Urform allen Lebens anerkannte.

Charles Darwin – ursprünglich Theologe – hatte vor mehr als 150 Jahren auf seiner Reise zu den Galapagosinseln durch die Beobachtung der dortigen Tierwelt eine Theorie zum „Ursprung der Arten“ aufgestellt, wonach sich die verschiedenen Tierarten nach dem Prinzip der bestmöglichen Anpassung an die Umweltbedingungen von niederen zu höheren Arten entwickelt haben. In den 22 Jahren der Ausarbeitung und Niederschrift seiner Vermutungen veränderte sich seine religiöse Einstellung. Da nach seiner Meinung die Evolution nicht nach einem Plan abläuft, sondern auf Zufall basiert, stellte er einerseits die Existenz Gottes in Frage. Insgesamt waren seine Gedanken dazu jedoch sehr zwiespältig. In seinem 1859 erschienenen Werk „Die Entstehung der Arten“ beschreibt er an mehreren Stellen Zweifel an seiner Theorie und schließt Gott als Schöpfer des Ursprungs allen Lebens nicht aus.

Auf Seite 229 schreibt Darwin:
„Schwierigkeiten der Theorie ...
Schon ehe der Leser zu diesem Teil meines Werkes gelangte, wird ihm eine große Anzahl von Schwierigkeiten aufgefallen sein, und einige von ihnen sind so groß, dass ich bis heute nicht an sie denken kann, ohne dass ernste Zweifel in mir aufsteigen.
[…]
Erstens: Wenn die Arten durch unmerkliche Übergänge aus anderen Arten entstanden sind, warum finden wir dann nicht überall Übergangsformen? Warum besteht dann nicht in der Natur ein wirres Durcheinander von Formen, anstatt dass die Arten, wie wir sehen, wohl abgegrenzt sind?

Zweitens: Kann ein Tier, z. B. von dem Körperbau und den Lebensgewohnheiten der Fledermaus, durch Modifikation eines anderen Tieres von ganz verschiedener Lebensweise und vollkommen anderem Körperbau entstehen? Können wir glauben, dass die natürliche Zuchtwahl einerseits ein Organ von geringer Bedeutung hervorbringt, z. B. den Schwanz der Giraffe, der als Fliegenwedel dient, und andererseits ein Organ, das so wunderbar ist wie das Auge?

Drittens: Können Instinkte durch natürliche Zuchtwahl erworben und abgeändert werden? Was sollen wir zu dem Instinkt sagen, der die Biene zum Bau von Brutzellen veranlasst, die die Entdeckungen scharfsinniger Mathematiker praktisch vorwegnehmen.“

Auf Seite 249 legt Darwin seine Gedanken zur „Entwicklung des Auges“ dar:
„… Man kann kaum umhin, das Auge mit einem Teleskop zu vergleichen. Wir wissen, dass dieses Instrument durch lange fortgesetzte Bemühungen der höchsten menschlichen Intelligenz vervollkommnet wurde, und wir folgern natürlich daraus, dass das Auge durch einen ähnlichen Vorgang entstanden ist. Sollte aber diese Annahme nicht voreilig sein? Haben wir ein Recht anzunehmen, dass der Schöpfer ähnlich intellektuell wirkt wie der Mensch? Vergleichen wir das Auge mit einem optischen Instrument, so müssen wir uns in Gedanken eine dicke Schicht durchsichtigen Gewebes vorstellen, mit von Flüssigkeit erfüllten Räumen und einem lichtempfindlichen Nerven darunter, und weiter annehmen, dass jeder Teil dieser Schicht unausgesetzt und langsam seine Dichtigkeit verändert, so dass sie sich zu Lagen von verschiedener Dichtigkeit und Dicke in ungleichem Abstand sondern, und dass auch die Oberfläche jeder Lage langsam die Form wechselt. Ferner müssen wir uns denken, dass es eine Kraft gibt, die natürliche Zuchtwahl oder Überleben des Tüchtigsten heißt und die aufmerksam jede geringe Veränderung der durchsichtigen Lagen beobachtet und sorgsam jede erhält, die unter veränderten Umständen irgendwie ein genaueres Bild hervorzubringen vermag. … wird man dann nicht glauben, dass ein lebendes optisches Instrument in dem selben Maße vollkommener als ein gläsernes gestaltet werden kann, wie die Werke des Schöpfers vollkommener sind als die Werke des Menschen?“

Ergänzend dazu weist der namhafte britische Evolutionsbiologe Prof. Simon Conway Morris von der Universität Cambridge in einem 2004 in der „Zeit“ erschienen Interview [2] auf die in der Evolution häufig unabhängig voneinander erfolgte Entwicklung ähnlicher Merkmale bei nicht verwandten Arten hin. So ist z. B. das Linsenauge im Verlauf der Erdgeschichte etwa sieben Mal unabhängig voneinander entstanden.

