Wissenschaftler kommen zu Wort
Wie notwendig ist es, dass man Ihnen immer wieder nur die Wahrheit sagt, nur das sagt, was Sie an Wahrheit auch selbst erfahren können. Nur müssen Sie dazu übergehen, sich davon zu überzeugen.
Wie notwendig ist es, dass man Ihnen immer wieder nur die Wahrheit sagt, nur das sagt, was Sie an Wahrheit auch selbst erfahren können. Nur müssen Sie dazu übergehen, sich davon zu überzeugen. Bruno Gröning
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Wie war Bruno Grönings Auftreten?

Was für einen Eindruck hatte man von Gröning, wenn man ihn persönlich traf?
War er dominant, besserwisserisch, gar manipulativ?
Oder wirkte seine Erscheinung bescheiden, schlicht und liebevoll?

Dr. Hermann Kunst [17] (Bischof): Bischof KunstIch habe ihn insgesamt, glaube ich, viermal längere Zeit gesprochen. Ich habe ihn nicht für einen Scharlatan gehalten, ich habe ihn für einen seriösen Mann gehalten. Unbezweifelbar war für mich, dass von ihm Kräfte ausgingen, die die Heilung beim Menschen bewirkten. Für mich war immer bestimmend bei solchen Dingen, dass Gott viele Weisen hat, den Menschen zu helfen.

Heinz Gers [18] (Heilpraktiker): Heinz Gers
Gröning wirkte vollkommen schlicht. Er ist nach meiner Meinung kaum größer als ich, ja, so ungefähr 1,66 – 1,67 groß. Er wirkte sehr bescheiden, einfach in der Kleidung, einfach in seinem Gebaren. Er hat ohne jede Spitze sofort und ruhig geantwortet, und ich kann ihm insofern als Persönlichkeit nur das beste Zeugnis ausstellen.

Edeltraud Geller [19]: Der allererste Eindruck: er war bescheiden. Er nahm überhaupt nichts für sich in Anspruch als eben nur Unterschlupf. Und wie sich später herausstellte: er dachte überhaupt nicht an sich oder an seine Person.

Hella Emrich [20] (Ärztin, Journalistin):
Seine Schlichtheit, seine Ehrlichkeit, das war so wohltuend. ... Hella EmrichEr war niemandem böse, auch wenn man ihm etwas angetan hat. Er hat sich nie negativ über andere Menschen geäußert, selbst nicht über die, die ihn wirklich - die ihn fertig machen wollten. Ich habe ihn als einen sehr guten Menschen erlebt. Er war so positiv in seinem ganzen Wesen, dass man sich wirklich wohlfühlen musste in seiner Gegenwart.

Helmut Kindler [21] (Verleger. Situation: In der Zeit, in der Bruno Gröning das Heilverbot auferlegt worden war, besuchte er das Ehepaar Kindler. Der Garten um das Haus war voll von Heilungssuchenden.):
Ich brachte ihn hinaus; wir hatten einen großen Swimmingpool, einen quadratischen, im Garten  - der aber ohne Wasser, nicht gefüllt war zu der Zeit -, und an einer Stelle dieses Bassins gab es eine kleine Treppe zu einer kleinen Erhöhung, zu einem kleinen Gartensitzplatz. Dorthin brachten meine Frau und ich ihn in der Erwartung, dass er jetzt die paar Stufen hinaufgehen würde, um von da aus zu der umstehenden, um das Bassin stehenden Menge zu sprechen, zu sagen, wie leid es ihm tut.

Helmut KindlerAber siehe da, er blieb stehen, ging nicht die paar Stufen hinauf, er ging die paar Stufen hinunter in den Swimmingpool, in den trockenen Swimmingpool. Das, fanden wir - das hat uns sofort sehr berührt. Und ich muss sagen, ich finde es auch psychologisch so interessant, dass er nicht von oben, wie wir angenommen haben, zu den Menschen spricht, sondern dass er hinuntergeht und nach oben zu den ihn umgebenden Menschen spricht.

