Wissenschaftler kommen zu Wort
Wenn innere Ruhe da ist, gelingt alles. Ich liebe die Ruhe, die Ordnung und den Frieden. Bei Unruhe entsteht Unordnung und Unfrieden.
Wenn innere Ruhe da ist, gelingt alles. Ich liebe die Ruhe, die Ordnung und den Frieden. Bei Unruhe entsteht Unordnung und Unfrieden. Bruno Gröning
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Musik – ein Türöffner zur geistigen Welt

Bericht von B. P., Lehrer für Mathematik und Physik (2012)

Mein erster Kontakt zum Bruno Gröning-Freundeskreis

Durch meine Mutter kam ich im Jahre 1984 als 19-Jähriger zum Bruno Gröning- Freundeskreis. Bei der Einführung in die Lehre Bruno Grönings hatte ich zunächst große Schwierigkeiten, das Gesagte zu akzeptieren. Alles kam mir sehr realitätsfern vor und passte so gar nicht in mein damaliges Weltbild. Durch die positiven Veränderungen und Heilungen, die ich bei meiner Mutter beobachten konnte, sowie andere bemerkenswerte Geschehnisse konnte ich meine inneren Widerstände jedoch bald überwinden und mich für den Empfang des Heilstromes öffnen. Kurz danach erlebte auch ich Heilungen, unter anderem von chronischen Verdauungsstörungen. Bereits seit früher Kindheit häufig in Anspruch genommene verdauungsfördernde Mittel habe ich seit der Einführung nie wieder benötigt. Darüber hinaus erlebte ich im Alltag zahlreiche Hilfen und Führungen.

Neben meiner Mutter, die lange Jahre an verschiedenen Krankheiten gelitten hatte und nun gesund und lebensfroh dastand, erlebten auch mein Bruder und mein Vater wunderbare Heilungen. All diese Erlebnisse haben in mir einen tiefen und nachhalti­gen Eindruck hinterlassen und gaben meinem Lebensweg eine entscheidende Wendung.

Aufbruch zu neuen Erfahrungen

Durch das Kennenlernen der Lehre Bruno Grönings und Beschäftigen mit der Person Bruno Gröning entwickelte sich in mir ein großes Vertrauen zum Leben, zu Gott und auch zu Bruno Gröning, den ich immer deutlicher als persönlichen geistigen Helfer und Freund empfand. Seitdem erlebe ich die Wirksamkeit der göttlichen Kraft und die Bedeutung der Worte Bruno Grönings, der sagte: „Ich erwecke in dem Menschen das Selbstvertrauen und den Glauben an sein Ziel.“ 


Mein Weg zur Musik

Schon als Kind habe ich sehr gerne klassische Musik gehört. Tschaikowskis „Nussknacker Suite“, Mozarts „Kleine Nachtmusik“ oder Händels „Feuerwerksmusik“ waren meine ersten Favoriten. Mein Vater war auch ein großer Klassik-Fan. Gerne saß ich abends neben ihm auf dem Sofa und lauschte andächtig den Klängen einer Oper oder einer Sinfonie, die er aus seiner Schallplattensammlung ausgewählt hatte.

Zwischenzeitlich habe ich auch gerne populäre Musik gehört, aber immer wieder zog es mich zur ernsten Musik zurück, und die Schlager und Popsongs verloren ihre Bedeutung.

Mit Beginn meiner Jugendzeit habe ich mich dann ganz auf die klassische Musik konzentriert – Bach, Händel, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann, Dvořák, Mendelssohn, Wagner und viele andere Meister waren in meiner Schallplattensammlung vertreten. Einem inneren Bedürfnis folgend, tauchte ich ganz in die Musik ein, wodurch sich mir eine unerschöpfliche Empfindungswelt erschloss. Im Laufe der Zeit bildete sich in mir unter anderem eine Vorliebe für Violinkonzerte.

Mein Weg zur Violine

Kurz vor meinem 19. Geburtstag kam meine Mutter zum Bruno Gröning-Freundeskreis und stellte sich seitdem auch für das Wohl der Familie ein. Damals erfuhr mein Leben eine auffallend positive Wendung. Unter anderem fasste ich in dieser Zeit beim Hören eines Violinkonzertes von Josef Haydn den festen Entschluss: Ich werde mir eine Violine kaufen.

