Wissenschaftler kommen zu Wort
Wie notwendig ist es, dass man Ihnen immer wieder nur die Wahrheit sagt, nur das sagt, was Sie an Wahrheit auch selbst erfahren können. Nur müssen Sie dazu übergehen, sich davon zu überzeugen.
Wie notwendig ist es, dass man Ihnen immer wieder nur die Wahrheit sagt, nur das sagt, was Sie an Wahrheit auch selbst erfahren können. Nur müssen Sie dazu übergehen, sich davon zu überzeugen. Bruno Gröning
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Wie war Bruno Gröning als Mensch?

Wie war sein Verhalten abseits vom Rummel, abseits der Vorträge? War Bruno Gröning ein über allem stehender, dogmatischer Lehrer? Oder konnte er auch einfach Mensch, guter Kumpel und Freund sein?

Ernst Hasse [40] sagte im Interview:
Also, erstens sollte man sagen: Wer ihn nicht erlebt hat, sollte auch nicht über ihn urteilen! Das ist erst mal Punkt eins. Etwas, was ich nicht erlebt habe, kann ich nicht beschreiben. Ehepaar HasseWir, ich muss immer wieder sagen, von uns aus oder von mir aus: Wir haben ihn hier erlebt, wir hatten nur Gutes, nur glückliche Tage. Wenn wir zusammen waren, wir haben auch geschäkert ... er war nun nicht ein Mensch, der bloß da (saß, d.V.) ... er hat mit uns gelacht, gegessen und getrunken. Wir konnten uns mit ihm unterhalten, wie wir beide uns jetzt unterhalten. Und wenn ich mit ihm unterwegs war, sei es auch wo es war, wir haben kaum etwas gesprochen, weil jeder wusste, wo's drauf ankommt.

Georg Gröning [41] (Neffe Bruno Grönings) sagte über seinen Onkel:
Zunächst einmal war er ein Mensch, der in der Familie lebte, obwohl er irgendwo außen stand. Aber den Bezug, die Bindung zur Familie, die Verbindung, die hat er immer aufrecht erhalten. ... Und da ging es dann sehr lustig zu.

Gisela Flegel [42]:
Also er konnte sehr lustig sein, er war sehr lustig. Er hat viel Spaß mit uns gemacht.

Gisela Knollmann [43] (Lehrerin):
Ich hab ihn nicht gefragt, man konnte ihn sehr schlecht fragen, er ließ sich überhaupt nicht gerne fragen. Da hat er ein einziges Mal einen kurzen Satz gesagt (jetzt muss ich wieder sehr vorsichtig sein, damit ich mich auch noch genau erinnere, es ist ja alles so lange her), er sagte: „Sie haben sich einen kurzen Augenblick lang nicht gewehrt, und da ging’s.“ Gisela Knollmann damalsDa lachte er mich an, er konnte ja sehr schelmisch lachen, nicht wahr? Er lachte mich so an: „Da ging’s.“ Das hör ich heute noch: „Da ging’s.“

Das war der Mensch in meinem Leben, der ganz, ganz etwas Besonderes bedeutet hat, der war außerhalb aller Möglichkeiten des Verstandes und auch außerhalb aller Möglichkeiten der Erklärungen. Es war etwas, das uns als Verstandesmenschen widerfahren ist, obwohl wir für alles immer Erklärungen suchten und meist auch gefunden haben, und obwohl wir niemals an irgendwelchen mystischen Kram geglaubt haben - das gab’s für uns einfach nicht, das war Quatsch. Und nun kommt also dieser Mensch und heilt mich, auf eine, ich muss schon sagen, mystische Weise. Und das geschieht mir, ausgerechnet mir!

Annemarie Winter [4] (Krankenschwester):
Ja. Ich hab ihm nichts vormachen können. Ich bin mit Sorgen zu Bruno gekommen, und er hat mir meine Sorgen von sich aus erzählt. Ja, wissen Sie, so wenig Zeit und alles, was ich ihm sagen wollte, hat er von sich aus erzählt. Annemarie WinterDa habe ich mir gedacht, was brauch ich reden, er sagt ja meine Sorgen. … Es kann kein Brot zu trocken sein, das er nicht isst. Da habe ich auch ein sehr nettes Erlebnis: Es wurden Brötchen gereicht bei Familie H. Und ich war damals streng vegetarisch, also ich hätte nicht einen Bissen runtergebracht, nicht einmal eine Rindsuppe mit Fleischextrakt, nichts, nein, ich war ganz streng vegetarisch. Jetzt sind da Wurstbrötchen gewesen, und wo ich hingeschaut habe, ist Wurst drauf. Und Bruno hat fleißig gegessen. Und dann sagte er: „Nehmen Sie, nehmen Sie.“ Und da dachte ich mir, ich kann doch nicht heiliger sein als der Bruno und habe auch ein Wurstbrot gegessen. „Na, jetzt essen Sie es ja doch.“… Dass er mich so durchschaut hat!?