Es war eine große Stille, und er sagte eben, wie sehr er bedauere und wie sehr er hoffe, dass sich das wieder ändern würde, dass er doch sich Patienten widmen dürfe, aber heute dürfe er das noch nicht, und man müsse verstehen, dass er hier nicht gegen dieses Verbot handeln dürfe. Dann aber sagte er, er möchte sich also verabschieden, und nun zielte er doch auf Menschen, die besonders seiner bedürftig waren, auf den Bahren und in den Rollstühlen, und denen gab er die Hand und wünschte ihnen gute Besserung. Und siehe da, einer von den Menschen, die auf der Bahre lagen, erhob sich und sagte: „Es geht mir gut, es geht mir gut.“ Und aus den Rollstühlen - nun gut, in den Rollstühlen sitzen ja oft Menschen, die nur zeitweise, die nur gehbehindert sind -, und auf jedenfall standen auch da von den Rollstuhlinhabern einige auf, und es war erschütternd, das mit anzusehen. Neben mir stand ein Arzt, der stellte sich mir vor und sagte: „Als Arzt schämt man sich ob seiner Hilflosigkeit.“

 

Gröning und Frau DichtlHedwig Dichtl [16] (Heilpraktikerin):

Das ist das Schöne an ihm gewesen. Er hat nie geprahlt oder so, nein, das habe ich nicht gehört. Er war, wie man sagt, niedrigen Standes – von außen her gesehen …, aber Jesus war auch nur Zimmermann, was will man denn immer? Das ist kein Gradmesser für eine Persönlichkeit.

Josette Montesinos [13] (zweite Ehefrau Grönings):Josette Montesinos
Das ist ein ganz besonderer Mensch. Und das ist selten, dass es solche Menschen gibt, die sich nicht erheben und Geld gemacht davon. Er bleibt bescheiden und er hilft, wo er überall helfen kann, ohne zu sagen: Ich heile. Und die haben ihn deshalb bewundert. Ein anderer hätte viel Geld gemacht davon, ojaja, aber er nicht! Und die waren bis zum Schluss seine Freunde.

Georg Bork [22] :
Überhaupt nicht, überhaupt nicht, also, noch schlechter angezogen als Leute die da standen. Also ganz, also nicht jetzt kaputt oder irgendwie schmutzig, aber ganz einfach, bescheiden, nur um den Leuten wirklich zu helfen. Es war ja, da kam er aus der Gefangenschaft damals. Es war ja ein Mann wie wir alle, wie jeder praktisch.

Helga Kiesel [23] (Gyromantin):
Als ich den gesehen hab, wie der angezogen war, der kann gar keine Geschäfte gemacht haben, weil irgendwann würde der sich auch mal Helga Kieselfür sein Geld was anderes zum Anziehen kaufen. Denn der kam nämlich also nicht gerade vornehm daher. Das waren also immer so alte Lumpen. Ich sag jetzt „alte Lumpen“, obwohl das vielleicht keine Lumpen waren, aber der hat überhaupt kein Wert gelegt auf Äußerlichkeiten und nie – also der macht überhaupt keinen Eindruck, dass er irgendwo was Materielles an sich hatte. Ich find', das waren für mich irgendwo lauter ideelle Einstellungen, die er hatte.

Johannes Kaul [15] (Förster und Autor):
Einfachst und schlicht, nie auffällig. Wie soll man sagen, ach, das dürfen wir nicht sagen - beinahe ein wenig schlampert. Er hat auf sein Äußeres nicht den geringsten Wert gelegt. Hat zerbeulte Hosen angehabt - Hosen, die unten sehr weit waren, zerknittert waren - Schuhe angehabt, die keineswegs immer geputzt waren, das war ihm vollkommen wurscht. Ein Polohemd hat er meistens angehabt.


 

Inge Thiede [9] (Bankkauffrau):  Geld war für ihn unwichtig, was für die meisten Menschen ja das Wichtigste im Leben ist, das war für ihn unwichtig. Die einfachen Lebensgesetze, die waren für ihn maßgebend. Er war ein ganz einfacher, bescheidener Mensch, ganz anspruchslos für sich persönlich. Ich kenne ihn eigentlich immer nur gleich gekleidet: ein Polohemd, eine graue Hose, das war die Sommerkleidung. Im Winter war dann noch ein graues Jackett darüber, wenn es kalte Jahreszeit war, aber das war eigentlich immer das Gleiche. Und vor allen Dingen, da er ja dann bei mir hier gelebt hat, habe ich ja auch festgestellt, wie bescheiden er mit Essen und Trinken war. Er hat mir mal erzählt, überall, wo er auftaucht, da meinen die Menschen, sie müssen ihm so ein großmächtiges Menu vorsetzen, und das liebt er überhaupt nicht.