Ich weiß noch genau, wie ich am 5.5.1984 in einen Musikladen ging und mir eine Geige gekauft habe - eine einfache Geige, aber es war meine Geige. Nun hatte ich sie zwar zu Hause - konnte sie aber nicht spielen. Als ich sie auspackte, an die Wange legte und den Bogen in die Hand nahm, war es für mich ein sehr bewegender und irgendwie vertrauter Moment. Den Duft dieses Instrumentes habe ich noch heute in meiner Nase. Obwohl ich nie zuvor Geige gespielt hatte, war es mir, als sei eine uralte vertraute Situation wieder präsent. Ich war beseelt von diesem Instrument und obwohl es heißt, es sei sehr schwierig, das Spielen einer Violine zu erlernen und man solle möglichst früh damit beginnen, kaufte ich mir eine Violinschule (Lehrheft) und arbeitete mich im Alleingang durch die Lektionen. Am Fernseher habe ich mir angesehen, wie man Violine und Bogen richtig hält. Nach wenigen Wochen habe ich mir Schallplatten mit Violinmusik aufgelegt und mich bemüht mitzuspielen. Mein unermüdliches Streben zeigte schnell Erfolg.

Drei Wochen nach dem Kauf der Violine kam ich zum Freundeskreis und etwa sechs Monate später zur Weihnachtszeit konnte ich bereits zusammen mit einem anderen Freund Violinduos spielen. Was in einer so kurzen Zeit möglich wurde, erstaunte mich selber. Ich spürte, wie diese innere Kraft mich dahin führte, mich mit Hingabe diesem Instrument zu widmen und mehrere Stunden am Tag zu üben. Für mich war es ein tiefes Bedürfnis und erfüllte mich mit einer Seligkeit, als ob sich zwei Liebende wieder gefunden hätten.

 

Musik selbst komponieren

Bereits als Kind kam in mir auch der Wunsch auf, selbst zu komponieren. Eines Tages nahm ich meine Blockflöte und wollte mir eine besondere Melodie ausdenken (komponieren). Sie sollte schöner werden als alle anderen Melodien, die ich kannte. Aber ich merkte schon bald, dass die Ergebnisse noch überhaupt nichts mit
"schönster Musik" zu tun hatten und legte mein Vorhaben enttäuscht beiseite. Der Wunsch, etwas Besonderes zu komponieren, erwachte aber immer wieder in mir.

Bei meiner Einführung in die Lehre Bruno Grönings war der Freundeskreis mit etwa 200 Freunden noch ganz klein. Damals kam bei einigen Freunden in meiner lokalen Gemeinschaft der Wunsch auf, miteinander zu musizieren. Sie kauften sich Blockflöten und fragten mich, ob ich die Flötengruppe leiten und Musikstücke mit ihnen einüben wollte. Gerne willigte ich ein, und so kam es, dass ich schnell aktiv an die Musik hier im Bruno Gröning-Freundeskreis herangeführt und beteiligt wurde.

Dabei erwachte auch wieder der Wunsch zu komponieren, und ich begann erneut kreativ zu werden, und diesmal war es anders. Melodien entstanden in mir, die mich persönlich anrührten. In diesen Jahren entstanden viele kleine Musikstücke, aber nicht nur von mir.
Auch mein Bruder, der ebenfalls mit dem Eintritt in den Freundeskreis und der Aufnahme des Heilstromes plötzlich das große Bedürfnis zum Komponieren spürte, erlebte auf ähnliche Art und Weise einen starken Fluss von guten Ideen mit einer
außergewöhnlichen Kreativität, die ihn wie mich befähigte, erste mehrstimmige Kompositionen zu schaffen. Immer kamen neue Ideen, neue Melodien, und alles war von einem neuen „Geist“ durchdrungen. Beim Anhören dieser Musik hatten wir ein sehr gutes Gefühl.

Dabei sei noch einmal darauf hingewiesen, dass sowohl mein Bruder als auch ich kein Musikstudium oder andere instrumentale Studien absolviert hatten. Als Kinder haben wir den zur Grundschulzeit üblichen Blockflöten-Unterricht genossen. Dabei haben wir uns allerdings nur als mittelmäßig begabte Schüler gezeigt. Als Jugendlicher habe ich noch ein Jahr eine Gitarrenschule besucht. Mein Bruder hat eine Zeit lang E-Gitarre und E-Bass in einer Band gespielt und intensiv Rockmusik gemacht und war damit auch auf eine gewisse Art erfolgreich. Aber eine Musik, wie wir sie jetzt beide machen, ist dabei in keiner Weise zustande gekommen.