Inge Thiede [9] (Bankkauffrau):
Da waren wir sehr viel unterwegs gewesen. Und das war dann die letzte Tour nach Kiel, da hatten wir auch eine Gemeinschaft und von da ist er dann wieder weiter gefahren, nach Hause oder in eine andere Gemeinschaftsstunde. Und da sagt er mittags, ach wir haben so anstrengende Tage gehabt, heute machen wir uns mal einen schönen Tag. Wir fahren so schnell wie möglich los, sein Bruder war mit und er und ich. Und dann sind wir an den Hafen gefahren in Kiel. Wir sind erst mal ganz langsam gefahren, was sonst überhaupt auch nicht drin war, wir haben die Tour genossen und wie wir da am Hafen halten, da hat er den Motor ausgeschaltet. Inge ThiedeUnd plötzlich macht das Auto immer wie so ein Känguru so hopp, hopp nach vorne und genauso wieder nach rückwärts. Und ich hab mich umgeguckt und hab gedacht, was ist denn jetzt los. Und auf dem Gehweg standen die Menschen und guckten. Und da hat er bloß gelächelt und hat gesagt: „So geht’s auch.“
Frage: Und er hat sich nicht bewegt oder irgendwas gemacht?
Inge Thiede: Nein, nein.
Frage: Er saß einfach so im Auto?
Inge Thiede: Wir haben uns was erzählt und plötzlich macht das Auto so ein bisschen nach vorne und wieder nach rückwärts. Und ich war so fassungslos und denke, was ist denn nun los. „So geht’s auch“, sagte er.

Eva Diller [54] (Redakteurin, Bildhauerin): Eva Diller
Also wenn er bei den Napourofs privat war und ich war zugegen – das kam einige Male vor – da war er nett, kein bisschen – ja, wie soll ich das sagen, er hatte keinerlei affektierte oder unnatürliche Verhaltensformen. Sein Benehmen war ganz entspannt und leger und freundlich, und er redete wie ihm der Schnabel gewachsen war. Es war sogar oft sehr lustig.

Hildegard Dautzenberg [44]
... Er hat sich nicht in den Vordergrund gestellt. Hildegard DautzenbergBloß er war – er hat die Extreme gehabt. Er konnte sehr ruhig und still sein und in sich gekehrt, und dann konnte er auch wieder sehr nach außen, also markant, fröhlich und lustig sein. Er hatte so die Extreme in sich. Aber, ich muss sagen, er war angenehm. Also ich hab ihn angenehm empfunden. Aufgrund wie er sich verhalten hat, verstehen Sie?

Zitat aus dem Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“:


 

Hella Emrich [20] (Ärztin, Journalistin):
Überhaupt: die Atmosphäre der Harmonie konnte ihn erfreuen ... wir waren alle so ausgeglichen, und vielleicht, weil er die Ursache war dieser Befreiung - so richtig befreit, das hieß, von Belastungen und von Aggressionen...

Er hat sich gefreut vor allem gefreut mit Tränen in den Augen, als ich mal in Graz den Vortrag halten sollte und war plötzlich von einer Erkältung und Halsschmerzen und vielleicht einer Grippe (befallen, d.V.). Plötzlich habe ich das bekommen und hatte keine Stimme mehr. Und ich musste aufs Podium, ich musste sprechen. Ein Manuskript hatte ich. Da habe ich ihn gebeten: „Sagen Sie, Herr Bruno Gröning, können Sie vielleicht für mich das lesen? Sie sagen, Frau Emrich ist krank und ich lese für sie das Manuskript.“ Ich saß neben ihm. Er hatte das Manuskript in der Hand, und dann hat er mit einer Hand so kreisende Bewegungen über meinem Kopf (gemacht, d. V.). Alle Leute haben es gesehen, nur ich nicht. Und dann wurde ich aufgerufen und so lachend, strahlend sagte er: „So, Frau Emrich, los - gehen Sie.“ Gab mir mein Manuskript, „gehen Sie aufs Podium.“ Und das wunderbare, ich hatte keine Schmerzen, die Stimme war ganz voll da. Und da guck ich zu Bruno Gröning runter - sitzt er da und hat Tränen in den Augen. Der war so gerührt, so glücklich, dass er mir da so helfen konnte.



Erläuterungen und Quellen

[4] Maria Winter, Krankenschwester (man nannte sie ,Schwester Annemarie'), Interview 1993. Sie sah ca. 1953 den ersten Dokumentarfilm „Gröning“, ihr Eindruck: Er ist ein Übermensch, ihr kamen die Tränen beim Anschauen des Films – sie hatte das Gefühl: Er guckt mich jetzt an. Im September 1954 ihr erstes Treffen mit Bruno Gröning, sie hielt Kontakt mit ihm bis zum Schluss.
Sie bekam von Bruno Gröning den Auftrag, Erfolgsberichte zu schreiben. Er riet ihr:
„Wenn Sie vor einem Kranken stehen, dann rufen Sie mich. Rufen Sie ‚Bruno‘, das höre ich am besten.“ „Ich habe mich bedankt, und er hat gesagt: ,Wenn Sie Erfolge haben, dann schreiben Sie mir.' Und da hatte ich am ersten Abend gleich das erste Erlebnis gehabt.“ Sie schickte ihm viele Erfolgsberichte.
Auch ihr Chef, Obermedizinalrat Dr. D., interessierte sich für Bruno Gröning und führte mit ihm ein langes persönliches Gespräch und besuchte danach auch seine .Gemeinschaft.

