Wissenschaftler kommen zu Wort
Wie notwendig ist es, dass man Ihnen immer wieder nur die Wahrheit sagt, nur das sagt, was Sie an Wahrheit auch selbst erfahren können. Nur müssen Sie dazu übergehen, sich davon zu überzeugen.
Wie notwendig ist es, dass man Ihnen immer wieder nur die Wahrheit sagt, nur das sagt, was Sie an Wahrheit auch selbst erfahren können. Nur müssen Sie dazu übergehen, sich davon zu überzeugen. Bruno Gröning
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Bruno Grönings Einstellung zum Geld

Wie ging Bruno Gröning mit dem Geld um? Wollte er durch seine Tätigkeit reich werden und ein Geschäft aus den Heilungen machen? Oder war ihm Geld unwichtig?

Er selber sagte:
„Ich bin nur ein Werkzeug Gottes. An mir liegt nichts, ich will kein Geld für meine Hilfe, ich führe nur die Befehle aus, die Gott mir erteilt, ich kann nicht anders handeln, als Gott es mir eingibt.“
und
„So etwas hat es auch noch nie gegeben, dass ein Mensch sich die Gesundheit erkaufen konnte, nicht einmal von einem Arzt; und es ist gut, dass es so eingerichtet ist, und hier bei mir erst recht. Denn Sie werden verstehen, dass ich mit dieser göttlichen Gabe kein Geschäft machen darf und es auch nicht wage, und ich will es auch nicht. Menschen sagen: „Wie wollen Sie denn leben?“ So bleibe ich eben Almosenempfänger!“
und
„Ich lebe nicht von den Menschen, sondern für die Menschen.“


Bruno Gröning war mit seiner Einstellung zum Geld das große Vorbild für den Bruno Gröning-Freundeskreis. Gemäß seinem Vorbild arbeiten heute hier alle Helfer (bereits mehr als 12.000) ausnahmslos unentgeltlich mit. Dies geschieht aus Nächstenliebe, Freude und Dankbarkeit für die erlebten Hilfen und Heilungen.

Max Bruhn [1] : Bruno Gröning mit Max BruhnOft wurde er schon damals zu Kranken gebeten, die ihn, ja sogar nachts, um Hilfe anflehten. Aber nie hat er, ganz gleich was es war, auch nur einen Pfennig dafür genommen. Im Gegenteil, er hat sogar noch sein letztes Geld, was er besaß, diesen Menschen gegeben. Selbst wenn jemand sich für irgendeine Tat bedankte, wies Bruno Gröning den Dank zurück und sagte u. a., dass dieser diesen Dank dadurch anbringen möge, indem er auch bei seinen Mitmenschen Gutes tue. In vielen Fällen durfte ich sein Begleiter sein und mich von seinen Taten überzeugen.

Hedwig Dichtl Hedwig Dichtl [16] (Heilpraktikerin):
Und da erlebte ich was Interessantes. Da hat er uns plötzlich gezeigt, wie viel Geld er hat. Da hat er herum gegrabscht, ein bisschen so … [zeigt Kramen in der Hosentasche], und da hat er 37 Pfennig auf den Tisch gelegt. Das war seine Habe. Ich habe auch nie gesehen, dass er je ein Geld angenommen hat.