Sollte ich ein Musikstudium machen?

Als für mich die Frage aktuell wurde, was ich beruflich machen will, habe ich natürlich ein Musikstudium ins Auge gefasst und begann ein Lehramtsstudium für Musik und Mathematik. Zwischenzeitlich heiratete ich meine liebe Frau, und wir haben Kinder bekommen. Durch die neuen Lebensumstände wurde die Zeit zum Violine Spielen knapp und ich fühlte mich durch den erheblichen Zeitaufwand für die nötigen Übungen im Instrumentalspiel bei der Fakultät Musik nicht mehr am richtigen Platz. So wechselte ich bereits nach eineinhalb Semestern vom Fach Musik zur Physik. Da musste ich kaum üben und es ging mir alles viel leichter von der Hand.

Obwohl ich also nie ein Musikstudium absolviert hatte, zeigten die nachfolgenden Jahre, dass die zum Komponieren notwendigen Fähigkeiten bereits fest in mir angelegt und zum Einsatz bereit waren. Allerdings habe ich einen bedeutenden Zusammenhang festgestellt zwischen meiner inneren Einstellung und der Fähigkeit, gute Musik zu schaffen.

Beobachtungen beim Komponieren

Wenn ich mit der Einstellung komponieren wollte, "ich bin ein fähiger Komponist, jetzt will ich doch mal wieder ein schönes, tolles Stück komponieren", und ich mich in den Glauben versetzte, dass ich das alleine aus mir selbst heraus schaffen könnte, dann kam dabei entweder nichts oder nur etwas völlig Belangloses zustande. Schlussendlich hatte mich das Ergebnis immer enttäuscht und ich habe es dann schnell in die Mülltonne geworfen.

Aber wenn ich mit einer auf ehrlicher Demut fußenden Hingabe darum gebeten habe, dass mir aus der Fülle einer höheren Welt von Wahrheit, Licht und Liebe gegeben wird, dann begann es zu fließen. Dabei machte ich stets die Erfahrung, dass die Bitten an Bruno Gröning, mich mit der göttlichen Quelle zu verbinden, zu den wunderbarsten musikalischen Einfällen und Ergebnissen geführt haben. Auch die Weiterverarbeitung der melodischen und harmonischen Ideen zu einem für ein Orchester oder Chor realisierbaren in sich geschlossenen Musikwerk, die Entscheidungen hinsichtlich der Verteilung der verschiedenen Stimmen auf die Orchesterinstrumente und der Stimmführungen oder der Phrasierungen gelangen erst überzeugend mit Hilfe der erbetenen göttlichen Kräfte.

Doch das Komponieren ist für mich auch immer wieder ein von teils heftigen Geburtswehen begleiteter Schaffensprozess, der kraftmäßig eine Herausforderung darstellt, denn mit der Inspiration alleine ist es noch nicht getan. Müssen doch Inspiration und Intellekt in ein fruchtbares Gleichgewicht und Miteinander gebracht werden. Fast könnte man es damit vergleichen, den Himmel mit der Erde zu vermählen.

Um den über das innere Hören empfangenen musikalischen Eingaben eine möglichst authentische und hörbare Gestalt zu verleihen, sind eine Vielzahl von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten erforderlich. Nur wenn man diese im notwendigen Umfang besitzt, ist man schließlich in der Lage, die Noten aufzuschreiben und die zur Verfügung stehenden klanglichen Mittel, d.h., die verschiedenen Musikinstrumente oder die unterschiedlichen Singstimmen in geeigneter Weise einzusetzen. Aber auch hier habe ich erlebt, dass unter dem Einfluss der göttlichen Kraft auch eine erstaunliche Führung wirksam wird, die über bestehende Wissenslücken oder fehlende Erfahrungen auf wundersame Art hinweghilft und Wege aufzeigt, die der Verstand so nicht gefunden hätte. Wenn ich auf dieser Ebene gearbeitet habe, in der Ruhe und Gewissheit, "es wird mir gegeben", dann war die Musik im Ergebnis getragen von einer geistigen Güte.