Ab S. 643 ff geht Darwin auf die mangelnde Kenntnis über die geologischen Gegebenheiten der Erde ein:
„…Obgleich die Geologie unzweifelhaft das einstige Vorkommen zahlreicher Zwischenglieder erwiesen hat, die mannigfache Lebensformen näher zusammen bringen, liefert sie uns doch bei weitem nicht jene unendlich zahlreichen Übergangsformen zwischen den frühen und heutigen Arten, die meine Theorie verlangt; und das ist der stärkste der vielen Einwände, die gegen letztere vorgebracht wurden. Warum treten ganze Gruppen verwandter Arten urplötzlich (wenn auch nur scheinbar) in den aufeinander folgenden geologischen Schichten auf? Und wenn wir wissen, dass schon in einem unberechenbar fernen Erdzeitalter organische Wesen lebten, längst ehe sich die unterste Schicht des kambrischen Systems ablagerte, warum finden wir dann unterhalb dieses Systems keine großen von den Resten der Vorfahren der kambrischen Fossilien erfüllten Schichten, die meiner Theorie zufolge doch unbedingt in jenen alten, völlig unbekannten Epochen der Erdgeschichte abgelagert worden sein müssen?
[…]
Das sind nun die hauptsächlichsten Einwände und Bedenken, die mit Recht gegen meine Theorie erhoben worden sind; ich habe in aller Kürze die Antworten wiederholt, die meines Erachtens darauf gegeben werden können. Ich selbst habe diese Schwierigkeiten zu deutlich empfunden, als dass ich ihr Gewicht bezweifeln könnte. Allein es verdient besondere Beachtung, dass sich die wichtigeren Einwände auf Fragen beziehen, über die wir eingestandenermaßen nichts wissen.“

Insbesondere im letzten Absatz seines Buches auf Seite 678 schreibt Darwin über

Gott als Schöpfer des Ursprungs allen Lebens:

„Es ist wahrlich etwas Erhabenes um die Auffassung, dass der Schöpfer den Keim alles Lebens, das uns umgibt, nur wenigen oder gar nur einer einzigen Form eingehaucht hat und dass, während sich unsere Erde nach den Gesetzen der Schwerkraft im Kreise bewegt, aus einem so schlichten Anfang eine unendliche Zahl der schönsten und wunderbarsten Formen entstand und noch weiter entsteht.“

Der Evolutionsbiologe Prof. Simon Conway Morris erklärt in seinem Interview von 2004 in der „Zeit“ die Darwinsche Lehre [2] einerseits als nachvollziehbar, wenn es sich um „die Selektion der am besten angepassten Organismen und Adaption an veränderte Umweltbedingungen“ handelt. „Allerdings kann der Darwinismus die Resultate der Evolution nicht ausreichend erklären.“
Weiter erwähnt er: „Es gab bereits drei ehrgeizige Experimente, in denen Forscher die Evolution nachspielen wollten. Sie verwendeten dafür spezielle Computerprogramme, die Jahrmillionen dauernde Prozesse auf der Basis von Selektion und Adaption im Zeitraffer simulierten. Ergebnis: lauter spektakuläre Fehlschläge! Es entstand keine Komplexität. Man bekommt allein mit Selektion und Adaption offensichtlich nichts wirklich Interessantes zustande. Die „artifizielle (künstliche) Evolution“ war ein totaler Flop.“

Prof. Morris möchte die Naturwissenschaft mit der Theologie versöhnen: „… der christliche Glaube und die Evolutionslehre könnten sich gegenseitig enorm bereichern. Selbstverständlich ist man aber auch als gläubiger Wissenschaftler nicht vor Irrwegen gefeit. Man benötigt als Forscher generell viele Irrtümer, um der Wahrheit näher zu kommen. Im Bereich des Glaubens gibt es übrigens ein ähnliches Phänomen: Immer wenn du denkst, du verstehst Gott nun endlich, verstehst du ihn nicht.“

In Darwins Autobiografie „Charles Darwin – Mein Leben 1809 – 1882“ (herausgegeben von seiner Enkelin Nora Barlow) ist auf Seite 97 [1] ebenfalls zu lesen:
„Ein anderer Grund für den Glauben an die Existenz Gottes, der mit der Vernunft, nicht mit Gefühlen zusammenhängt, scheint mir mehr ins Gewicht zu fallen. Dieser Grund ergibt sich aus der extremen Schwierigkeit oder eigentlich Unmöglichkeit, sich vorzustellen, dieses gewaltige, wunderbare Universum einschließlich des Menschen  mitsamt seiner Fähigkeit, weit zurück in die Vergangenheit und weit voraus in die Zukunft zu blicken, sei nur das Ergebnis blinden Zufalls oder blinder Notwendigkeit. Wenn ich darüber nachdenke, sehe ich mich gezwungen, auf eine Erste Ursache zu zählen, die einen denkenden Gott hat, gewissermaßen dem menschlichen Verstand analog.“

