Wissenschaftler kommen zu Wort
Das Göttliche kann der Mensch nicht mit dem Verstand, sondern nur mit dem Gefühl aufnehmen.
Das Göttliche kann der Mensch nicht mit dem Verstand, sondern nur mit dem Gefühl aufnehmen. Bruno Gröning
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Mobbing am Arbeitsplatz führte mich zum Freundeskreis

Bericht von Herrn S. P., Dipl. Informatiker und Datenbankadministrator (2013)

Ich arbeite als Wissenschaftler an einer deutschen Universität. Dort fühle ich mich wohl, denn in der Welt der Wissenschaft bin ich zuhause. Wissenschaftliches Denken und Arbeiten fällt mir leicht, dies gibt mir Sicherheit und Selbstbewusstsein. Auch religiöse Fragen beschäftigten mich. Ich ging ihnen über viele Jahre durch Gespräche, den Besuch religiöser Gemeinschaften sowie durch die Lektüre theologischer und philosophischer Schriften nach. Doch Gott blieb für mich eine abstrakte Größe. Solange mein Leben in ruhigen Bahnen verlief, war dies für mich kein ernsthaftes Problem. Doch das sollte sich ändern!

Im Jahr 2008 bekam ich an meinem Arbeitsplatz völlig unerwartet massive Probleme: Ich wurde durch den Abteilungsleiter von meinen Kollegen isoliert und mit Aufgaben überhäuft, die nicht zu bewältigen waren. Dieser Prozess begann schleichend und unmerklich. Erst nach und nach realisierte ich, dass ich gemobbt wurde – aber da war es bereits zu spät. Wie mir Experten versicherten, gab es juristischerseits keine Lösungsmöglichkeit, so war ich in dieser Situation ganz auf mich allein gestellt. Die Kündigung drohte. Zu diesem Zeitpunkt war ich 58 Jahre alt und sah somit nicht die geringste Chance, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Ich war in einer ausweglosen Situation und bekam nackte Existenzangst.

In dieser Not wollte ich Gott um Hilfe bitten,

bemerkte jedoch dabei, dass ich kein Vertrauen zu ihm hatte. Mein Glaube war kaum mehr als eine ferne, fremd gewordene Erinnerung an meine Kindheit. Ich fand deshalb keinen Trost und keinen Halt. Gott erschien mir fern und unnahbar.

Meine heutige Frau schlug mir vor, den Bruno Gröning-Freundeskreis kennenzulernen, um Hilfe zu bekommen. Weil ich nicht mehr weiterwusste, ließ ich mich in die Lehre Bruno Grönings einführen und besuchte die Gemeinschaftsstunden. Was ich dort hörte, war für mich aus damaliger Sicht an theologischer Einfältigkeit kaum zu überbieten. Jeder Grundschul-Religionsunterricht erschien mir im Vergleich dazu anspruchsvoll. Es war für mich undenkbar, dass einfachste Formeln, wie: „Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft“ von irgendeinem Nutzen sein sollten. Andererseits berührte mich die Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit, die viele Freunde bei ihren Heilungsberichten ausstrahlten. Dieser scheinbare Widerspruch stürzte mich in ein tiefes Dilemma.

Falls die Hilfen und Heilungen, von denen sie berichteten, den Tatsachen entsprachen, wäre mein Studium theologischer und philosophischer Schriften und mein Besuch so vieler religiöser Gemeinschaften über viele Jahre umsonst gewesen. Auch mein akademisches Selbstbewusstsein wäre somit nur eine Scheinsicherheit. Das konnte ich mir nicht vorstellen. Andererseits war ich in einer existentiellen Krise und konnte mir selbst nicht mehr helfen. Was sollte ich also tun?

Für einen kleinen Moment vergaß ich alle meine Vorurteile

In dieser Not vergaß ich für einen kleinen Moment alle meine Vorurteile. Ich erinnerte mich an einen Rat Bruno Grönings: „So Sie heute noch nicht glauben können, so will ich es für Sie tun, bis Sie wirklich glauben. Und so Sie heute noch nicht bitten, noch nicht beten können, so will ich das auch noch für Sie tun.“ Ich bat ihn also, mir in diesem Sinne zu helfen. Schon diese Bitte kam mir nur sehr schwer über die Lippen. Ich fragte mich sofort, ob ich mich nicht bereits in den Fängen einer Sekte befand? Ist diese Vorgehensweise nicht einfach eine gigantische Verdrängungs-Strategie?