Diese Erlebnisse haben mir deutlich gezeigt, dass ich überhaupt erst durch das Aufnehmen des göttlichen Heilstromes befähigt worden bin, so zu komponieren.

Musikprojekte im Bruno Gröning-Freundeskreis

Im Laufe der Jahre begann der Freundeskreis rapide zu wachsen und es wurden viele Musikprojekte realisiert. Zu Beginn entstand die Flötengruppe und einige Monate später der erste Chor mit Freunden, die gerne singen wollten. Es wurden erste mehrstimmige Stücke eingeübt und gesungen. Bald begannen mein Bruder, andere Freunde und ich damit, eigene Stücke zu komponieren. 1995 haben wir dann einen großen Chor und ein Orchester mit Freunden aus dem Freundeskreis zusammengestellt, die eine angemessene musikalische Voraussetzung mitbrachten. Seitdem veranstalten wir zweimal im Jahr große Chor- und Orchester-Wochenenden, zu denen Freunde inzwischen auch aus dem angrenzenden europäischen Ausland zusammenkommen, um mitzusingen oder zu musizieren und die selbstkomponierten Musikwerke zu realisieren. Das sind immer herausragende Erlebnisse für jeden Einzelnen, ein besonderes Erleben an Kraft, innerer Empfindung und an dem freundschaftlichen Zusammenwirken.

Suche nach einem Orchester für die erste Filmmusik

Im Jahre 1990 kam der Gedanke auf, einen richtigen Kinofilm zu produzieren, die Verfilmung des Romans „Der Wunderapostel“ von dem österreichischen Schriftsteller Hans Sterneder. Für das Komponieren der Filmmusik wurde ich gefragt. In mir war sofort Zustimmung: wunderbar, klasse, das mache ich.

Am Anfang stand natürlich die Frage, für welchen Instrumentenkreis die Musik zu schreiben ist. Bis dahin lag alles noch auf einem einfachen Realisierungsniveau für einzelne Instrumente oder Chor, aber nicht für ein großes Orchester. Jedoch bekam ich den Gedanken, es muss für ein richtiges Orchester sein. So stellte sich die Frage, welches Orchester? Ein gutes Orchester ist sehr teuer.

Orchester? Ja oder nein? Wer finanziert das? Diese Frage habe ich dann mit Grete Häusler besprochen (Gründerin und damals Leiterin des Freundeskreises). Sie antwortete mir, sie wüsste es auch nicht. Aber sie hat sich dann auf die göttliche Kraft eingestellt und Bruno Gröning gedanklich gefragt: "Was sollen wir da machen?" Dabei bekam sie folgenden Gedanken: „Er wird sich noch wundern, was ich ihm geben werde.“ Was genau, das wussten wir dann zwar auch nicht, aber ich bekam weiterhin den Gedanken für ein Orchester zu komponieren. Das habe ich dann auch gemacht.

Schließlich bekamen wir durch seltsame Fügung den Kontakt zum Babelsberger Filmorchester. Damals stand das alte Defa-Orchester am Abgrund, ganz nahe vor der Auflösung infolge der Wende nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Sehr gerne nahmen sie deshalb unseren Auftrag zu einem für uns bezahlbaren Preis an. Damit hatten wir ein Filmmusikorchester, das genau auf unseren Auftrag spezialisiert war. Zusätzlich konnten wir auch die technischen Einrichtungen und Räume in den Defa-Studios für die Aufnahmen nutzen. Es hat mich in großes Erstaunen versetzt und auch beglückt, wie genial die vielen Fügungen zueinander passten, um die Musik in professioneller Qualität aufzunehmen.

Anerkennung bei den Musikaufnahmen in den Defa-Studios

Der erfahrene Dirigent, M. R., hatte bereits damals mit diesem Orchester für über siebenhundert Filme die Musik eingespielt. Nach Einspielen unserer Musik zum Film „Der Wunderapostel“ war er sichtlich beeindruckt. Mehrfach äußerte er anerkennend sein Erstaunen darüber, dass einer, der überhaupt keine Musik und vor allen Dingen keine Kompositionslehre oder Ähnliches studiert hat, solch eine Musik zustande bringen kann. Er kenne Professoren, die Komposition lehrten, aber das nicht zustande bringen würden.