Prof. Morris erklärt weiter in seinem Interview er sei der Meinung, in der Evolution würde eine Art Programm ablaufen: „Meiner Ansicht nach war der Mensch bereits mit dem Urknall angelegt. Während der ersten Millisekunde unserer Welt. Unsere Entstehung ist alles andere als ein Zufall.“

Zum Thema „Urknall“:

Bereits 1929 stellte der Physiker und Astronom Edwin Hubble (1889 – 1953) fest, dass das Weltall permanent expandiert und zwar je weiter umso schneller. Aufgrund dieser Feststellung konnte man auf einen „Urknall“ schließen.
Durch die Hubble-Konstante wurde das Alter des Weltalls von ca. 15 Milliarden Jahren ermittelt.

In der Atacama-Wüste in Chile steht 2600 m über dem Parifik das leistungsfähigste Teleskop der Welt mit einem Spiegeldurchmesser von 8 m. Dort forschen auch Wissenschaftler der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Garching bei München. Einer von ihnen ist der Schweizer Kosmologe Dr. Bruno Leibundgut, er sagt:
„Der Kosmos musste sich exakt mit der richtigen Geschwindigkeit ausdehnen. Zu schnelle Ausdehnung hätte zu einer zu raschen Abkühlung und zu langsame Ausdehnung zum Kollaps geführt. Durch Schwankungen in der Dichte der Strahlung kam es schon kurz nach dem Urknall zu einer ungleichen Verteilung der Materie. Dadurch konnten die Galaxien entstehen. Es handelt sich um eine unglaubliche „Maßarbeit“! Bereits im Urknall steckt schon die Möglichkeit menschlicher Existenz.“

Prof. Rolf-Dieter Heuer, seit 2009 Generaldirektor des CERN in Genf erklärt, „dass die Wahrscheinlichkeit eines Zufalls dieser Vorgänge mit der Wahrscheinlichkeit, ein fein gespitzter Bleistift würde auf der Spitze stehen bleiben vergleichbar ist.“

Man glaubte, die Geschwindigkeit der Expansion des Weltalls würde bereits langsam wieder abnehmen. Wissenschaftler haben daher das Weltall vermessen und festgestellt, dass es sich durch eine unbekannte Kraft zunehmend schneller ausdehnt. Das Universum ist demnach unendlich … und offen [10].

Die Wissenschaftler Paul Perlmutter (USA), Brian P. Schmidt (USA und Australien) und Adam Riess (USA) erhielten für ihren Beweis, dass sich das Universum zunehmend schneller ausdehnt, den Physik-Nobelpreis 2011.

Seit dem Erscheinen von Darwins Theorie wurden auf dem Gebiet der biologischen Forschung viele tiefgreifende Erkenntnisse gewonnen. Diese zeigen, dass das Leben und dessen Entwicklung viel komplexer ist, als Darwin es zu seiner Zeit wissen konnte.
Daher äußern sich seit Jahrzehnten und ganz aktuell bekannte Wissenschaftler zum Thema „Was Darwin nicht wissen konnte“, z. B.: Siegfried Scherer, Professor für Mikrobiologie an der TU München und andere Wissenschaftler üben konstruktive Kritik an Teilen von Darwins Evolutionstheorie:

Siegfried Scherer, Professor für Mikrobiologie an der TU München übt in seinem Vortrag „Was Darwin nicht wissen konnte“ vom 9.10.03 im Palais am Festungsgraben in Berlin [12] konstruktive Kritik an weiten Bereichen von Darwins Evolutionstheorie, schätzt jedoch Darwin als großen Wissenschaftler und Forscher:

„… Außerdem war die Wissenschaft zu Zeiten Darwins noch lange nicht so weit, die Komplexität der biochemischen und mikrobiologischen Vorgänge in der Zelle bzw. in vielzelligen Organismen zu kennen oder überhaupt zu ahnen.“

Weitere wichtige Aussagen in Prof. Scherers Vortrag sind:
„Auch heute ist die Entstehung der ersten Zelle noch unbekannt. Organische Moleküle können aus anorganischen Molekülen entstehen (Miller-Experiment); jedoch können sich in wässrigen Lösungen ohne Katalyse nur verschwindend geringe Mengen an Peptidbindungen bilden. Es ist noch nie gelungen, in einer realistischen „Ursuppe“ eine Kette von Aminosäuren entstehen zu lassen. Selbst aus Mischungen reiner Aminosäuren sind nie Lipide, nie RNA, DNA oder Vorläufer von Lebewesen entstanden. ...“