Erich Kuhlmann [3] (Heilpraktiker, enger Mitarbeiter Bruno Grönings ab 1948):
Es kamen ja (die Hilfesuchenden, d.V.) von New York, von überall her, einmal war sogar der Belgische Kolonial Minister da, nicht war? Ich kann mich noch gut entsinnen. Und da kamen Leute, reiche Amerikaner, die von New York sogar herflogen, ja, die boten einem [wer weiß, d.V.] was, die legten einen Ring auf den Tisch und sagten: „Hier, bringt mich dafür jetzt zu Gröning!“ Das war aber gar nicht drin, grundsätzlich nicht [..., d.V.]. Erich KuhlmannDie Autoschlüssel wurden hingelegt: „Hier, das Auto gehört dir!“ Für die damalige Zeit war das schon …  verlockend, nicht wahr? An ein Auto war überhaupt nicht zu denken. Und dann haben wir aber einen Standpunkt gehabt … ich weiß noch, es kamen bittere Vorwürfe von einer Frau: „Ich fliege extra von New York her …“ und so weiter, sie war sehr reich. Dann habe ich gesagt: „Nun ja, schauen Sie, der Kriegsversehrte aus der Ostzone - was meinen Sie, wie lange der gebraucht hat, bis der hierher kam? Sie kommen leichter von New York nochmals her, als der Kriegsversehrte noch mal.“ Ich will damit nur die Grundeinstellung dokumentieren, die wir alle gehabt haben, so was konnten wir gar nicht anfangen. Das wäre ins Uferlose gegangen. Wir hätten uns da gesundstoßen können, schon - also die Möglichkeit war absolut vorhanden.

Manfred Grafahrend [45] :
Es legten Verschiedene überall Geld hin, Manfred Grafahrendund er hat ein paar Mal gebeten: „Nehmen Sie das Geld!“ Und dann nahmen sie das Geld nicht. Dann nahm Herr Gröning das Geld, sammelte es ein und steckte es einer Frau in die Tasche. Und wie sich später herausstellte, war das eine ganz arme Kriegerwitwe, der Herr Gröning das Geld gegeben hat. Und die konnte sich gar nicht mehr fassen, dass es so was noch gibt.

Gisela Knollmann [43] (Lehrerin, hatte gerade ihre spontane Heilung bekommen):
Und mein Mann Gisela Knollmannwurde nervös und versuchte ja, seine Brieftasche rauszuziehen und wollte ihm Geld geben. Da war Herr Gröning schon an der Tür. Und mein Mann wollte ihm jetzt einen Schein zustecken. Ich weiß nicht, wie viel es war, es war aber jedenfalls ein größerer, und er sagte freundlich, aber sehr bestimmt: „Nein, geben Sie’s nicht mir, geben Sie’s den Armen. Nicht ich habe Ihnen geholfen, Gott hat es getan.“

Dr. Hans Nebelsieck [46] (Rechtsanwalt):Dr. Nebelsieck
Der Meckelburg hat ihm übel mitgespielt. Der Gröning war ein grundanständiger, netter Mann, der aus sich gar nichts machte und immer nur erklärte: „Ich will nur heilen“, der auch gar kein Geld wollte, das war alles Meckelburg.

Lilly Bärlein [12] (Hausmeisterin):
Das war überhaupt kein Thema: Geld. Wir waren damals alle nach dem Krieg arm, und ich weiß noch, wie Bruno Gröning damals in dem Vortrag sagte: „Wenn Sie zwei Mäntel haben oder zwei Hemden“, (zu den Männern gewandt:) „wenn Sie zwei Hemden haben und es kommt ein armer Mensch zu Ihnen und bittet Sie um eins, dann geben Sie ihm eins ab.“

Hella Emrich [20] (Ärztin, Journalistin):
… Das ist die Kraft Gottes, die heilt, nicht er! Er hat nie gesagt, dass er heilt, hat immer gesagt: „Bedankt euch bei Gott.“ Und er hat es sehr ungern gehört, wenn Leute ihm gedankt haben. Manche sagten, er nimmt Geld von den Geheilten. Der hat nie einen Pfennig bekommen! …

 

Grete Häusler[14] (Lehrerin, Gründerin des Bruno Gröning-Freundeskreises):

Ich hatte eine gute Freundin, das war die Maria Laaventaler. Und die erzählte mir, was sie erlebt hatte. Sie hat drei Wochen Bruno Gröning gesucht und in Mittenwald endlich gefunden. Sie stand vor dem Haus, der Herr Meckelburg hat ihr geöffnet und sagte: „Herr Gröning ist nicht hier, er ist nicht da“, sie soll wieder gehen, „und übrigens“, sagte er, „müssten Sie mindestens 300 Mark bezahlen, wenn sie zu ihm vorwollen.“ Und da sagte sie: „Ich habe kein Geld, aber ich warte hier, bis Herr Gröning kommt“, und ließ sich das nicht nehmen und wartete im Flur. Das war dem Herrn Meckelburg nicht recht. Nach fünf Minuten öffnete sich oben die Türe, Herr Gröning kam herunter zu ihr und sagte: „Kommen Sie doch zu mir!“ So durfte sie drei Stunden bei ihm sein, hat Wunderbares erlebt und auch Hilfe bekommen, ohne etwas zu zahlen. Sie hat mir gegenüber des Öfteren erwähnt: „Was hat Bruno  Gröning für Menschen um sich, die für ihre Tasche Geld verlangen!“, wo sie genau jetzt wusste, dass Herr Gröning davon überhaupt nichts bekommen hatte, nur der Meckelburg für seine Tasche gearbeitet hatte, und das hat sie so empört.


Warum gab sich Bruno Gröning überhaupt mit solche Menschen ab,

wenn er doch alles wusste und die Menschen so ganz durchschauen konnte?
Dazu das folgende Detail.

Grete Häusler [14] : ... sagte ich zu Herrn Gröning: „Ich wünsche Ihnen eines in Zukunft, dass Sie keine Feinde mehr haben und dass sie ungestört wirken können, dass niemand gegen Sie ist.“ Und da schaut er mich so liebevoll an und sagte: „Ganz falsch!“ Ach denke ich: „Was hab´ ich denn jetzt falsch gesagt?“ Und er sagt: „Das muss ja so sein. Grete Häusler mit Bruno GröningIch lasse ganz bestimmte Menschen an mich herankommen, lasse sie ganz an mich herankommen. Und die anderen Leute würden mir das nicht glauben, wenn ich das vorhersagen würde, dass er ein Dieb ist, ein Lügner und ein Betrüger. Und deshalb muss ich diesen Menschen die Gelegenheit geben zu lügen, zu betrügen und zu stehlen. Aber ich sage ihm, das soll man nicht tun, das darf der Mensch nicht tun. Und dann wenn es so weit ist, dass er nicht umkehrt, irgendwann, dann stelle ich ihn. Und dann ist alles am Tisch, was er in sich hat und wie er ist.

Dieses Gespräch ging mir lange noch nach. Ich konnte es in Wirklichkeit nicht verstehen, warum ein Bruno Gröning seine Feinde an sich heran lässt. Und hat so viel Schaden, was die ihm anrichten, das ganze Renommee und alles in der Öffentlichkeit schadet ihm und dass das dazugehört? Und später, viel später ist es mir erst klar geworden, warum das alles so sein musste ...

Er hatte in einem Vortrag gesagt, an dem ich dabei war; und zwar war das am 31. August 1950 in München, da sagte er: „Das muss so sein, das gehört mit zum Werk.“ Und dann hab ich´s später erst verstehen können, wie ein elektrischer Strom wirkt: Man muss Plus- und Negativpol zusammenschließen, dann strömt es erst. Und im göttlichen Heilstrom ist es auch so: Es muss die positive Seite und die negative Seite da sein … dann strömt es erst. Als ich das verstanden habe, hab ich erst sein ganzes Leben, wie er es lebte und sein ganzes Schicksal begreifen gelernt. Und das hat er mir hier in Grafrath gesagt beim Abschied. Und das ist für mich sehr wertvoll, dass ich das wissen darf.



Erläuterungen und Quellen

[1] Max Bruhn, bis 1944 Nachbar Bruno Grönings in Danzig, berichtet im Mai 1955 in Plochingen über seine früheren Erfahrungen mit Bruno Gröning. Seine Frau Ilse Bruhn bestätigt 1992 in einem Interview, dass ihr Mann in Danzig mit Bruno Gröning befreundet war und dass beide nebeneinander gewohnt haben.

[3] Erich Kuhlmann, Heilpraktiker, Interview 1995 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“. Er stand in Kontakt mit Bruno Gröning seit 1947 in Dillenburg (Hessen) bei einer Flüchtlingshilfsorganisation, wo er ehrenamtlich tätig war. Ab 1948 ein enger Mitarbeiter Bruno Grönings, was dieser ihm auch vorausgesagt hatte, später in Herford, Heidelberg, Traberhof, Wangerooge, München und Weikersheim.

[12] Lilly Bärlein, Hausmeisterin, Interview 1995 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“. Sie wurde etwa 1957 durch ihren kranken Mann auf Bruno Gröning durch Zeitungsartikel aufmerksam. Ihr Mann bekam Heilungen und auch sie selbst, z. B. von Ängsten. (d. V.: Aus persönlichem Gespräch mit Lilly Bärlein: Nach etwa 5 Monaten las ihr Mann in einer Illustrierten einen Artikel, in dem Bruno Gröning und sein Wirken bösartig verunglimpft wurde. Alles sei nur Suggestion und Hypnose und deshalb nicht dauerhaft. Darüber erschrak ihr Mann so sehr, dass er die Heilungen wieder verlor und bald starb).

[14] Grete Häusler, Lehrerin, durch blinde Freundin seit 1950 Kontakt zu Bruno Gröning, erhielt spontan Heilung von drei „unheilbaren“ Belastungen. Sie baute Gemeinschaften auf und gründete 1979 den Bruno Gröning-Freundeskreis und leitete diesen bis zu ihrem Heimgang im Jahre 2007.

[16] Hedwig Dichtl, Heilpraktikerin (Ausbildung bei einem Dr. Schmidt in Atemheilkunst), Interviews 1991; 1995 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“, erlebte Bruno Gröning 1950 am Traberhof, später bei Kurt Trampler. Sie bekam die Heilung von einer gelähmten Hand. Sie durfte als Einzige hinter Bruno Gröning stehen, während er sich um die Hilfesuchenden kümmerte.

[20] Hella Emrich, Journalistin und Medizinstudium: Interviews 1991; 1995 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“. Für die Zeitschrift „Neues Europa“ sollte sie einen Bericht über Bruno Gröning schreiben, die sie 1951 nach Plochingen zu Bruno Grönings schickte. Sie veröffentlichte ihr 1. Manuskript über ihn und sollte in Graz auf dem Kongress der „Universalen Liga“ darüber vortragen (etwa 1951).

[43] Gisela Knollmann, Lehrerin, Interview 1995 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“, Kontakt zu Bruno Gröning von 1950 – 1958, erhielt Spontanheilung von Bandscheibenvorfall in einer Sekunde, „Grübelchen“ nannte Bruno Gröning sie in den Gemeinschaftsstunden.

[45] Manfred Grafahrend, Interviews 1992; 1996 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“. 1949 hörte er in Bielefeld, dass Bruno Gröning kommt, wartete auf ihn und wollte ihn bitten, seiner Mutter zu helfen, die seit 7 Wochen keinen Stuhlgang mehr hatte. Bruno Gröning sagte von sich aus zu ihm, dass er noch am selben Abend seiner Mutter helfen wird, noch bevor er ihn überhaupt um Hilfe bitten konnte.

[46] Dr. Hans Nebelsieck, Rechtsanwalt, Interviews 1990; 1996 zum Dokumentarfilm „Das Phänomen Bruno Gröning“. Nebelsieck lernte Bruno Gröning 1950 durch Otto Meckelburg auf Wangerooge kennen, im Strandhotel Gerken, erlebte einige Heilungen mit.