Da hätte ich natürlich mit stolzgeschwellter Brust einher schreiten und sagen können: „Ach, was bin ich doch für ein großes Talent.“ Aber mir war ganz klar bewusst, dass ich hier von höherer Ebene aus befähigt worden war. Denn während des Kompositionsprozesses der Filmmusik bekam ich zeitweise gar nichts hin, keinen Gedanken, es ging nicht weiter. Einige Tage habe ich gerungen, mit innigsten Bitten an Bruno Gröning, mir zu helfen und die Verbindung wieder zu schaffen. Dann plötzlich floss es wieder, klare Gedanken, schöne Klänge, reine Musik.

Immer wieder gab es diese Momente, dass ich erst durch innigste Bitten im festen Glauben wieder in der Lage war, es mir geben zu lassen. Auf dieser Grundlage entstand die Musik.

Man kann daraus auch die Lehre ziehen, dass alle Kräfte und Impulse, die uns Menschen zu Taten und Werken befähigen, welche im Sinne der allgemeinen Entwicklung Gutes und Heilsames in sich tragen und bezogen auf die Gesamtheit Gedeihen und Wohlergehen fördern, uns aus dem göttlich geistigen Reich zufließen, wenn wir darum bitten. Das gilt nicht nur für die Kunst, sondern auch für die Politik, die Wissenschaften und letztlich für alle Bereiche des menschlichen Wirkens.

Musik zum Bruno Gröning-Dokumentarfilm

Wer war dieser Bruno Gröning? Wer sein Leben wirklich durcharbeitet, wer seine Lehre und sein Wirken unvoreingenommen betrachtet, wird bald erkennen, wie
außergewöhnlich dieser Mensch war.

Beim Komponieren der Begleitmusik zum Dokumentarfilm über Bruno Gröning machte ich weitere bemerkenswerte Erfahrungen.

Auch hier erlebte ich viele geistige Hilfen und Führungen,
welche die Komposition voranbrachte, bis eines Tages der Termin zu den Orchesteraufnahmen bevorstand. Bei der Anreise zu den Aufnahmen fehlte mir allerdings noch ein wichtiges Stück. Lange hatte ich mich schon darum bemüht, aber es kam nichts. So fuhr ich denn im vollen Vertrauen los, dass es mir zum richtigen Zeitpunkt noch gegeben werden würde. Fünf Tage waren für die Aufnahmen geplant. Am ersten Tag wollte ich am Abend das fehlende Musikstück komponieren, aber da bekam ich noch keinen Gedanken. Am zweiten Tag war Stromausfall in der Gegend und ich konnte wieder nichts machen, weil ich meinen Computer dafür brauchte. Innerlich blieb ich aber ganz in der Ruhe, in dem Gefühl, es wird alles zur richtigen Zeit gegeben. Am Vorabend des letzten Aufnahmetages habe ich mich hingesetzt und dann ging es. Es war ein wunderbares Erlebnis;  plötzlich war der Himmel offen und es floss. Die Arbeit dauerte dann noch bis zum nächsten Morgen, aber es war zur Aufnahme fertig komponiert und die Noten lagen fertig ausgedruckt zum Einspielen für das Orchester bereit.

Auf der Heimfahrt von den Aufnahmen habe ich mir die einzelnen Stücke noch einmal angehört. Als dieses Stück kam, hat mich das in meinem Innersten zutiefst bewegt. Da bekam ich das Gefühl, ich durfte dies empfangen, weil ich am Ende alles freigeben konnte und in Gottes Hände gelegt habe. Nun konnte ich hören und spüren, dass in diesem Stück etwas Besonderes enthalten war.

Solche Erlebnisse zeigen mir immer wieder auf, wie absolut präsent das göttliche Reich ist und mit seinem Wirken letztendlich alles zum Guten führt, wenn wir darauf vertrauen. Dabei lernen und üben wir die göttlichen Spielregeln und gewinnen weiter an Vertrauen und Glauben. Damit können wir unser ganzes Leben von jeder Sorge und Angst befreien, denn wir wissen immer sicherer: Wenn wir auf die göttliche Fürsorge vertrauen, wird am Ende alles gut.