„Man kann Vergangenheit nie exakt beweisen“, sagte Prof. Scherer in seinen Ausführungen. „Gleichgültig, ob es sich um Religion, Geschichte, Geologie oder Biologie handelt, müssen wir von Vermutungen ausgehen, die zu Theorien verknüpft werden. Diese können sich oft nur auf bruchstückhafte Funde oder Erkenntnisse stützen. Der Glaube spielt also auch in anderen Bereichen der Wissenschaft, nicht nur wenn es um Religion und Gott geht, die entscheidende Rolle.“

„Das beste Argument für die Evolution ist die relative Anordnung der Fossilien in den Erdschichten. Weit unten findet man die Einzeller, je weiter man nach oben kommt, desto komplizierter sind die dort vorhandenen Lebewesen und in der letzten Schicht erscheint der Mensch. Molekulare Mechanismen der Höherentwicklung sind bis heute unbekannt.

Im Präkambrium entdeckte man lediglich einfache Zellformen, die zu ca. 85 % bis heute unverändert geblieben sind.
Im frühen Kambrium taucht plötzlich eine komplexe Tierwelt auf. Man spricht hier vom „Big Bang“ des Kambrium. Es gab eine explosionsartige Entstehung der großen Gruppen (Stämme) von Lebewesen, deren Ursache  jedoch immer noch unbekannt ist.

Man unterscheidet zwischen Mikro- und Makroevolution.
Die Mikroevolution, d. h. Austausch von Genen, horizontaler Gentransfer, Mutationen, Rekombination, Selektion (Darwins Verdienst), Gendrift (Kimura), ist empirisch gut belegt. Es kann also durchaus zu einer Variation des Lebens, dadurch auch neuer Artbildung, evtl. auch Gattungsbildung kommen. Ein Beispiel sind die von Darwin beobachteten Variationen der „Darwinfinken“ auf den Galapagosinseln. Hier hatte Darwin Recht. Bei der Mikroevolution bleibt die genetische Komplexität gleich oder nimmt ab.
Mikroevolution ist Evolution auf horizontaler Ebene, das bedeutet Veränderung auf einer Komplexitätsebene; d. h. es gibt Optimierungsmöglichkeiten für vorhandene Strukturen.

Eine Makroevolution, bei der neue Baupläne von Lebewesen entstehen müssten, wäre durch eine Zunahme an genetischer Komplexität gekennzeichnet. Dieser Vorgang ist empirisch nicht belegt.
Bereits die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines einzigen Proteins ist selbst bei extrem langer Zeit äußerst gering.

Makroevolution geschieht in vertikaler Richtung; vom Einfachen zum Komplexen – „von der Amöbe zu Goethe“.
Ein Konstruktionsproblem, wie es funktioniert ist nicht bekannt.
Es existiert kein experimenteller Beweis, dass so etwas stattfindet.

Entstehung des Lebens hinterfragen

Mehrere Wissenschaftler u. a. der Cambridge University und der Chicago University, unter ihnen auch Prof. Simon Behe, der den Begriff der „nicht reduzierbaren Komplexität“ geprägt hatte, trafen sich 1993 in Pajaro Dunes in Kalifornien um die Entstehung des Lebens zu hinterfragen.
Einer von ihnen war der Biologieprofessor Dr. Dean Kenyon von der Universität San Francisco. Er befasste sich in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts intensiv mit der durch Alexander Oparin entwickelten Hypothese der „chemischen Evolution“. Dean Kenyon hatte die Annahme, das Leben könnte „durch die Anziehungskräfte die zwischen den Bausteinen der Proteine, den Aminosäuren herrschen, vorherbestimmt sein“. Sein Werk, das er in diesem Zusammenhang 1969 veröffentlichte („Biochemical Predestination“) war 20 Jahre lang Bestseller auf dem Gebiet der chemischen Evolution. Er selbst zweifelte bereits Anfang der siebziger Jahre an der Richtigkeit seiner Vermutungen, da die wichtige Rolle der DNA für eine sinnvolle Aneinanderreihung von Aminosäuren, um ein funktionsfähiges Protein zu erhalten, noch weitgehend ausgeblendet wurde.

Prof. Simon Behe, Biochemiker an der Leheigh University erläutert den Begriff der „nicht reduzierbaren Komplexizität“. Dieser bedeutet, dass ein Organ nur funktioniert, wenn alle seine Bestandteile vorhanden sind. Fehlt ein Teil, ist das gesamte System funktionslos. Prof. Behe erklärt das am Beispiel der Geißel, einer in der Natur häufig vorkommenden Organelle.
Nach Darwinscher Theorie hätte sich dieses komplexe Gebilde Geißel nicht entwickeln können, da sie bevor sie funktionsfähig gewesen wäre, als nicht brauchbar eliminiert worden wäre [5].

