Wissenschaftler kommen zu Wort
Euer Flehen und Bitten zum Herrgott war nicht umsonst.
Euer Flehen und Bitten zum Herrgott war nicht umsonst. Bruno Gröning
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Ich habe mir Glaubenskraft und Vertrauen ins Leben geholt

Bericht von Christina Ö., Deutschland, Juni 2011

Im Februar 1999 erhielt mein in Hamburg lebender Bruder mit 53 Jahren eine medizinische Diagnose, nach der er höchstens noch sechs Monate zu leben hätte. Besonders seit dem Tod unserer Eltern war er, da geschieden und alleinstehend, viel bei meiner Familie hier in Bayern. Vor allem die Weihnachtsferien und den Skiurlaub verbrachten wir seitdem zusammen und telefonierten jede Woche miteinander. 

Als mich diese verstörende Nachricht erreichte, war ich alleine, mein Mann kurzfristig verreist und die Töchter lebten nicht mehr zuhause. Sicher eine Stunde lang irrte ich um unseren runden Wohnzimmertisch herum. Ich erinnere mich, wie ich in meinem Entsetzen das „Vater unser“ immer wieder betete, aber bei dem Satz „Dein Wille geschehe“ ins Stocken geriet und trotzdem den Himmel weiter um Hilfe für ihn bat. Auch heilende Mantras murmelte ich. Wochen später kam aus Indien eine mir vertraute spirituelle Meisterin nach München, die erleuchtet sein soll. Sie bot unter anderem Frage- und Antwortstunden an. In dieser Not überwand ich meine Scheu, vor den vielen Menschen zu sprechen, und auch die Angst vor einer unerwünschten Antwort. Ich schilderte die Situation, auf Rat oder Hilfe jenseits der Schulmedizin hoffend. Diese Frau sah mich lange an und antwortete: “Was kann man anderes für einen Menschen tun: liebe, liebe, liebe ihn!“

 

Ein Arzt erzählte mir von Bruno Gröning

Am Schluss beim Hinausgehen stellte sich mir fast schüchtern ein junger Mann vor, der sagte, er sei Arzt und bewegt von der Diagnose. Er fragte mich, ob ich an Heilung auf geistigem Weg glauben könne. Ich antwortete sofort mit „ja“, hatte aber meine Zweifel, ob mein Bruder, Jurist, und sehr stolz auf sein Denkvermögen, solch einen alternativen Weg mitgehen würde. Der Arzt erzählte mir kurz von Bruno Gröning und seiner Lehre über: „Hilfe und Heilung auf dem geistigen Weg“. Zwei Wochen später wurde ich offiziell in die Lehre von Bruno Gröning eingeführt und begann sofort, mich regelmäßig bei allen Nöten der Familie für die Aufnahme des Heilstromes einzustellen. Hoffnungsvoll und glücklich über all das, was ich bei dieser Einführung im Bruno Gröning-Freundeskreis gehört hatte, brachte ich die Informationen wiederum eine Woche später meinem Bruder nach Hamburg ins Krankenhaus mit. Es war ein Tag, an dem es ihm relativ gut ging. Er hatte kurzfristig seinen Humor wieder gefunden, schaute mir tief in die Augen und sagte: „wir haben ja allerhand Käuze in der Familie, aber einen Spökenkieker (Gespensterseher) bis jetzt noch nicht“. Ich musste mich also damit zufrieden geben, dass er nicht bereit war, eine andere Sicht auf das Leben zuzulassen.

 

Der Kampf gegen den Tod

Am Abend des 12. September 1999 kam ein Alarmanruf: „kommt sofort, er beginnt zu sterben“. Es blieben uns noch 36 Stunden bis zu seinem endgültigen Abschied.

Mein Bruder kämpfte heftig gegen das Unausweichliche. In seiner langen letzten Nacht waren wir vorwiegend allein. Gegen Mitternacht überrollte mich die Verzweiflung, ich betete wie noch nie zu Gott, um Hilfe jetzt, sofort. Von da an umgab uns eine große Ruhe. Trotz der bedrückenden Situation fühlte ich eine Liebe und eine ungekannte Kraft in mir und um mich und ein Getragen sein wie niemals zuvor in meinem Leben.

 

Der geistige Weg

Seitdem habe ich nicht mehr aufgehört, mir auf genau diesem geistigen Weg Glaubenskraft und das Vertrauen ins Leben zu holen.

Aus Überzeugung, Dankbarkeit und um die Lehre weiterhin zu prüfen habe ich es übernommen die Heilungsberichte aus unserer Gemeinschaft aufzuschreiben. Dabei lerne ich immerzu aus den Erfahrungen der anderen Bruno Gröning-Freunde, wie sie z.B. Kleinigkeiten, oft aber auch schwierigste Lebenssituationen, durch einen starken Glauben meistern.

Ch. Ö.

Ich selber durfte in den letzten zehn Jahren viele Ängste ablegen, habe sehr an Kraft und Lebensfreude gewonnen und schaue vertrauensvoll in die Zukunft. Ohne es zu ahnen, hat mir mein Bruder ein ganz großes Geschenk gemacht, bevor sich unsere Wege trennten.