Musik – ein Türöffner zur geistigen Welt


Wirkung der Musik

Was mich natürlich besonders interessiert, ist die Wirkung die unsere Musik auf andere Menschen ausübt. Es berührt mich immer wieder, dabei zu erleben, wie Zuhörer sich innerlich angesprochen fühlen, betroffen und mit Empfindungen erfüllt sind, die auch wir beim Komponieren der betreffenden Musikwerke hatten.

Die Wirkung unserer Musik ist jedoch von Mensch zu Mensch sehr verschieden. So konnte ich beobachten, dass der eine oder andere, der sich die Musik anhörte, ganz "hin und weg" war, mit Tränen in den Augen und wunderbare Dinge dabei empfunden hatte. Für ihn war diese Musik gut und wertvoll. Andere wiederum, denen ich diese Musik vorspielte, empfanden nichts dabei, sie fühlten sich gelangweilt und konnten damit nichts anfangen. Die Musik war für sie ohne Bedeutung. Einzelne haben sich auch abfällig darüber geäußert.

Deutlich wird dabei, dass die Wirkung einer Musik von bestimmten inneren Einstellungen und Intentionen des Menschen abhängig ist und wie resonanzfähig der Zuhörer ist. Je mehr die Schwingungsfähigkeit des Hörers der des Komponisten gleichkommt, desto ähnlicher wird auch die Empfindung und Wirkung sein, die diese Musik in ihm auslöst.

Wer sich hier im Bruno Gröning-Freundeskreis unsere Musik anhört, der will auch richtig erfassen, will den göttlichen Heilstrom in sich aufnehmen, will Hilfen und Heilungen für sich und andere erlangen. Dabei kann diese Musik ihre ganz besondere Wirkung entfalten, den Hörer geistig hochheben und in eine göttliche Schwingungsresonanz bringen, wobei er viel Gutes aufnehmen kann. Immer wieder bestätigen uns Freunde diese Erfahrung.
Wenn aber Menschen mit anderen Intentionen diese Musik hören, ist die Wirkung ganz anders.

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass bestimmte, besonders wertvolle Musikwerke erst nach mehrmaligem Hören in mir eine besondere Wirkung entfalten konnten. Als Hörer muss man sich an neue musikalische Ausdrucksweisen manchmal erst einmal gewöhnen. Bei sehr anspruchsvollen Werken entwickelt sich erst nach einer gewissen Hingabe und Beharrlichkeit ein Verständnis für die Tonsprache des Komponisten. Nicht immer gibt das unbekannte Musikwerk sofort seine Schätze preis und lässt dem Hörer die in ihm enthaltenen Botschaften erfahrbar werden.

Mehrfach wurde mir auch durch den einen oder anderen Bruno-Gröning-Freund mitgeteilt, dass man erst nach und nach durch die regelmäßige Aufnahme des Heilstromes unsere Musik schätzen und lieben gelernt hat.

Von vielen berühmten Komponisten ist bekannt, welchen Zeit- und Kraftaufwand sie in das Entstehen ihrer bedeutendsten Musikwerke investiert haben, wie sie gerungen und gekämpft haben, um ihre innere Vision und den göttlichen Auftrag möglichst unverfälscht zu verwirklichen. Beispielsweise soll Josef Haydn während der Kompositionsarbeiten an seinem Oratorium „Die Schöpfung“ jeden Tag auf Knien Gott angefleht haben, ihm die Kraft zum Weiterarbeiten zukommen zu lassen. So ist es verständlich, dass auch an den Hörer bestimmte Ansprüche gestellt werden bezüglich seiner Einfühlsamkeit, Hingabe und Bereitschaft, sich auf Unbekanntes einzulassen, damit sich in ihm die Resonanzfähigkeit ausbilden und die Musik ihre verborgenen Kostbarkeiten offenbaren kann.

Ein neuer Freund, ein professioneller Musiker der Weltklasse

Interessant für uns war, als im Jahre 2011 ein langjährig erfahrener Musiker eines weltberühmten Festspielorchesters zum Freundeskreis kam. Er brachte reiche Erfahrungen mit, die er durch seine Tätigkeiten im professionellen Orchester- und Opernbetrieb gesammelt hatte. Er hatte mit Chören, Musikern und Dirigenten von erlesener Qualität zusammengearbeitet und hatte auch Einblicke in die geschäftlichen Bedingungen der nötigen Betriebsgesellschaften.