Charles Darwin schrieb in „Die Entstehung der Arten“ S. 250:
„Ließe sich das Vorhandensein eines zusammengesetzten Organs nachweisen, das nicht durch zahlreiche aufeinander folgende geringe Abänderungen entstehen könnte, so müsste meine Theorie zusammenstürzen.“

Prof. Bruno Vollmert, einer der bedeutendsten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Makromolekularen Chemie gibt in seinem Buch „Das Molekül und das Leben“ [14] wichtige Hinweise über die Rolle des Makromoleküls DNA in Zusammenhang mit der Theorie Darwins und der Entstehung des Lebens:

Einer der bedeutendsten Wissenschaftler auf dem Gebiet der makromolekularen Chemie, Prof. Bruno Vollmert (ab 1965 - … Ordinarius für Chemische Technik der makromolekularen Stoffe und Direktor des Polymerinstituts der Universität Karlsruhe. International bekannt durch das Lehrbuch „Grundriss der Makromolekularen Chemie“, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde.) geht in seinem Buch „Das Molekül und das Leben“ insbesondere auf die Rolle des Makromoleküls DNA bei der Entstehung des Lebens auf der Erde ein und dass die DNA und deren Funktion zu Zeiten Darwins noch lange nicht bekannt war.

Seite 22, aus dem Kapitel: „Was Darwin nicht wissen konnte“:
…die Entstehung des Lebens ist ein historischer Vorgang, der sich einer exakt-naturwissenschaftlichen Nachprüfung, die immer auf das beliebig oft wiederholbare Experiment angewiesen ist, grundsätzlich entzieht. Ich weiß genauso wenig wie sonst jemand, wie das Leben entstanden ist und wie im Laufe von Jahrmillionen die vielen Arten mit ihrem überwältigenden Formenreichtum entstanden sind. Was ich aber weiß, ist, dass die modernen Hypothesen über die Entstehung des Lebens durch Selbstorganisation und die Entstehung der Arten durch Mutation-Selektion sich auf exakt-naturwissenschaftlich überprüfbare Aussagen berufen und dass diese es sind, die mit den experimentell gesicherten Erkenntnissen der Makromolekularen Chemie im Widerspruch stehen und so als widerlegt gelten müssen.“

Zu diesem Thema eine Anmerkung des britischen Evolutionsbiologen Prof. Simon Conway Morris (Universität Cambridge) [3]:

„Niemand hat bisher verstanden, wie das Leben begonnen hat.
Hunderte Forscher haben sich mit dieser Frage befasst, darunter viele Nobelpreisträger – und trotzdem sind sie in den letzten 50 Jahren im Grunde keinen Schritt weiter gekommen. Selten ist Wissenschaft gründlicher gescheitert.“

Prof. Vollmert fährt auf Seite 25, im Kapitel: „Ideologie und Wissenschaft“ in seinen Erklärungen fort:
„Darwinismus“ oder gar „Neodarwinismus“ (Abstammungslehre unter Einbeziehung der Molekularbiologie) sind Bezeichnungen, die heute wegen des Anspruchs der Evolutionstheorie, Naturwissenschaft zu sein und auf einer exakt-naturwissenschaftlichen Basis zu stehen, nämlich der Chemie und Physik des DNS-Moleküls, nicht mehr gern gehört werden, weil die Wortendung  -ismus auf eine Ideologie schließen lasse. Dann sollte man natürlich auch erwarten, dass die Diskussion über das Thema „Evolution“ sich entsprechend versachlicht hätte.“

Seite 125, aus dem Kapitel: „Optimierung und Neukonstruktion“:
„Denn ebenso wenig wie die einzelnen Konstruktions- und Montageschritte und -stufen im Beispiel der Auto- und Flugzeugkonstruktion konnten zufällige Additionen von neuen Genen einzeln getestet werden, ja noch viel weniger als diese, denn sie konnten ja nicht einmal in Erscheinung treten. In Erscheinung treten konnten sie erst dann, wenn so viele Gene an die wachsende Kette angefügt wurden, wie notwendig waren, damit sich durch die Wirksamkeit der neuen Gene Stoffe bilden konnten, die zu phänotypisch manifesten Eigenschaftsänderungen führten, im Beispiel der Glykocholsäuresynthese also erst nach der Eingliederung von mindestens 20 passenden neuen Genen in das Zellgeschehen.