Und noch mehr: Wenn es wahr ist, dass Bruno Gröning Kranke geheilt hat, dann wäre das großartig genug. Es erschien mir unangebracht, ihn auch noch für Mobbing in Anspruch zu nehmen. Trotz dieser Bedenken bat ich ihn um Hilfe und begann nun, mich selbst zu beobachten. Ich bemerkte, dass es vor allem meine Gedanken und Ängste waren, die das Gefühl der Aussichtslosigkeit und des Ausgeliefertseins in mir hervorriefen. Mir wurde bewusst, dass ich glaubte, die ganze Situation alleine – ohne fremde Hilfe – meistern zu müssen. Dennoch kamen mir immer wieder die Worte Bruno Grönings in den Sinn: „So Sie heute noch nicht glauben können, so will ich es für Sie tun, bis Sie wirklich glauben. Und so Sie heute noch nicht bitten, noch nicht beten können, so will ich das auch noch für Sie tun.“ 

Ein unerwarteter Prozess begann

Ohne weiter darüber nachzudenken, gab ich Bruno Gröning die Sorgen um den nächsten Tag und die Angst um meinen Arbeitsplatz. In diesem Moment begann ein unerwarteter Prozess: Ganz langsam ging die seelische Belastung zurück. In den Auseinandersetzungen mit meinem Abteilungsleiter entwickelte ich Schritt für Schritt eine Gelassenheit, die aus der Sicht meiner Arbeitskollegen eine bewundernswerte, unerklärliche Stärke war. Im Laufe der Zeit – der Konflikt zog sich bereits über 18 Monate hin – behielt ich jetzt in den bedrohlichsten Situationen eine Ruhe, die souverän, ja geradezu kaltblütig erschien. Das ging so weit, dass ich auf viele Vorhaltungen einfach keine Antwort mehr gab.

Die Wirkung dieser Haltung war kolossal und veränderte die Konfliktsituationen radikal. Ich fühlte mich nicht mehr in die Enge getrieben und wurde – zu meinem großen Erstaunen – auch nicht mehr in die Enge getrieben, nicht mehr gemobbt.

Ich begann, mich regelmäßig einzustellen, was ich bisher nicht getan hatte, und erlebte dabei, dass die Bedeutung meiner Arbeit und der damit verbundenen Schwierigkeiten sich im Vergleich zu den wirklich wichtigen Fragen meines Lebens relativierte. Welch eine große Erleichterung, welch große Erlösung in dieser Situation!!!

Der Besuch der Schulungswoche des Freundeskreises stärkte mein Vertrauen in Bruno Gröning. Diese fünf Tage intensiver Beschäftigung mit der Lehre Bruno Grönings ließen mich die Realität von Hilfe und Heilung auf geistigem Weg unmittelbar erleben. Hier wurde in mir der entscheidende Prozess in Gang gesetzt: In mir wuchs das Vertrauen zu Gott, seiner Güte, seiner Macht und seiner Hilfsbereitschaft.

Was hatte denn meine bisherige Suche nach Gott gebracht?

  • Hatte sie mich glücklich gemacht? Nein!
  • Hatte sie mir inneren Frieden und Halt gegeben? Nein!
  • Hatte sie mir in meinen Sorgen und Konflikten geholfen? Nein!
  • Hatte sie mir Freundschaft mit anderen Menschen und innere Heimat gegeben? Nein!
  • Hatte sie mich zu einem Menschen gemacht, der voll Vertrauen und Optimismus sein Leben meistert? Nein!

Ich verstand mehr und mehr, dass es nicht meine Aufgabe ist, mir um Dinge Sorgen zu machen, auf die ich keinen Einfluss habe, sondern dass es viel mehr darum geht, diese Bruno Gröning und unserem Herrgott anzuvertrauen. Dies war der entscheidende, erlösende Schritt. Durch Bruno Gröning und seine Lehre wurde mir bewusst, dass es darauf ankommt, an Gottes Hilfe zu glauben. All mein theologisches und akademisches Wissen haben mir in den Krisen nicht geholfen.

Dadurch änderte sich die Situation an meinem Arbeitsplatz. Alle Ansätze von Mobbing liefen ins Leere, bis sich alle Probleme mit der Zeit wie von selbst erledigten. Welch große Erfahrung, welch großes Glück!

Mein Leben hat sich zum Positiven geändert. Heute fühle ich mich vital, ich schaue mit Freude in die Zukunft und vor allem: Mein Leben ist sinnvoll. Ich bin nicht mehr von diesen Scheinsicherheiten abhängig. Ich weiß durch die Lehre Bruno Grönings, wo die Quelle wahrer Sicherheit zu finden ist. Ich danke Bruno Gröning und Gott Vater aus tiefstem Herzen für dieses große Geschenk.