Im letzten Jahr kam er zu einem unserer Chor- und Orchester-Wochenenden und saß da im Orchester als Freund unter Freunden. Hier sind nur Bruno Gröning-Freunde, und deshalb beginnt alles mit dem gemeinsamen Einstellen, um den Heilstrom aufzunehmen und insgesamt für die geplanten Aufnahmen in die göttliche Verbindung zu treten.

Als er dann den Chor hörte, ist es ihm sofort "durch und durch" gegangen, weil er fühlte, welche große Kraft hier mitschwingt. Er drückte es selbst so aus, dass er renommierte Chöre, Spitzenchöre und preisgekrönte Chöre kenne, aber ein Empfinden in dieser Weise noch nie so stark erlebt habe.

Ihm wurde dabei bewusst, dass dieses Singen und Musizieren in Verbindung mit dem Einstellen auf die göttliche Kraft etwas ganz Besonderes ist, was unser musikalisches Schaffen trägt und durchdringt.

Bei unseren Aufnahmen hat die klangliche Perfektion einen hohen Stellenwert und wir arbeiten gewissenhaft und unermüdlich daran, das Beste aus den uns gegebenen Möglichkeiten herauszuholen. Über der klanglichen Perfektion steht aber die innere Anbindung an die göttliche Kraft, zu der jeder Freund durch seine persönliche Einstellung und Verbindung zu Gott einen wichtigen Beitrag leistet. Hierdurch wird das gemeinsame Schaffen von einer geistigen Kraft beseelt und getragen und schwingt im Einklang mit der höheren Welt. Dies erzeugt eine hohe aufbauende Schwingung, die man beim Abspielen der Tonaufnahmen vielleicht nicht hören, aber fühlen kann.

 

"Romanze in G-Dur" von Burkhard P. aus der CD "Ursprünglich"

 

"Lebensbrünnlein" von Burkhard P. aus der CD "Lebensbrünnlein"

 

Musik vom Bruno Gröning-Freundeskreis im Grete Häusler Verlag

 

Die Musik und ihre Wirkung

Als Komponist bin ich bestrebt, das im Inneren Gehörte mit Hilfe der zur Verfügung stehenden klanglichen Mittel auf die äußere Ebene zu übertragen. Dabei nehme ich mich nicht als Initiator oder Erzeuger der Musik wahr. Auch bewirke ich als Komponist nicht die Reaktionen im Hörer. Ursache und Wirkung der Musik sehe ich unmittelbar mit dem natürlichen Gefüge unserer Seele in Zusammenhang und ihre untrennbare Verbindung zu einem geistigen Ursprung. Den Erkenntnissen der modernen Physik zufolge ist letztendlich alles Schwingung und folglich alles Musik.

Möglicherweise ist das ein Grund dafür, warum man mit der Kunstform Musik das Gemüt eines Menschen so wirkungsvoll berühren und beeinflussen kann. Lassen sich doch die Zuhörer je nach Art der Musikkomposition in die unterschiedlichsten Gefühlszustände versetzen wie z.B.: Rührung, Heiterkeit und Freude oder Feierlichkeit bis hin zu hohen sakralen Empfindungen; aber auch gegenteilige Zustände wie Sinnlichkeit und Ausgelassenheit bis hin zu schrankenloser Gewalt- und Zerstörungssucht.

Gerne vergleiche ich die Wirkung der Musik mit einem Schlüssel, der in der Seele des Zuhörers eine Tür öffnet, durch welche er in gewisser Weise mit denselben geistigen Quellen in Verbindung treten kann, durch welche der Komponist zu dieser Musik inspiriert worden ist.
So kann das Hören einer Musik, bei welcher der Komponist seine Inspiration aus hohen geistigen Bereichen erhalten hat, die Seele erquicken, erleuchten und sie für die Aufnahme der göttlichen Kräfte empfänglicher machen.

Im umgekehrten Falle kann Musik auch das natürliche Harmoniegefüge der Seele zerstören und sie für ungute Einflüsse empfänglich machen. Es ist bezeichnend für unsere Zeit, wie die Musik- und Unterhaltungsindustrie uns gerade mit solcher Musik überschwemmt, die sich mit ihren negativen Einflüssen, besonders aber der Jugend, mit einer Macht aufdrängen, der man sich kaum entziehen kann.