Und selbst dann, wenn einmal das äußerst unwahrscheinliche Ereignis der zufälligen Entstehung einer harmonischen Genfolge eingetreten sein sollte, einer Genfolge nämlich, die der Zelle eine Reihe von Proteinen bescherte, die als Enzyme eine kooperative Stufenfolge von 10 oder 20 Reaktionen … ermöglichten, wäre damit noch wenig gewonnen, denn alle Zwischenstufen, die z. B. auf dem Evolutionswege vom Reptil zum Vogel hätten entstehen müssen, hätten … auf dem Erdboden getestet werden müssen, denn in der Luft hätte erst die Endstufe, der fertige Vogel, getestet werden können. Auf dem Erdboden aber hätten alle die vielen stofflichen und morphologischen Veränderungen, die für die freie Bewegung in der Luft notwendig waren, keinerlei Selektionsvorteile gebracht. Zwischenstufen (das gilt für alle großen Übergänge) wären als hilflose Nicht-mehr- und Noch-nicht-Wesen hoffnungslos der Selektion zum Opfer gefallen. Das ist der Grund, warum es sie nicht geben kann – der Grund auch dafür, dass die gesamte Folge von stofflichen Veränderungen auf dem Wege von einer Art zur nächsten, von einer Klasse zur nächsten, und das diese Veränderungen ermöglichende DNS-Kettenwachstum grundsätzlich latent, und somit ohne Selektion verlaufen mussten.“


Die konventionelle, wissenschaftliche Biologie

Beim Studium dieser Arbeiten wurde mir plötzlich klar, dass unsere konventionelle, wissenschaftliche Biologie das Leben selbst in einer Weise betrachtet, die wissenschaftlich zunehmend in Frage steht.

Die konventionelle Biologie ist bis heute die Grundlage für die wissenschaftliche Lehre an den Universitäten. Damit ist sie richtungweisend für unsere jungen Studenten, richtungweisend für weitere Wissenschaften, insbesondere auch für die Medizin und somit letztendlich für unsere ganze Gesellschaft.

Wie konnte es dazu kommen?  Ursachen in der geschichtlichen Entwicklung.

Lebewesen als Geschöpfe höchster Ordnung

Wir wissen, dass alle Lebewesen Geschöpfe höchster Ordnung sind. Das Leben schafft aus dem Chaos der umgebenden Materie diese Ordnung. Wie ist das möglich, und was ist schließlich das Leben selbst?

Durch meine intensiven Forschungen für diesen Bericht wurde mir bewusst, dass das Leben vielmehr die von höchster Weisheit geführten Kräfte sind, die aus dem Chaos der Materie wahre Wunderwerke schaffen. Sie schaffen aus den Stoffen der Erde z. B. eine Zelle im roten Blütenblatt einer Rose und innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen entstehen unzählig viele gleichartige Zellen.

Um auch dem Nichtbiologen anschaulich aufzuzeigen, was dabei geschehen muss, seien diese bemerkenswerten Vorgänge hier etwas detaillierter beschrieben:
Die Kräfte müssen in abgestimmter Folge im Bruchteil jeder Sekunde Millionen von genau richtigen Atomen und Molekülen in die Struktur einer jeden Zelle präzise auf ihre Positionen befördern und dort verankern. Eine logistische Meisterleistung, die z. B. den erforderlichen Umfang für den Bau eines Hauses extrem übersteigt und - sich schier unendlichfach wiederholend - geschieht.

Danach pulsiert das Leben in jeder Zelle in unermesslich vielen chemischen und physikalischen Prozessen, die harmonisch abgestimmt auf äußere und innere Signale in Bruchteilen von Sekunden ablaufen. Ein Meer von Schönheit, eingehüllt in edlem Rosenduft kann erblühen. Bald danach zerfällt alles wieder, um sich im nächsten Jahr zu wiederholen.

Nun stellen sich für mich einige Fragen:
Wo ist der Plan, wo ist der Initiator, wo sind die Aktoren, damit so etwas derart exakt aufeinander abgestimmt, genau im richtigen Augenblick geschehen kann? Oder was geschieht, wenn das Leben den Körper verlässt? Wie kann sich die konventionelle  Biologie all das erklären? Wer kann das ernsthaft für ein Würfelspiel des Zufalls halten?

Bruno Gröning sah das Leben untrennbar mit Gott verbunden:

„Sie sind mit einer Glühbirne zu vergleichen, und wenn Sie nicht den Anschluss an das gute, an das göttliche Werk haben, von dem Sie den Lebensstrom beziehen, dann können Sie auch nicht leben. Dann sind Sie wertlos, wie die Glühbirne.“ 
und
 „Wir sind alle von Gott abhängig. Ohne Gott gibt es kein Leben! Gott ist das Leben selbst!“ 

Viele unserer größten Wissenschaftler haben dafür vergleichbare Erklärungen:
- Der Nobelpreisträger Erwin Schrödinger schreibt zur Ordnung des Lebens [13]:

Erwin Schrödinger (*1887  +1961), Physiker; Mitschöpfer der Quantentheorie, Wellenmechanik, Nobelpreis 1933 schreibt in dem Buch „Was ist Leben“, Seiten 134/135:
„Die erstaunliche Gabe eines Organismus, einen „Strom von Ordnung“ auf sich zu ziehen und damit dem Zerfall in atomares Chaos auszuweichen, aus einer geeigneten Umwelt „Ordnung zu trinken“, scheint mit der Anwesenheit der „aperiodischen festen Körper“, der Chromosomenmoleküle, zusammen zu hängen, die zweifellos den höchsten uns bekannten Ordnungsgrad von Atomverbindungen zeigen. Die Geordnetheit ist hier bedeutend höher als bei den normalen periodischen Kristallen, da jedes Atom und jedes Radikal hier eine ganz individuelle Rolle spielt. Wir nehmen also wahr, dass eine waltende Ordnung die Kraft besitzt, sich selbst zu erhalten und geordnete Vorgänge hervorzurufen.“


- Der Physiker Prof. H. P. Dürr (Quantenphysik, Kern- und Elementarteilchen-Physik, Alternativer Nobelpreis 1987), schreibt über die unentwirrbare Komplexität der lebenden Natur:

Zitat von Hans-Peter Dürr (*1929) aus dem Buch „Elemente des Lebens“ [6]:

„Andererseits wird auch bei einigen Biologen eine wachsende Skepsis erkennbar, ob eine detaillierte Beschreibung dieser immensen Vielzahl von räumlich und zeitlich kompliziert ineinander verwobener physikalisch-chemischer Prozessketten auch tatsächlich für eine vollständige Erklärung der Lebensprozesse ausreicht. Eine unvoreingenommene Betrachtung der lebenden Natur in ihrer unentwirrbaren Komplexität scheint uns doch gerade die unmittelbare Vorstellung aufzudrängen, dass es hier unbedingt noch eine im Hintergrund wirkende gestaltende Kraft geben muss, welche für die wesentlichen Initiierungen und Differenzierungen sorgt sowie alle diese Prozesse in ihrem Zusammenspiel geeignet koordiniert.“


- Albert Einstein (*1879  +1955), berühmtester Physiker des 20. Jahrhunderts; Begründer der Relativitätstheorie, des photoelektrischen Effektes, der Brownschen Molekularbewegung, der stimulierten Emission (Laser); Nobelpreis 1921, sagte z. B.:
„Wir befinden uns in der Lage eines kleinen Kindes, das in eine riesige Bibliothek eintritt, die mit vielen Büchern in verschiedenen Sprachen angefüllt ist. Das Kind weiß, dass jemand die Bücher geschrieben hat. Es weiß aber nicht, wie das geschah. Es versteht die Sprachen nicht, in der sie geschrieben wurden. Das Kind erahnt dunkel eine mysteriöse Ordnung in der Zusammenstellung der Bücher, weiß aber nicht, was es ist.
Das ist nach meiner Meinung die Einstellung auch des intelligentesten Menschen gegenüber Gott. Wir sehen ein Universum, das wunderbar zusammengesetzt ist und bestimmten Gesetzen gehorcht, aber diese Gesetze verstehen wir nur andeutungsweise. Unser begrenzter Verstand kann die mysteriösen Kräfte, welche die Konstellationen bewegen, nicht fassen.“

(Aus: D. Brian: „Einstein – a life“, Wiley 1996, Seite 186)

Zitate großer Wissenschaftler über ihre Gedanken zum Glauben im Hinblick auf die Naturwissenschaft:

Max Planck (1858 – 1947), deutscher Physiker;
Begründer der Quantentheorie, Nobelpreis 1928:

„Die Naturwissenschaften braucht der Mensch zum Erkennen, den Glauben zum Handeln. Religion und Naturwissenschaft schließen sich nicht aus, wie heutzutage manche glauben und fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende aller Überlegungen.“


Albert Einstein (1879 – 1955), deutscher Physiker;
Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreis 1921:

-   „Jedem tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls nahe liegen, weil er sich nicht vorzustellen vermag, dass die ungemein feinen Zusammenhänge, die er erschaut, von ihm zum ersten Mal gedacht werden.“

-   „Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft.“

-   „Die Überzeugung, dass das Universum mit allem, was existiert, mit dem menschlichen Verstand erfassbar sei und dass die darin geltenden Gesetze rational seien, gehört zum Bereich der Religion. Ich kann mir keinen Wissenschaftler vorstellen, der diese tiefe Überzeugung nicht teilt.“
„Meine Religiosität besteht in einer demütigen Bewunderung für den unendlich höheren Geist, der sich in dem Wenigen offenbart, das wir mit unserem schwachen, flüchtigen Verständnis von der Wirklichkeit erfassen können.“