 
Erläuterungen und Quellen

[9] Inge Thiede, Bankkauffrau: Interview 1995 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“. Ihr erster Kontakt zu Bruno Gröning 1954 durch eine Kusine in Ostenfeld bei Husum. Kontakt gehalten bis zu seinem Heimgang. Frau Thiede spürte die Kraft sehr intensiv. Er sagte ihr, sie könne von ihrer Kraft an andere abgeben. Sie begleitete ihn auch zu Kranken und in verschiedenen Gemeinschaften, half ihm, führte Anwesenheitslisten und er wohnte auch manchmal bei ihr.

[13] Josette Montesinos, zweite Ehefrau Grönings, Interview März 2000 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“.

[15] Johannes Kaul, Forstamtmann und Autor, Interviews 1993; 1995 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“, lernte Bruno Gröning 1955 in Nürnberg bei religiösen Vorträgen kennen, wo er später selbst eine Gemeinschaft leitete.

[16] Hedwig Dichtl, Heilpraktikerin (Ausbildung bei einem Dr. Schmidt in Atemheilkunst), Interviews 1991; 1995 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“, erlebte Bruno Gröning 1950 am Traberhof, später bei Kurt Trampler. Sie bekam die Heilung von einer gelähmten Hand. Sie durfte als Einzige hinter Bruno Gröning stehen, während er sich um die Hilfesuchenden kümmerte.

[17] Dr. Hermann Kunst, Bischof: Interview 1991. Er wurde 1949 in Herford auf Bruno Gröning aufmerksam, wo er nur etwa 200 Meter vom Haus Hülsmann entfernt wohnte; viele Gemeindemitglieder und Menschen aus ganz Deutschland wollten über Bruno Gröning und sein Wirken von ihm eine Beurteilung. Er hatte einen guten Eindruck und teilte das vielen Menschen durch einen Rundbrief mit.

[18] Heinz Gers, Masseur und Heilpraktiker, Interview 1996 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“, beobachtete 1957 die Prozesse gegen Bruno Gröning in München

[19] Edeltraud Geller, Interview 1996 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“, lernte Bruno Gröning 1945 als junges Mädchen (etwa 14jährig – nach ihrer Konfirmation) auf einem Bauernhof kennen, wo er nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft Unterschlupf fand. Sie erlebte Heilungen und hatte eindrucksvolle Erlebnisse mit Bruno Gröning und erhielt viele Belehrungen von ihm.

[20] Hella Emrich, Journalistin und Medizinstudium: Interviews 1991; 1995 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“. Für die Zeitschrift „Neues Europa“ sollte sie einen Bericht über Bruno Gröning schreiben, die sie 1951 nach Plochingen zu Bruno Grönings schickte. Sie veröffentlichte ihr 1. Manuskript über ihn und sollte in Graz auf dem Kongress der „Universalen Liga“ darüber vortragen (etwa 1951).

[21] Helmut Kindler, Verleger, Interview 1995 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“, Frau Kindler, Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin, machte ihren Mann auf Bruno Gröning aufmerksam, der damals (1949) in Heidelberg war. Gemeinsam halfen sie Bruno Gröning bei der Anmietung einer kleinen Wohnung und beauftragten den sehr versierten und sehr sorgsamen Rechercheur, Reporter, Journalist und Autor, Heinz Bongartz, alias Jürgen Thorwald, sich seiner anzunehmen und Beiträge über ihn zu veröffentlichen. Bruno Gröning suchte Ehep. Kindler eines Tages in ihrem Haus in München auf.

[22] Georg Bork: Interview von 1991. Er lernte 1949 mit 22 Jahren Bruno Gröning in Herford am Wilhelmsplatz Nr.7 kennen. Georg Bork fühlte Einsamkeit, war 10 -12 mal bei Bruno Gröning und bekam durch ihn seelische Kraft.

[23] Helga Kiesel, Gyromantin, Interview 1995 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“, erlebte außergewöhnliche Phänomene mit Bruno Gröning im Beisein ihres Chefs, Herrn Satzinger, 1957-1959 während ihrer Lehre in Bad Kissingen in einer Metallwarenfabrik.