Hierdurch ergibt sich für mich dringend die Notwendigkeit, der negativen Seite der heutigen Musikkultur eine Musik entgegenzustellen, die in der Lage ist, in den Menschen wieder die Sehnsucht nach dem Göttlichen, nach Reinheit und Harmonie zu erwecken.

Dabei darf ich im Rahmen des Bruno-Gröning-Freundeskreis mithelfen, was mich mit Dankbarkeit und Freude erfüllt.

Was verdiene ich mit dem Komponieren?

Hier im Bruno Gröning-Freundeskreis helfen alle Freunde ohne Bezahlung, d. h., ehrenamtlich, auch unsere Sänger, Musiker, Techniker und Organisatoren. So gibt jede und jeder Beteiligte bei den Chor- und Orchester-Wochenenden gerne seine Zeit und trägt auch die Kosten für Anreise und Aufenthalt. Denn durch das besondere Erleben auf musikalischer, vor allem aber auf geistiger Ebene, fühlt sich jeder am Ende als Beschenkter.

Auch ich wurde gefragt, was ich denn am Komponieren verdiene.

Freunde haben berichtet, dass sie beim Anhören der Musik viel aufnahmefähiger für die göttliche Kraft wurden, dass sie dadurch Hilfen und Heilungen erlebt haben. Da muss ich fragen, was will ich denn noch mehr? Ist es nicht der schönste Lohn? Der Gedanke, daran Geld zu verdienen, ist überhaupt nicht da. Das passt auch gar nicht zusammen. Für unsere Familie reicht mein Einkommen aus meinem wunderbaren Beruf als Lehrer. Wie könnte ich die göttlichen Geschenke zu Geld machen wollen?
Mir bleibt neben meinen zahlreichen Aufgaben nicht viel Zeit zum Komponieren. Aber wenn ich die Gelegenheit dazu bekomme, fühle ich mich in meinem Element, weil ich genau das mache, was ich am liebsten tue.

Zudem fühle ich mich auch in besonderer Weise Gott gegenüber verpflichtet, mich für all das Gute dankbar zu zeigen, was ich durch das Wirken Bruno Grönings an meiner Familie und mir erlebt habe. Dieses Geschehen hat mir das göttliche Wirken als real existent aufgezeigt. Solches hatte ich früher mehr als verstaubte Geschichte aus der Bibel betrachtet. Tatsächlich wirkt diese ewige göttliche Kraft nach wie vor und kann von uns Menschen empfangen werden. Durch meine Aufgabe im Bruno Gröning-Freundeskreis kann ich in Zusammenarbeit mit vielen anderen Freunden helfen, dass sich die Menschen durch die segensreiche Wirkung von guter Musik noch besser für die Aufnahme der göttlichen Kraft öffnen können.

Schlussbetrachtung

Als Physiklehrer freut es mich, wie die neusten wissenschaftlichen Entdeckungen immer deutlicher zeigen, dass unser materielles, auf Messbarkeit basierendes Weltbild dringend erweitert werden muss. So wird die Existenz einer übergeordneten, für unsere Sinne und technischen Detektoren unsichtbaren Welt angenommen, die neue Dimensionen und unbekannte Möglichkeiten jenseits von Raum und Zeit umspannt.

Bruno Gröning nannte es das geistige Reich, und sein Wirken und seine Lehre bezeugen, dass ihm auf der Erkenntnis-, aber auch auf der Handlungsebene ungeahnte Zugänge in diese übergeordnete Welt offen standen, aus der er uns heute wie damals seine helfende Hand entgegenstreckt.

In einem Loblied auf die Musik aus dem 17. Jahrhundert, heißt es im Refrain:

"Alles was irdisch, muss endlich vergeh´n, Musika bleibet in Ewigkeit besteh´n."

In diesem Text wird der Musik eine über das Materielle hinausgehende ewige Bedeutung zugesprochen. Sie ist sozusagen von geistiger Natur und kann uns aus dem geistigen Reich Botschaften und Empfindungen übermitteln.

Musik – ein Türöffner zur geistigen Welt 

Es macht mich dankbar, gemeinsam mit anderen Freunden im Bruno Gröning Freundeskreis in der Musik nun seit vielen Jahren tätig sein zu dürfen.

Ein Herzenswunsch aus meiner Kindheit hat sich so auf wunderbare Art und Weise erfüllt.

Abschließend wünsche ich allen Menschen Gesundheit und wahres Lebensglück.