-   „Die gängige Vorstellung, ich sei ein Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat diese kaum begriffen …“

-   „Ich glaube nicht, dass Wissenschaft und Religion notwendigerweise Gegensätze sind. Ich denke vielmehr, es gibt zwischen den beiden eine sehr enge Verbindung. Außerdem glaube ich: Wissenschaft ohne Religion ist lahm und Religion ohne Wissenschaft blind. Beide sind wichtig und sollten Hand in Hand arbeiten.“


Erwin Schrödinger (1987 - 1961), österreichischer Physiker;
Mitschöpfer der Quantentheorie, Nobelpreis 1933:

„Sie (die Aufbauelemente des Lebendigen) sind kein plumpes Menschenwerk, sondern das feinste Meisterstück, das jemals nach den Leitprinzipien von Gottes Quantenmechanik vollendet wurde.“


Werner Heisenberg (1901 - 1976), deutscher Physiker;
Entdecker der Unschärferelation, Mitschöpfer der Quantentheorie; Nobelpreis 1932 [8]:

„Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“

 
Stephen Hawking  (* 1942), englischer Physiker und Astrophysiker:

-   „Unser derzeitiger Wissensstand steht völlig im Einklang mit der Aussage, dass es ein Wesen gibt, das für die physikalischen Gesetze verantwortlich ist.“

-   „Gottes Geist sind die Gesetze der Natur.“


Eine neue Ära für die Naturwissenschaften eröffnet

Zahlreiche Forscher haben durch ihre vielfältigen, genialen Erkenntnisse für die  Naturwissenschaften eine neue Ära eröffnet, die das rein materielle Denken ablösen wird. Wenn sich nun auch die Universitäten für dieses Wissen öffnen, wird sich unser Weltbild nachhaltig ändern.

Wahre Wissenschaft und wahres geistiges Wissen können nicht konträr sein. Bruno Gröning sagte z. B.: „Es muss in aller Deutlichkeit gesagt werden, dass die Lehre Grönings für die gesamte Wissenschaft von unschätzbarer Bedeutung ist.“ 

Die Biologie als führende Wissenschaft kann große Fortschritte machen - im besten Sinne für das Leben auf unserer Erde.

Das ist mein Herzenswunsch!

 

Kommentar von Dipl. Theologe K. F. und Dipl.-Ing. M. F.



Erläuterungen und Quellen

[1] BARLOW, NORA (Herausgeberin):  Charles Darwin: Mein Leben 1809 – 1882,
Vollständige Ausgabe der Autobiographie aus dem Englischen von Christa Krüger
Insel-Taschenbuch 3370; Suhrkamp Verlag, Frankfurt/Main 2008

[2] CONWAY MORRIS, SIMON: Aliens wie du und ich,
http://www.zeit.de/2004/35/Morris-Interview

[3] CONWAY MORRIS, SIMON: Delfine waren uns überlegen, Spiegel-Gespräch; Spiegel: Wissenschaft, Der Spiegel 40/2003

[4] DARWIN, CHARLES: Die Entstehung der Arten, Sonderausgabe 2004, Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co KG Hamburg

[5] Dem Geheimnis des Lebens nahe: Vertrieb der deutschen Fassung als DVD: Drei Linden Film 2006

[6] DÜRR, HANS-PETER: Elemente des Lebens, 2000 Die graue Edition

[7] ECCLES, JOHN C.: Wie das Selbst sein Gehirn steuert, 3. Auflage, Mai 2000, Piper Verlang München Zürich

[8] HEISENBERG, WERNER: Physik und Philosophie, 7. Auflage, Hirzel Verlag, Stuttgart 2007

[9] LIPTON, BRUCE H.: Intelligente Zellen, Wie Erfahrungen unsere Gene steuern
7. Auflage 2009, Deutsche Ausgabe: KOHA-Verlag GmbH Burgrain

[10] PHÖNIX (Fernsehsendung am 14.4.2009), Der Urknall – die Jagd nach Gottes Plan, Dokumentation von ARD und BR

[11] POPP, FRITZ-ALBERT: Biophotonen – Neue Horizonte in der Medizin, 3. Auflage, Karl F. Haug Verlag 2006

[12] SCHERER, SIEGFRIED: Was Darwin nicht wissen konnte, Vortrag vom 9.10.2003
Im Palais am Festungsgraben in Berlin, DVD

[13] SCHRÖDINGER, ERWIN: Was ist Leben?, Die lebende Zelle mit den Augen des Physikers betrachtet, 9. Auflage, Juli 2008, Piper Verlag GmbH, München

[14] VOLLMERT, BRUNO: Das Molekül und das Leben, 1. Auflage, September 1985, Rowohlt  Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg