Wissenschaftler kommen zu Wort
Euer Flehen und Bitten zum Herrgott war nicht umsonst.
Euer Flehen und Bitten zum Herrgott war nicht umsonst. Bruno Gröning
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Gott und Dienst am Nächsten wurden zum Mittelpunkt in meinem Leben

Bericht von Jutta G. (2009)

Im Sommer des Jahres 1994, es war mein 43.Lebensjahr, befand ich mich familiär, beruflich, und daraus folgend auch seelisch und körperlich, in einer großen Krise. Ich war immer ein Kämpfertyp gewesen und immer optimistisch, aber nun hatte ich das Gefühl, mit meinen Kräften am Ende zu sein und in einer Sackgasse zu stecken.

Dazu kam eine quälende Hauterkrankung meines Sohnes und die schwere Belastung meiner Mutter, deren Beinarterien sich soweit verschlossen hatten, dass infolge der mangelnden Durchblutung des rechten Fußes das Gewebe abzusterben begann. Dadurch bildeten sich an der Ferse und an den Fußsohlen einige bis zu 3 cm tiefe Löcher, die nicht mehr heilten. Sie hatte qualvolle Schmerzen und bekam die höchste Dosis an schmerzstillenden Mitteln. Da meine Mutter jetzt nicht mehr laufen und auftreten konnte, war sie an den Rollstuhl gefesselt, denn die leichteste Berührung des Fußes verursachte ihr Höllenqualen, und es bestand immer die Gefahr einer Blutvergiftung. So wurde während zwei Klinikaufenthalten eine Unterschenkel-Amputation empfohlen. Das lehnte meine Mutter aber strickt ab.

Auf der Suche nach Möglichkeiten

Aufgrund dieser furchtbaren Diagnose habe ich mich für meine Mutter auf die Suche nach Möglichkeiten von Hilfen durch alternative Heilweisen begeben. Durch eine Freundin bin ich dabei zum ersten Mal in Kontakt mit einer Heilerin gekommen und auch auf Bücher mit Inhalt zu geistigen Themen gestoßen. Die Heilerin konnte zwar meinem Sohn helfen, jedoch meine Mutter nicht von den Durchblutungsstörungen befreien, diese blieben weiterhin bestehen.

Durch Kummer und Sorgen, die ich wegen all dieser Situationen in mich aufgenommen hatte, bekam ich Anfang des Jahres 1993 immer öfter Magenkrämpfe, die sich so steigerten, dass ich dann im Frühsommer 1994 jede zweite Nacht für mehrere Stunden krampfartige Zustände in der Speiseröhre mit übermäßigem Speichelfluss hatte. Der Schluckreflex war jedoch so blockiert, dass ich jede zweite Nacht für 3-4 Stunden in meinem Bett saß und den Speichel in ein Handtuch fließen lassen musste. Die erste Hälfte des jeweils folgenden Tages war ich nicht fähig, feste Nahrung aufzunehmen, da die Speiseröhre „wie zugeschnürt“ war. Eine Untersuchung beim Facharzt ergab keinen organischen Befund. Deshalb schickte mich der Arzt mit Psychopharmaka wieder nach Hause, da er die Ursache in meinem depressiven Gemütszustand sah. Ich fühlte mich wie uralt und leer, und wusste nicht mehr ein noch aus.

Die große Wende

Am tiefsten Punkt meines Lebens angelangt, flehte ich eines Nachmittags im Spätsommer 1994 zu Gott: „Vater, bitte hilf mir, ich weiß nicht mehr weiter!“; doch es dauerte noch mehr als 6 Monate, bis Gott meinem Leben die große Wende gab.

J. G.Die Wende begann, als meine Mutter im Frühjahr 1995 in einer Kurklinik für Heilfasten war, die ihr zur Entgiftung (sie nahm wegen der schrecklichen Schmerzen im Fuß sehr hohe Dosen an Schmerzmitteln) und zur Verbesserung des Allgemeinzustandes verhelfen sollte.

Von einer Mitpatientin bekam sie ein Büchlein mit dem Titel „Einführung in die Lehre Bruno Grönings“ geschenkt. Das war wie ein Zeichen des Himmels für meine Mutter. Sie las die Broschüre immer wieder aufmerksam durch und begann, so gut wie Sie die Anleitung verstehen konnte, sich mehrmals täglich auf die in dem Büchlein beschriebene Heilkraft einzustellen. Im Laufe des Klinikaufenthaltes zeigte sich ein kleiner Fortschritt in der Wundheilung am Fuß meiner Mutter. Diesen ersten Erfolg, der bereits nach drei Wochen eintrat, schrieb meine Mutter selbst der Aufnahme dieser Heilkraft zu. Sie bat mich, herauszufinden, ob in unserem Heimatort Bayreuth eine Gemeinschaft zur Schulung dieser Lehre existiere, damit sie nach Beendigung der Kur an solchen Gemeinschaftsstunden teilnehmen könne. Tatsächlich gab es eine Gruppe von Bruno Gröning-Freunden, die sich in einem Lokal traf, nur wenige hundert Meter von unserer Wohnung entfernt!

Das hatte ich bis dahin nie wahrgenommen. So brachte ich meine Mutter nach Beendigung der Kur regelmäßig im Rollstuhl zu den Stunden, ließ mich selbst aber nicht in diese Lehre einführen, weil ich erst beobachten wollte, wie sich die Gesundheit meiner Mutter entwickeln würde. Interessiert las ich jedoch zuerst das Einführungsbuch und ca. 2 – 3 Wochen später einen Erfolgsberichtsband, den meine Mutter vom Gemeinschaftsleiter geschenkt bekommen hatte. Ich war überwältigt von den vielen wunderbaren Heilungen und ermutigte meine Mutter, nicht aufzugeben und zu glauben, dass auch ihr die Heilkraft helfen würde.

Daraufhin begann auch ich mich auf die Heilkraft einzustellen

Als ich dies das erste Mal tat, bat ich Gott, dass er mir durch Heilung meiner Mutter ein Zeichen geben möge, ob dieser Weg ein Göttlicher Weg sei. Mit großem Interesse beobachtete ich die gesundheitlichen Fortschritte meiner Mutter, die schließlich im November 1995 die volle Heilung erhielt. So hatte mir Gott meinen Wunsch nach einem Zeichen erfüllt.

Durch das Lesen der Schulungsbriefe, die mir meine Mutter gab, erkannte ich sehr schnell, dass hier nicht nur Heilungen von körperlichen Krankheiten geschehen können, sondern auch Hilfen bei seelischen Belastungen, Eheproblemen und Unfrieden am Arbeitsplatz eintreten können.
Der Glaube und das Vertrauen in mir festigte sich immer mehr, dass dies auch mein Weg zur Gesundung und zur Änderung meines Lebens sein könne, vor allem, als ich mir sicher war, dass die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe völlig freiwillig und ohne jeglichen Zwang, und außerdem noch unentgeltlich ist.

Ich war wie in einer anderen Welt

So nahm ich noch im November 1995 an einer Einführung in die Lehre Bruno Grönings teil. Durch die wunderschöne Musik, die am Ende des Einführungsgespräches gespielt wurde, war ich wie in einer anderen Welt und kann mich deshalb an Einzelheiten nicht mehr erinnern.

Von diesem Zeitpunkt an besuchte ich jede Gemeinschafsstunde, denn sie waren für mich eine Insel der Ruhe und Kraftquelle zugleich. So etwas hatte ich vorher noch nicht erlebt, dass ich von einer so großen inneren Ruhe ergriffen werde, die danach noch einige Tage anhält. Im Frühjahr 1996 durfte ich auf einer Tagung des Bruno Gröning-Freundeskreises die Heilung von langjährigen Rückenproblemen geschenkt bekommen. Die nächtlichen krampfartigen Schmerzen im unteren Bereich der Speiseröhre traten immer weniger auf und waren nach eineinhalb Jahren ganz verschwunden. Ich habe den Glauben an Gottvater und die Lebensfreude zurückbekommen.
Beruflich hat sich für mich nun alles zum Guten gewendet und ich habe wieder mein Selbstvertrauen zurück gewinnen dürfen.

Alles hat sich Stück um Stück zum Guten gewandelt

Im privaten Bereich hat sich ebenfalls alles Stück um Stück zum Guten gewandelt und im Jahr 2000 ist auch mein Mann zum Bruno Gröning-Freundeskreis gekommen und durfte seitdem mehrere Heilungen erleben. Einige Zeit später sind unsere Tochter, der Schwiegersohn und später die Enkelkinder ebenfalls in die Lehre Bruno Grönings eingeführt worden und haben viele Hilfen in allerlei Angelegenheiten erhalten.

In meiner Familie sind jetzt Gott und der Dienst am Nächsten zum Lebensmittelpunkt geworden. Mein Mann, unsere Tochter und ich helfen mit großer Freude und Dankbarkeit im Bruno Gröning-Freundeskreis ehrenamtlich mit. Wir sind glücklich, den suchenden Menschen in körperlichen und seelischen Nöten einen guten Weg zur Gesundheit, Lebensfreude und zur Verbindung und Hinwendung zu Gott zeigen zu dürfen.

 

J. G.