[9] Inge Thiede, Bankkauffrau: Interview 1995 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“. Ihr erster Kontakt zu Bruno Gröning 1954 durch eine Kusine in Ostenfeld bei Husum … Kontakt gehalten bis zu seinem Heimgang. Frau Thiede spürte die Kraft sehr intensiv. Er sagte ihr, sie könne von ihrer Kraft an andere abgeben. Sie begleitete ihn auch zu Kranken und in verschiedenen Gemeinschaften, half ihm, führte Anwesenheitslisten und er wohnte auch manchmal bei ihr.

[54] Eva Diller, Redakteurin und Bildhauerin, Interviews 1993 und 1995 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“. Sie begegnete Bruno Gröning  1950/1951 in München in einem Kreis von etwa 18 geladenen Gästen bei Baron Napourof und seiner Frau. Nach einem Anruf Bruno Grönings, in dem er den auf ihn Wartenden sagte, dass er schon gedanklich bei ihnen sei, verschwanden ihre langjährigen Magenschmerzen, noch bevor er körperlich anwesend war. –
Frau Diller durfte als eine von wenigen seinen Kopf in Ton modellieren.

[20] Hella Emrich, Journalistin und Medizinstudium: Interviews 1991 und 1995 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“. Für die Zeitschrift „Neues Europa“ sollte sie einen Bericht über Bruno Gröning schreiben, die sie 1951 nach Plochingen zu Bruno Grönings schickte. Sie veröffentlichte ihr 1. Manuskript über ihn und sollte in Graz auf dem Kongress der „Universalen Liga“ darüber vortragen (etwa 1951).

[40] Herr Hasse, Interview 1991, hatte mit seiner Ehefrau Bruno Gröning 1956 kennengelernt durch die Eltern von Herrn Hasse. Nach ihrer Heirat 1952 bis 1956 waren sie kinderlos geblieben. Sie erlebten eine sehr starke Kraft, die von Bruno Gröning ausging. Ihr Wunsch nach einem Kind wurde 1957 erfüllt, nachdem sie bei Bruno Gröning waren. Bruno Gröning war oft bei Hasses in Springe zu Besuch und übernachtete auch dort. Frau Hasse half Bruno Gröning 4 Wochen lang als Sekretärin in Plochingen bei der Beantwortung der Post, die dort bergeweise eintraf.

[41] Georg Gröning, Neffe Bruno Grönings, Interview 1990, erlebte das Wirken seines Onkels in Herford und auch schon vor 1949. Z.B. rettete Bruno Gröning ein Huhn vor dem Kochtopf, indem er es heilte. Die Heilung von Frau Knollmann erlebte Georg Gröning ebenso mit wie Geheilte, die aus dem Rollstuhl aufstanden und deren Stöcke Bruno Gröning auf seinem Arm zerbrach. Gespräche im Kreise der Familie über philosophische Themen waren niemals oberflächlich. Georg Gröning berichtet:
„Er (Bruno Gröning) hatte eine Auffassung vom Menschen und von Kraft, wie wir sie wahrscheinlich in ein paar Jahren auch wissenschaftlich begründen können. Ich kann mir vorstellen, dass so mit der zunehmenden Forschung auch die Dinge wissenschaftlich für uns durchsichtiger werden. Und ich denke, er wird bestätigt werden in seinen Aussagen.“

[42] Gisela Flegel, Interview 1992, lernte Bruno Gröning als Kind mit 12 oder 13 Jahren (etwa 1948) bei einer Freundin (Inge Schwarz) in einem kleinen Ort im Kreis Biedenkopf kennen und sammelte dann mit anderen Kindern für ihn Stanniolpaper aus Zigarettenschachteln. Bruno Gröning lachte viel mit ihr und sie fühlte sich danach in einer gehobenen Stimmung.  

[43] Gisela Knollmann, Lehrerin, Interview 1995 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“, Kontakt zu Bruno Gröning von 1950 – 1958, erhielt Spontanheilung von Bandscheibenvorfall in einer Sekunde, „Grübelchen“ nannte Bruno Gröning sie in den Gemeinschaftsstunden.

[44] Hildegard Dautzenberg, Interview 1995 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“  Sie sah Bruno Gröning erstmalig 1949 am Traberhof und erlebte dort viele Heilungen mit, die dort auch ohne seine Anwesenheit geschahen. Sie kam mit ihm näher in Kontakt, als er durch Josette Dufossé eine Unterkunft bei dem Maler Walter Einbeck fand, der eine Atelierwohnung bei Frau Dautzenberg gemietet hatte. Dort durfte Bruno Gröning übernachten und hielt sich mit Josette auch während einiger Wochen mehrmals bei Frau Dautzenberg auf. Frau Dautzenberg bekam die Heilung von einem Zwölffingerdarmgeschwür.