Wissenschaftler kommen zu Wort
Euer Flehen und Bitten zum Herrgott war nicht umsonst.
Euer Flehen und Bitten zum Herrgott war nicht umsonst. Bruno Gröning
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Immer mehr fühle ich mich mit Gott verbunden

Bericht von Irene S. (2009)

Ich hatte schon als Kind allen ungewissen Dingen gegenüber, die ich nicht selbst steuern und bestimmen konnte, Angst. Bereits kurz nach meiner Hochzeit im Jahr 1980, im Alter von 22 Jahren, war ich völlig überfordert mit den vielen Gedanken um Organisation und Planung unseres Familienlebens, wenn es nicht so lief, wie ich es mir vorstellte. Schon von Kindheit an spürte ich oft Verzweiflung, die mir jede Lebensfreude nahm, und ich litt unter Ein- und Durchschlafstörungen. Im Lendenwirbelbereich verspürte ich eine Steifheit, die ab dem sechzehnten Lebensjahr schmerzhaft wurde. Im achtzehnten Lebensjahr bekam ich erste Behandlungen, die jeweils nur für kurze Zeit eine geringe Linderung brachten. Später zogen sich die Schmerzen über die Hüften und den Ischiasnerv bis in beide Beine hinunter, so dass ich mich nur noch mit großer Mühe und unter großen Schmerzen bewegen konnte.

Auch mein Mann und unsere vier Kinder waren belastet

Besonders die beiden ersten Kinder, Zwillinge, im Jahr 1982 geboren, waren lange im Krankenhaus, und auch später noch schwebte die zweite Tochter Claudia wegen Asthma oft in Lebensgefahr. Mit neun Jahren war sie bezüglich Asthma bronchiale und Neurodermitis austherapiert. Etwa alle drei Wochen musste ich mit ihr zum Notdienst, wo sie eine Zusatzbehandlung mit Kortison und einem anderen Medikament bekam. Oft habe ich weinend und betend an ihrem Bett gesessen. Auch unser drittes Kind litt sehr stark unter Neurodermitis. Zwei Kinder litten zusätzlich noch unter Lebensmittelallergien, was beim täglichen Einkaufen und Kochen viel Zeit und Kraft kostete. Sie kamen fast jede Nacht zu mir ins Bett, und wenn die Kinder mich dabei aus Versehen am Rücken stießen oder berührten, verstärkten sich die Hüft- und Beinschmerzen, sodass ich nicht schlafen konnte. Die andern beiden Kinder mussten wegen Blasenschwäche und häufiger Bronchitis auch ständig zum Arzt. Mit den Kindern war ich fast mehr zu Ärzten unterwegs als zu Hause. Ich litt unter ständiger Müdigkeit und war tagsüber sehr gereizt.

Die ganze Familie war gereizt

und unterhielt sich fast nur noch im Schreiton. Normale Gespräche fanden kaum mehr statt. Ich rauchte mindestens eine Schachtel Zigaretten am Tag, und manchmal versuchte ich alles mit Alkohol zu ertränken und wegzuspülen. Aber das brachte keine Lösung. Ich war völlig verzweifelt und hatte keinen Lebensmut mehr. Nur der Glaube an Gott und dass Gott mir das Leben geschenkt hat und nur Er das Recht hat, es mir wieder zu nehmen, hatten mich davon abgehalten, mir selbst das Leben zu nehmen. Auch die Tatsache, dass vier kleine Kinder da waren, hatte mich daran gehindert. Ungefähr zwei Jahre lang betete und flehte ich sehr oft ganz verzweifelt zu Gott. Ich weiß nicht mehr genau, wann ich so besonders inniglich gebetet hatte, es muss zu Beginn des Jahres 1993 gewesen sein. Doch kann ich mich noch an den einen Satz erinnern: „Lieber Gott, wenn es doch unserer Claudia endlich besser gehen würde, dann würde es unserer ganzen Familie besser gehen.“

Sie erzählte immer mehr über Bruno Gröning und ihre Erlebnisse

Eine Cousine meines Mannes kam Anfang 1993 öfter zu uns und erzählte uns kurze Zeit nach meinem besonderen Gebet von ihrer ersten Begegnung mit dem Bild Bruno Grönings, welches sie auf einer Messe gesehen und was sie dabei erlebt hatte. Mich berührte das noch sehr wenig. Aber bei jedem Treffen erzählte sie mehr über Bruno Gröning und ihre Erlebnisse. Bei einem Besuch im Juni 1993 erzählte sie mir dann auch vom Einstellen, und ich bat sie, mir zu zeigen, wie man das genau macht.

Danach fühlte ich Leichtigkeit und Freude in mir

Wenige Tage später ging ich zur Einführung in die Lehre Bruno Grönings. Es war das schönste und beeindruckendste Erlebnis, das ich je hatte. Bei der Einführung fing ich an zu lachen und hatte das eigentümliche Gefühl, ich würde nach rechts hochgezogen. Danach fühlte ich eine Leichtigkeit und Freude in mir. Nach dieser Einführung konnte ich sofort ein- und durchschlafen, und das ist dauerhaft so geblieben. Die Schmerzen sind schnell weniger geworden, und nach zwei Jahren waren sie ganz weg. Die Ängste und Sorgen um die Kinder konnte ich sehr schnell abgeben und auch die Depressionen waren bald verschwunden. Auch mein Mann und die Kinder wurden eingeführt. Von da an stellte sich die ganze Familie zusammen ein und wir besuchten die Kindergemeinschaftsstunden. Claudia, die mit Asthma belastet war, erfuhr innerhalb von drei bis vier Monaten eine so großartige Besserung, dass sie seitdem ein ganz normales Leben führen kann. Nach einem halben Jahr wurden auch die anderen Kinder gesund.

Mir wurde ein ganz neues Leben geschenkt

Ich lernte mich, meine Familie, die Natur und die Tiere, ja mein ganzes Leben zu lieben. Aus Dankbarkeit helfe ich gerne in diesem Freundeskreis ehrenamtlich mit. In meiner Tätigkeit als Gemeinschaftsleiterin erlebe ich oftmals Glücksgefühle. Ich sehe in dieser und anderen Aufgaben meinen ganzen Lebensinhalt. Dabei ist mir besonders wichtig, dass mein freier Wille immer gewahrt bleibt. Ich bin unserem Gottvater so dankbar, dass Er mich in diesen Freundeskreis geführt hat, in dem ich durch die Lehre Bruno Grönings so viel lernen kann und mich immer mehr mit Gott verbunden fühle. Ich danke von ganzem Herzen.